Zimmerpflanzenporträt: Die Wüstenrose

Mit ihrem außergewöhnlich dicken Stamm fällt die immergrüne Wüstenrose sofort ins Auge. In den Sommermonaten schmückt sich die pflegeleichte, in unseren Breiten überwiegend als Zimmerpflanze kultivierte, Sukkulente mit wunderschönen Blüten und macht mit diesen ihrem Namen alle Ehre.

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Die Wüstenrose fasziniert mit ihrem dicken Stamm und den zartrosa Blüten

Steckbrief

Systematik

  • Botanischer Name: Adenium
  • Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
  • Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
  • Unterfamilie: Apocynoideae
  • Gattung: Wüstenrosen

Botanisches

  • Wuchstyp: Bizarr, aufrecht wachsender Strauch
  • Wuchshöhe: 30 bis 100 Zentimeter
  • Hauptblütezeit: April bis Juli
  • Blatt: Kräftig grün, eiförmig, ganzrandig
  • Blütenform: Fünfzählige, endständige Schalenblüten
  • Blütenfarbe: Weiß, rosa, violett, rot

Herkunft

Die Wüstenrose ist eine Steppenpflanze, die wild vorwiegend in den Trockengebieten Afrikas und Arabiens gedeiht. Sie ist perfekt an die hier herrschende Trockenheit sowie die große Hitze angepasst.

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In freier Natur wird die Wüstenrose bis zu vier Meter hoch. In ihrem dicken Stamm (Caudex) speichert sie Wasser und ist dadurch in der Lage, das immergrüne Laub selbst während langer Trockenperioden mit Flüssigkeit zu versorgen. Der Caudex wächst sehr langsam und entwickelt bizarre Formen, die neben den attraktiven Blüten den besonderen Reiz der Pflanze ausmachen.

Standort

Geben Sie der Wüstenrose einen möglichst warmen und sonnigen Platz am Blumenfenster. Damit sich die Sukkulente nicht einseitig zum Licht hin ausrichtet, drehen Sie den Topf gelegentlich.

Substrat

Die Wüstenrose bevorzugt lockere Erde mit einem pH-Wert von circa sechs. Reine Blumenerde ist nicht geeignet. Vermengen Sie diese deshalb mit etwa 50 Prozent Sand. Alternativ können Sie die Sukkulente in Kakteenerde kultivieren.

Gießen und Düngen

Da die Pflanze in ihrem Stamm Wasser speichert, genügt es, sie alle ein bis zwei Wochen sparsam zu gießen. Vermeiden Sie jedoch Staunässe, da diese zum Faulen des Stammes und zum Eingehen der blühenden Schönheit führt.

Von März bis Oktober düngen Sie die Wüstenrose einmal im Monat mit Kakteendünger.

Winterruhe

Vom Herbst bis ins Frühjahr hinein benötigt die Wüstenrose eine Trockenruhe. Wässern Sie in dieser Zeit noch spärlicher. Die Sukkulente verliert dann zwar einen Großteil der Blätter, dies ist jedoch kein Grund zur Besorgnis. Im Gegenteil: Diese Phase ist sehr wichtig, da die hübsche Pflanze die lichtarmen Wintermonate nur durch diese Ruhephase übersteht.

Etwa ab März treibt die Wüstenrose wieder aus und bildet die ersten Knospen. Gießen Sie nun etwas mehr und beginnen Sie mit den Düngergaben.

Umtopfen

Setzen Sie Ihre Wüstenrose nach der ersten Blüte in einen eine Nummer größeren Blumentopf. In den folgenden Jahren wird die Pflanze nur dann umgesetzt, wenn das Gefäß zu klein geworden ist.

Tipps

Die Wüstenrose können Sie durch Stecklinge oder Samen selbst vermehren. Allerdings trägt die Nachzucht häufig nur dunkelrosafarbene Blüten. Anders als ausgewachsene Wüstenrosen müssen Sie die kleinen Pflänzchen in der ersten Zeit gut feucht halten.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: pittaya/Shutterstock

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