Ist der Zierapfel giftig?

Der Pflanzplan für den Familiengarten will gut durchdacht sein. Wo sich kleine Kinder auf Entdeckungsreise begeben, Katzen und Hunde genüsslich an allem herumknabbern, dürfen sich keine giftigen Pflanzen in Reichweite befinden. Ob Zierapfel zu den bedenklichen Pflanzen zählt, finden Sie hier heraus.

Zierapfel essbar
Zieräpfel sind nicht giftig sondern oft sogar essbar

Zierapfel ist nicht giftig

Im Hinblick auf einen eventuellen Giftgehalt, gibt der Blick auf die botanische Zuordnung erste Signale der Entwarnung. Die prachtvollen Zierapfel-Sorten sind eng verwandt mit dem Kulturapfel, den jedes Kind als fruchtige Vitaminbombe kennt. Von Malus-Hybriden geht somit keine gesundheitliche Gefahr aus. Das gilt für Groß und Klein, Mensch und Tier.

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Reich an Vitaminen – arm an Kalorien

Zierapfel peppt jeden Diätplan auf. Mit spärlichen 76 Kalorien je 100 Gramm, stillt die Frucht den Heißhunger und landet nicht auf den Hüften. Ihre Abwehrkräfte profitieren von satten 8 Milligramm Vitamin C und verschiedenen Mineralstoffen.

Essbare Früchte

Einige der schönsten Zieräpfel verwöhnen uns nicht nur mit furioser Blütenpracht, sondern bringen bis zu 4 cm große, essbare Früchte hervor. Diese können Sie sogar frisch vom Baum naschen. Der herb-säuerliche Geschmack bringt uns überdies auf kreative Ideen der Zubereitung. Lassen Sie sich von diesen Vorschlägen inspirieren:

  • Verarbeitet zu fruchtiger Konfitüre oder erfrischendem Gelee
  • Eingelegt in Obstschnaps, Calvados oder Wodka
  • Zubereitet als Püree mit gekochten Kartoffeln und Röstzwiebeln

Für Kuchenfans dienen die farbenfrohen Zieräpfel als süßsaurer Tortenbelag. Apfel-Pfannkuchen gelingt nicht nur mit Garten-Äpfeln, sondern mundet überdies mit geschälten, entkernten Zieräpfeln.

Tipps

Es zählt zu den weit verbreiteten Mythen, dass Apfelkerne giftig seien. Tatsächlich ist der Gehalt an Blausäure minimal. Zu gesundheitlichen Problemen kommt es erst dann, wenn Sie Unmengen an Kernen vollständig zerbeißen und hinunterschlucken. Nach der Zersetzung durch Magensäure müsste die Blausäure durch massives Aufstoßen wieder in die Atemwege gelangen, um dort als Toxin zu wirken.

Text: Paula Jansen

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