Was tun gegen Ameisen im Blumenbeet?

Ameisen sind in jedem Garten zu finden, was auch gut so ist: Die Tierchen sind äußerst nützlich. Treten Sie jedoch verstärkt im Blumenbeet auf, können weniger erfreuliche Gründe dahinter stecken. In diesem Fall müssen die Krabbler vertrieben werden. Mit ein paar völlig ungiftigen Tricks funktioniert das Umsiedeln in der Regel ganz problemlos.

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Ameisen schaden den Blumen normalerweise nicht

Sind Ameisen schädlich?

Zunächst einmal sind Ameisen normalerweise nicht schädlich und zwar selbst dann, wenn sie inmitten des Wurzelwerks ihr Nest errichtet haben. Dieses Verhalten hat einen guten Grund, denn Ameisen mögen trockene und helle Standorte, müssen aber ihre Brut vor der prallen Sonne schützen. Aus diesem Grund sind sie meist unterirdisch zu finden. Allerdings sollten Sie misstrauisch werden, wenn sich die Tiere plötzlich stark vermehrt in Ihrem Blumenbeet zwischen Lupinen, Sonnenblumen und Rosen tummeln.

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Ameisenplage oft Indikator für Blattlausbefall

In diesem Fall sollten Sie die Pflanzen einmal ganz genau untersuchen, denn Ameisenkolonien sind häufig in der Nähe großer Ansammlungen von Blatt- und anderer Pflanzenlauskolonien anzutreffen. Insbesondere Blattläuse halten sich die Ameisen wie Haustiere, um den süßen Honigtau – also die Ausscheidungen – derselben zu ernten. Zu diesem Zweck pflegen sie die Blattläuse, verteidigen sie vor Fraßfeinden und sorgen dafür, dass die Tierchen verstärkt saugen und damit noch mehr Honigtau abgeben. Die Blattläuse lassen sich mit einem kräftigen Wasserstrahl sowie diversen Hausmittelchen zuverlässig vertreiben, aber auch den Ameisen müssen Sie den Kampf ansagen. Anderenfalls sind die Blattläuse schnell wieder da.

Ameisen vertreiben – So geht’s

Sie brauchen die Tierchen dazu nicht gleich umzubringen. Stellen Sie stattdessen lieber in der Nähe des aktuellen Nests einen umgedrehten und mit Holzwolle ausgekleideten Tontopf auf. Erfahrungsgemäß ziehen die Krabbler mitsamt ihrer Brut schnell dort ein, was Sie gut beobachten können. Ist der Umzug abgeschlossen, schieben Sie einfach ein Brett oder eine Platte unter den Topf und tragen das Gefäß an einen anderen Standort. Hier können sich die Tiere erneut ansiedeln, ohne einen Gärtner zu stören. Übrigens können Sie Ameisen auch vertreiben, indem Sie es Ihnen ungemütlich machen: Die Tiere mögen es trocken und warm, begießen Sie ihr Nest mit Wasser, werden sie schnell flüchten und sich einen angenehmeren Nistplatz suchen.

Tipps

Ameisen lassen sich zuverlässig durch bestimmte Duftstoffe vertreiben. Lavendel und Kerbel im Blumenbeet sowie eine mit Zimt versetzte Mulchdecke lässt die Tiere sich gar nicht erst ansiedeln.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: PercyPics/Shutterstock

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