Ist der Zierapfel essbar?

Auf den ersten Blick ist ihre enge Verwandtschaft mit Kulturäpfeln kaum zu erkennen. Zieräpfel ähneln vielmehr zu groß geratenen Kirschen und haben ein festeres Fruchtfleisch. Ob die Früchte dennoch für den Verzehr geeignet sind, finden Sie hier heraus.

Zierapfel giftig
Die kleinen Früchte des Zierapfels Eleyi sind essbar

Alle Zieräpfel sind essbar – nicht alle sind ein Genuss

Zieräpfel sind nicht giftig. Angesichts ihres malerischen Schmuckwertes, wird die Unbedenklichkeit nach wie vor in Zweifel gezogen. Ein solches Füllhorn an floraler Schönheit geht in freier Natur nicht selten einher mit einem üblen Giftgehalt. Tatsächlich können Sie die kleinen Früchte getrost essen, denn sie enthalten keinerlei Inhaltsstoffe, die für Mensch und Tier eine unangenehme Wirkung nach sich ziehen.

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Wie es um den kulinarischen Genuss bestellt ist, steht freilich auf einem anderen Blatt. Je kleiner die Früchte, desto fester und herber das Fruchtfleisch. Frisch vom Baum können Sie in der Regel einzig die größeren Zieräpfel essen, wohingegen die erbsengroßen Exemplare Ihnen eher den Gaumen zusammenziehen.

Diese Sorten munden frisch vom Baum

Die folgenden Zierapfel-Sorten sind ein Fest für die Sinne. Sie bezaubern nicht nur mit einer malerischen Blüte und einem sattgrünen Blätterkleid, sondern bescheren uns saftige Früchte, die Sie schon während der Ernte essen können.

  • John Downie: Eine historische Sorte, die seit dem 19. Jahrhundert gelb-orange, rot geflammte, säuerliche Früchte hervorbringt
  • Eleyi: An leicht überhängenden Zweigen gedeihen weinrote Äpfelchen mit säuerlich-fruchtigem Geschmack
  • Butterball: Die 3-4 cm großen, gelben Früchte präsentieren sich im Herbst mit roten Wangen und laden zum Naschen ein

An dieser Stelle sei nicht verschwiegen, dass Zieräpfel in Punkto Fruchtgenuss ihren großen Brüdern Malus domestica nicht das Wasser reichen können. Der wahre Wert von Malus-Hybriden basiert auf ihren hohen Schmuckwert, der sich über alle Jahreszeiten erstreckt.

Rezept-Ideen rund um den Zierapfel

Mögen Sie Zieräpfel nicht frisch vom Baum essen? Dann gibt es eine Fülle leckerer Zubereitungsvarianten. Einige der pfiffigsten Rezept-Ideen haben wir hier für Sie zusammengetragen:

  • Zierapfel-Konfitüre, z. B. aus 1,2 kg Früchten, 500 g Gelierzucker, abgeschmeckt mit Zitronensaft, Zimt, Ingwer und 1 Spritzer Rum
  • Obstschnaps, z. B. aus 400 g Äpfeln und 1 l Obstbrand, 14 Tage ziehen lassen
  • Zierapfel-Orangen-Gelee, z. B. aus 800 g Zieräpfeln, 2 Orangen, 500 g Zucker, gewürzt mit Kardamom und Nelken

Besonders verführerisch kommen Zieräpfel als Törtchenbelag auf den Tisch. Hierzu werden die geschälten Früchte 5-10 Minuten in einem Mix aus Wasser, Calvados und Zitronensaft gekocht. Aus Butter, Zucker, Eiern, Sahne, Mehl und Backpulver rühren Sie einen Kuchenteig, der eingefüllt wird in die Mulden eines Backblechs für Muffins. 10 Minuten vorbacken, die Zieräpfel hineindrücken und fertigbacken.

Tipps

Das Wurzelsystem ist so tolerant ausgelegt, dass Sie Zieräpfel mit anderen Frühlingsblühern und Stauden dekorativ unterpflanzen können. Mit Tulpen, Narzissen, Vergissmeinnicht oder Buschwindröschen kreieren Sie ein romantisches Erscheinungsbild zur Blütezeit im Frühling. Im weiteren Verlauf des Jahres gesellen sich Sommerstauden hinzu, wie Storchschnabel, Scharfgarbe, Astern, Phlox oder Margeriten.

Text: Paula Jansen

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