Zierapfel

Zieräpfel: Essbar oder nicht? Alles über die kleinen Früchte

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Zierapfelbäume bestechen durch ihre dekorativen Früchte und ihren vielseitigen Gartennutzen. Dieser Artikel beleuchtet die Eigenschaften beliebter Sorten, gibt Tipps zur Verarbeitung der Früchte und erklärt die richtige Pflanzung und Pflege.

Zierapfel giftig
Die kleinen Früchte des Zierapfels Eleyi sind essbar

Die Früchte des Zierapfels

Zieräpfel (Malus), eng verwandt mit Kulturapfelbäumen, verdanken ihren Namen ihrem dekorativen Charakter. Die Bäume, die Höhen zwischen einem und acht Metern erreichen, verzaubern den Garten das ganze Jahr über. Im Frühjahr bestechen sie durch ihre Blütenfülle, im Sommer durch kleine Früchte und im Herbst durch eine farbenprächtige Laubfärbung. Manche Sorten behalten ihre kleinen, etwa kirschgroßen Früchte bis in den Winter hinein, was sie zu einem attraktiven Blickfang macht.

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Die kleineren Früchte der Zieräpfel sind essbar, weisen jedoch einen hohen Fruchtsäuregehalt auf und schmecken oft herb oder leicht bitter. Am besten eignen sie sich zum Einkochen, zum Beispiel zu Gelee, Marmelade oder Kompott.

Beliebte Sorten des Zierapfels

Von den über 500 Zierapfelarten finden etwa 30 in Mitteleuropa Anwendung. Hier einige beliebte Sorten:

  • Malus ‚Coccinella‘: Mit einer Höhe von bis zu sechs Metern, roten Blüten und Früchten.
  • Malus ‚Golden Hornet‘: Vier bis fünf Meter hoch, weiß-rosafarbene Blüten, goldgelbe Früchte.
  • Malus ‚Red Jade‘: Hängende Äste, vier bis fünf Meter hoch, leuchtend rote Früchte.
  • Malus ‚Evereste‘: Bis zu acht Meter hoch, weiße Blüten, orangefarbene bis rötliche Früchte.
  • Malus ‚Red Sentinel‘: Fünf Meter hoch, weiße Blüten, knallrote Früchte.
  • Malus ‚Adirondack‘: Sechs Meter hoch, weiße Blüten, orangefarbene bis rote Früchte.

Zieräpfel verarbeiten

Die herben Zieräpfel lassen sich in der Küche vielseitig verwenden:

  • Marmeladen und Gelees: Gewürze wie Zimt oder Vanille verfeinern den Geschmack.
  • Kompotte und Mus: Hervorragend als delikates Dessert oder Beilage.
  • Eingelegte Zieräpfel: Ideal zu Wildgerichten oder als Highlight im Rumtopf.

Auch als Dekoration sind Zieräpfel beliebt:

  • Herbstliche Dekorationen: Gebundene Zierapfelketten dienen auch als Vogelfutter.
  • Tischschmuck und Blumengestecke: Mit geschmolzenem Kerzenwachs überzogen und in Gestecken arrangiert, sind Zieräpfel hübsche Hingucker.

Zieräpfel pflanzen und pflegen

Pflegeleicht und anpassungsfähig, sind Zieräpfel ideale Gewächse für Gärten und Balkone. Ein sonniger bis halbschattiger, windgeschützter Standort mit nährstoffreichem, durchlässigem Boden ist ideal. Die beste Pflanzzeit ist im Herbst, obwohl Containerware bei frostfreiem Boden das ganze Jahr über gepflanzt werden kann.

Standortbedingungen, die zu beachten sind:

  • Standort: Sonnig bis halbschattig, windgeschützt.
  • Boden: Nährstoffreich, humos, gut durchlässig.
  • Pflanzzeit: Optimal im Herbst, Containerware ganzjährig bei frostfreiem Boden.

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht zwingend nötig, jedoch empfehlenswert für die Formgebung und Gesundheitsförderung der Bäume. Entfernen Sie gelegentlich Wildtriebe unterhalb der Veredlungsstelle und kranke Äste, um die Vitalität der Bäume zu erhalten.

Pflegehinweise im Überblick:

  • Rückschnitt: Empfohlen zur Formgebung und Gesundheitsförderung.
  • Wildtriebe entfernen: Verhindert die Schwächung des Baumes.
  • Kranke Äste entfernen: Vorbeugung gegen Krankheitsausbreitung.

Zieräpfel sind robust und winterhart, sodass sie auch in kälteren Regionen gut gedeihen und nur geringe zusätzliche Winterpflege benötigen.

Bilder: eley2009 / iStockphoto