Anubias Blüte – worauf dürfen wir uns freuen?

Anubias sind vor allem deswegen beliebt, weil sie unter Wasser leben können. So sind sie in vielen Aquarien anzutreffen. Wer genau hinschaut, wird nicht nur grüne Blätter entdecken. Zwischendurch ragt auch ein Stängel heraus, auf dem eine Blüte thront. Was gibt es dazu zu sagen?

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Einige Arten der Anubia blühen sogar unter Wasser

Aussehen der Blüten

Von der Anubia sind in ihrer Heimat Westafrika viele Arten zu bewundern. Doch nicht alle werden auch hierzulande kultiviert. Aber eine Handvoll Arten sind es schon. Ihre Blüten sind artspezifisch, doch es gibt auch viele Gemeinsamkeiten. Das kennzeichnet jede Anubiablüte:

  • Anubiablüte erinnert an Einblatt
  • sie besteht aus einem Blütenkolben
  • er ist mit einer sog. Spatha (scheidenartige Hülle) ummantelt
  • auch die Farbe ist hauptsächlich weiß-gelblich
  • männliche Blüten sitzen an der Kolbenspitze
  • sie bestehen aus 3-5 Staubblättern
  • der untere Kolbenabschnitt ist weiblich und mit Narben besetzt
  • Blütenstiel ist artenabhängig kurz oder lang

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Hinweis:
Die Pollen reifen meist einige Tage nach den Narben, weswegen eine Selbstbestäubung eher selten ist.

Blühen unter Wasser

In ihrer Heimat wachsen Anubias in feuchten Gegenden, nicht jedoch ausschließlich im Wasser. Manche Arten schaffen es aber tatsächlich im Aquarium unter Wasser zu erblühen. Andere Arten dagegen blühen nur, wenn ihre langen Stiele aus dem Wasser herausragen. Nur in diesen Fällen ist auch eine Bestäubung möglich.

Blüte fördern

Im Aquarium werden hohe Phosphatwerte empfohlen, um Punktalgen entge-genzuwirken. Es hat sich herausgestellt, dass sich das gleichzeitig günstig auf die Blütenbildung auswirkt. Ein Wert von 2 mg pro Liter wird als idealer Wert betrachtet.

Ein weiterer Faktor wirkt sich ebenfalls auf ihre Blühleistung aus: das Licht. Manche Arten kommen bestens mit Schatten aus. Andere dagegen wollen mehr Helligkeit haben, um zu erblühen.

Fruchtstände und Samen

Wenn die Blüten bestäubt wurden, bilden sich anschließend die Früchte. Sie werden bei der Anubia korrekterweise Beeren genannt. Bis die darin enthaltenen Samen keimfähig sind, vergehen etwa 40 bis 50 Tage. Einige Arten lassen sich mit der Reife sogar 100 Tage Zeit.

Die Samen können für die Vermehrung genutzt werden. Das ist jedoch sehr zeitintensiv. Die Jungpflanzen wachsen zudem sehr langsam.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Tatiana Volgutova/Shutterstock
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