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Aeonium arboreum vermehren: Methoden für erfolgreiche Zucht

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Aeonium arboreum, auch bekannt als Baum-Hauswurz, lässt sich leicht durch Stecklinge oder Aussaat vermehren. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung für beide Methoden, einschließlich der Auswahl von Stecklingen, der Vorbereitung des Substrats und der Pflege der Jungpflanzen.

Aeonium arboreum Stecklinge
Aeonium arboreum lässt sich am besten über Stecklinge

Vermehrung durch Stecklinge

Mit Stecklingen gelingt die Vermehrung von Aeonium arboreum besonders einfach und effektiv. Um die Erfolgschancen zu maximieren, sollten Sie die folgenden Schritte beachten:

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Geeignete Stecklinge auswählen

Grundsätzlich eignen sich sowohl Kopf- als auch Blattstecklinge für die Vermehrung.

  • Kopfstecklinge: Hierbei handelt es sich um Triebspitzen, die inklusive einer Rosette abgeschnitten werden.
  • Blattstecklinge: Bei dieser Methode werden einzelne, gesunde Blätter verwendet.

Stecklinge entnehmen

Verwenden Sie für einen sauberen Schnitt eine scharfe und desinfizierte Schere oder ein Messer.

  1. Kopfstecklinge: Schneiden Sie eine Rosette mit einem etwa 5 bis 10 Zentimeter langen Stammstück ab. Achten Sie darauf, dass der Steckling ausreichend Blätter für die Photosynthese besitzt.
  2. Blattstecklinge: Lösen Sie ein gesundes Blatt vorsichtig an der Basis ab, ohne es zu beschädigen. Ein Schnitt an der Blattbasis sollte vermieden werden, um Fäulnis vorzubeugen.

Stecklinge trocknen lassen

Lassen Sie die Schnittstellen der Stecklinge an einem schattigen und trockenen Ort einige Tage trocknen. So bilden sich schützende Wundkorken, die das Risiko von Infektionen beim Einpflanzen reduzieren.

Stecklinge einpflanzen

Ein gut durchlässiges Substrat, idealerweise eine Mischung aus Sukkulentenerde und Perlit oder Bimsstein, bietet optimale Bedingungen für die Bewurzelung.

  • Kopfstecklinge: Setzen Sie den Steckling so tief in das Substrat, dass er stabil steht.
  • Blattstecklinge: Legen Sie das Blatt flach auf die Substratoberfläche, ohne es mit Erde zu bedecken.

Stecklinge pflegen

Halten Sie das Substrat leicht feucht, Staunässe sollte jedoch vermieden werden. Wählen Sie einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung für die Stecklinge.

  • Kopfstecklinge: Nach einigen Wochen bilden sich in der Regel Wurzeln, und Sie können erste neue Triebe beobachten.
  • Blattstecklinge: An der Basis des Blattes entwickeln sich kleine Pflänzchen. Sobald diese kräftig genug sind, können Sie sie vorsichtig abtrennen und separat einpflanzen.

Vermehrung durch Aussaat

Wer die Geduld und Freude am Beobachten der Keimung und des Wachstums junger Pflanzen hat, kann Aeonium arboreum auch aus Samen ziehen.

Hochwertige Samen besorgen

Achten Sie beim Kauf der Samen auf Qualität und Frische, um eine hohe Keimrate zu gewährleisten. Fachhandelsgärtnereien oder vertrauenswürdige Online-Händler bieten in der Regel eine gute Auswahl.

Samen aussäen

Die beste Zeit für die Aussaat ist das Frühjahr. Als Substrat eignet sich spezielle Kakteen- oder Sukkulentenerde, alternativ kann auch nicht klumpendes Katzenstreu verwendet werden.

  • Samen aufstreuen: Da Aeonium arboreum ein Lichtkeimer ist, werden die Samen lediglich auf die Substratoberfläche gestreut, ohne sie mit Erde zu bedecken.
  • Feuchtigkeit gewährleisten: Halten Sie das Substrat leicht feucht. Um eine hohe Luftfeuchtigkeit zu schaffen, können Sie das Pflanzgefäß mit einer durchsichtigen Folie oder einer Glasscheibe abdecken.
  • Standortwahl: Ein heller und warmer Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung bietet optimale Keimbedingungen.

Sämlinge pflegen

Die Keimung erfolgt meist nach kurzer Zeit. Gießen Sie die jungen Pflanzen vorsichtig, um die empfindlichen Wurzeln nicht zu schädigen. Sobald die Sämlinge eine ausreichende Größe erreicht haben, können Sie sie in separate Töpfe mit einem geeigneten Substrat für Sukkulenten umpflanzen.

Tipps für eine erfolgreiche Vermehrung

Mit den folgenden Tipps erhöhen Sie die Erfolgschancen bei der Vermehrung von Aeonium arboreum:

  • Sauberkeit: Verwenden Sie stets saubere und scharfe Werkzeuge, um Infektionen zu vermeiden.
  • Schnitttechnik: Führen Sie Schnitte schräg aus, um die Wundfläche zu verkleinern und das Infektionsrisiko zu minimieren.
  • Pflanzenauswahl: Wählen Sie gesunde Triebe für die Stecklingsvermehrung. Idealerweise schneiden oder brechen Sie diese oberhalb von natürlichen Biegungen oder Verzweigungen ab.
  • Stabilität: Stützen Sie schwere Kopfstecklinge gegebenenfalls ab, um ein Abknicken zu verhindern.
  • Stammhöhe: Vermeiden Sie zu hohe Stämme bei der Pflanzenauswahl, da diese durch schnelles Wachstum instabil werden können.
  • Trocknungsphase: Lassen Sie die Stecklinge vor dem Einpflanzen abtrocknen, um Fäulnis vorzubeugen.
  • Substrat: Wählen Sie ein gut durchlässiges Substrat, um Staunässe zu vermeiden.
  • Standort: Stellen Sie Stecklinge und Sämlinge an einen hellen und warmen Ort, jedoch ohne direkte Sonneneinstrahlung.
  • Geduld: Geben Sie den Pflanzen ausreichend Zeit zum Bewurzeln und Wachsen.