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Die Triebe für die Stecklingsvermehrung sollten verholzt sein

So vermehren Sie Wacholder über Stecklinge

Wacholder ist ein dankbares Gehölz, dass sich einfach über Stecklinge vermehren lässt. Allerdings benötigen Sie etwas Geduld, bis die Triebe neue Wurzeln entwickelt haben. Das funktioniert nur unter gleichbleibenden Bedingungen.

In diesen Schritten erfolgt die Stecklingsvermehrung:

  • Entblättern
  • Einschneiden
  • Setzen
  • Bewurzelung

Entblättern

Beim Formschnitt fällt häufig gutes Material für die Stecklingsvermehrung an. Wenn Sie verholzte Triebe mit einer Länge von 20 Zentimeter finden, können Sie diese als Stecklinge verwenden.

Damit die Wasserverdunstung auf ein Minimum reduziert wird, entfernen Sie den Großteil der grünen Blätter und Triebe. Der Steckling ist durch die fehlenden Wurzeln noch nicht in der Lage, ausreichend Wasser für die Versorgung aller Pflanzenteile aufzunehmen. Er würde zu schnell austrocknen, bevor neue Wurzeln entstehen.

Einschneiden

Schneiden Sie den Steckling in den unteren zwei Dritteln der Länge nach ein, bis das weiße Kambium unter der Rinde sichtbar wird. Ziehen Sie die Rinde in Streifen ab und achten Sie darauf, dass ein Teil der Rinde unbeschädigt bleibt. Dieser untere Teil des Stecklings steht später im Wasser oder Substrat und saugt Feuchtigkeit auf. Sie können für besonders holzige Stecklinge ein scharfes Messer verwenden. Weichere Triebe können mit dem Fingernagel bearbeitet werden.

Setzen

Stecken Sie die vorbereiteten Triebe in ein sandiges Substrat oder ein Glas Wasser. Dabei sollte der eingeritzte Teil vollständig von Erde oder Wasser umgeben sein. Die grünen Triebe und Blätter stehen frei und sind gut belüftet, damit es nicht zur Fäulnisbildung kommt.

Stellen Sie das Gefäß an einen warmen und hellen Standort, an dem keine direkte Sonneneinstrahlung herrscht. Wenn Sie die Stecklinge in Substrat gesetzt haben, müssen Sie auf eine gleichmäßige Bewässerung und eine hohe Luftfeuchtigkeit achten. Die Stecklinge dürfen nicht austrocknen.

Bewurzelung

Wenn Sie die Stecklinge im Frühjahr geschnitten und konstant feucht gehalten haben, entwickeln sich die ersten Wurzeln im kommenden Herbst. Unter ungünstigen Bedingungen können zwei Sommer vergehen, bis die Stecklinge bewurzelt sind. Der Erfolg ist bei jüngeren Trieben höher als bei altem Holz. Die Stecklinge liefern perfektes Material für die Zucht eines Bonsais. Nach zwei bis drei Jahren werden die Jungpflanzen im Garten ausgepflanzt.

Text: Christine Riel Artikelbild: Yuriy Bogatirev/Shutterstock

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