Der Weißdorn – Zierstrauch und Heckenpflanze zugleich

Ab Anfang Mai blühen Sie wieder in zahlreichen Gärten und Parks - prachtvolle Bäume, übersäht mit weißen Blüten, bis zu fünf Metern hoch. Kaum zu glauben, dass es sich hierbei um dieselben Pflanzen handelt, die genauso gut eine undurchdringliche Hecke mit langen Dornen bilden können.

Im Herbst verwandelt sich der weiße Blütentraum in eine Unzahl winziger roter Früchte, die nicht nur einen schmackhaften Kompott ergeben, sondern denen man sogar eine heilende Wirkung nachsagt. Die Rede ist vom Weißdorn, einem wunderschönen und pflegeleichten Ziergehölz, dass Sie ganz einfach selbst pflanzen können.

Den richtigen Weißdorn aussuchen

In Gärtnereien und Gartenmärkten finden Sie eine große Zahl unterschiedlicher Weißdornarten. Gelegentlich wird die Pflanze auch unter den Namen Heckendorn, Mehlbeerbaum oder Zaundorn vertrieben. Für den botanischen Laien sind die einzelnen Arten schwer zu unterscheiden, zumal sie untereinander zahlreiche Hybriden bilden.

Der heimische Eingrifflige Weißdorn eignet sich aufgrund seiner guten Beschneidbarkeit hervorragend als Heckenpflanze. Wenn Sie planen, frei stehende Weißdornbüsche anzupflanzen, entscheiden Sie sich am besten für asiatische oder nordamerikanische Arten. Diese fallen besonders im Herbst durch deutlich größere und dekorativere Früchte auf.

Achten Sie darauf, junge Pflanzen zu kaufen, da diese weitaus leichter anwachsen, als ältere Exemplare.

Weißdorn richtig pflanzen

Wie alle Ziergehölze pflanzen Sie Weißdorne am besten im Frühjahr oder Herbst vor dem ersten Frost. Containerpflanzen sind am leichtesten zu verarbeiten. Heben Sie ein ausreichend großes Pflanzloch aus und stellen den Wurzelballen mitsamt anhängender Erde hinein. Vergessen sie nach dem Auffüllen mit Gartenerde nicht, diese gut festzudrücken und die neue Pflanze ausgiebig zu wässern.

Für die Pflanzung reicht gewöhnliche Gartenerde aus, ein spezielles Substrat ist nicht notwendig. Weißdorne sind generell recht genügsam in ihren Bodenforderungen, wobei ein lehmiger Boden ihr Wachstum in der Regel begünstigt.

Der Lieblingsstandort eines Weißdorns ist die pralle Sonne. Sogar einen Hitzestau verkraften die meisten Pflanzen problemlos. Viele Pflanzen werden zwar als Schattenpflanzen verkauft, allerdings bleiben Sie außerhalb der direkten Sonne eher kleinwüchsig.

Weißdorne als Nutzpflanzen

Der Weißdorn hat eine jahrhundertelange Tradition als Heilpflanze. Weißdornsud gilt als durchblutungsfördernd und herzkräftigend. Für Tees und Tinkturen können Sie alle Pflanzenteile verwenden.

Außerdem lässt sich aus den roten Früchten des Weißdorns im Herbst eine schmackhafte Marmelade herstellen.

Text: Gartenjournal.net
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