Andentanne wird braun – Was steckt dahinter?

Die Chilenische Araukarie (Araucaria araucana), aufgrund ihrer südamerikanischen Herkunft oft auch als Andentanne bezeichnet, ist eigentlich ein sehr robustes Gewächs. Selbst tiefere winterliche Temperaturen schaden dem urweltlichen Baum nicht, allerdings können sowohl zu große Feuchtigkeit als auch winterliche Trockenheit können zu einer Braunfärbung von Ästen und Nadeln führen. Dagegen hilft am besten schon bei der Pflanzung die richtige Vorbeugung.

Andentanne braune Nadeln
Wird die Andentanne braun, kann das daran liegen, dass sie zu feucht steht

Andentanne verträgt keine Staunässe

In ihrer Heimat wächst der Baum auf meist vulkanischen Böden, die insbesondere im Sommer schnell austrocknen. Aus diesem Grund ist die Araukarie eher an Trockenheit als an Nässe angepasst, auch wenn sie im Grunde eine konstante Feuchtigkeit benötigt. Zu große Nässe – etwa durch heftige und andauernde Regenfälle – oder gar Staunässe führen jedoch schnell dazu, dass sich Nadeln und Äste braun färben und der Baum, sofern keine Gegenmaßnahmen getroffen werden, abstirbt. Ziemlich häufig kann es in Folge der Feuchtigkeit auch zu einem Befall mit Fäulnispilzen sowie zur Wurzelfäule kommen.

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Für gute Drainage sorgen

Einem solchen Szenario können Sie nur durch eine bereits bei der Pflanzung vorgenommenen Drainage entgegenwirken. Sorgen Sie dafür, dass der Boden aus lockerem, durchlässigem Substrat besteht. Dieses kann auch mit Lava-Erde (oder zerkleinerten Lavasteinen) vermischt werden, um so die Bedingungen in der chilenischen Heimat zu imitieren.

Winterliche Trockenheit führt zu braunen Nadeln

Insbesondere in kalten, aber sonnenreichen Wintern ist jedoch nicht zu viel Nässe schuld an der Braunfärbung der Andentanne, sondern, ganz im Gegenteil, zu große Trockenheit. Kahlfrost schädigt den Baum jedoch nicht aufgrund der tiefen Temperaturen, sondern weil die Wurzeln im gefrorenen Boden keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen können. Zusätzliche, intensive Sonneneinstrahlung führt zudem zu einer höheren Verdunstung, die die Pflanze jedoch nicht wieder aufnehmen kann. In der Folge vertrocknet die Andentanne.

Schon bei der Pflanzung auf den Standort achten

Einem winterlichen Vertrocknen können Sie entgegen wirken, indem Sie die Araukarie möglichst auf die Nordseite pflanzen – dort ist es hell genug, aber in trockenen Wintern zugleich nicht zu sonnig. Außerdem können Sie den Wurzelbereich des Baumes kräftig mit Laub mulchen und so die Feuchtigkeit im Boden halten.

Tipps

Im Zweifelsfall können Sie die Araukarie auch im Topf kultivieren, anstatt den Baum im Garten einzupflanzen. Auf diese Weise können Sie den geforderten Lebensbedingungen der Andentanne am ehesten entgegenkommen.

Text: Ines Jachomowski

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