Ungeziefer im Bett bestimmen und bekämpfen – So geht’s

Das Triumvirat des Schreckens heißt Bettwanze, Milbe und Floh. Als unerwünschte Bettgenossen macht dieses Ungeziefer den Traum vom ungestörten Schlaf zum Alptraum. Freiwillig werden die hartnäckigen Parasiten nicht das Feld räumen. Wie Sie Ungeziefer im Bett zweifelsfrei bestimmen und erfolgreich bekämpfen, erklärt dieser Ratgeber praxisorientiert und nachvollziehbar.

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Ungeziefer ruft Juckreiz und Allergien hervor

Das Wichtigste in Kürze

  • Bettwanzen beißen, sind 5-7 mm klein, rötlich-braun, flach-oval, ungeflügelt, nachtaktiv und häufiges Ungeziefer im Bett.
  • Weißes Ungeziefer im Bett sind 0,1-0,5 mm kleine Milben, die sich von Schuppen ernähren, weder stechen noch beißen.
  • Gelbbraune, 1-3,5 mm große Flöhe stechen und sind zu erkennen als springendes Ungeziefer im Bett.

Was gibt es für Ungeziefer im Bett?

Zwei Parasiten-Arten machen uns als blutsaugendes Ungeziefer im Bett das Leben zur Hölle. Eine dritte Schädlingsart ist allgegenwärtig im ganzen Haus und besiedelt mit Vorliebe Matratzen und Bettwäsche. Je konkreter Sie das Ungeziefer bestimmen können, desto effektiver die Gegenmaßnahmen. Wie Sie die drei häufigsten Schädlinge im Bett erkennen, bringt folgender Überblick auf den Punkt:

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Ungeziefer: Vergleich von Bettwanzen, Milben und Flöhen
ErkennungsmerkmaleBettwanzenMilbenFlöhe
Größe5-7 mm0,1-0,5 mm1-3,5 mm
Farbebraun, rötlich-braunweißgelblich, gelbbraun
Körperformflach, rundlichoval bis länglichseitlich abgeplattet
Symptome+ Bisswunden+ Atemprobleme+ Stiche
 + rote Quaddeln+ Juckreiz+ rötliche Papeln
 + starker Juckreiz+ Allergien+ Juckreiz
Indizien+ schwarze Kotkrümel+ winzige Kotpartikel+ springende Flöhe
 + rote Blutflecken + Eier, Larven in Bettritzen
 + Häutungsreste + dunkle Kotpillen
Geruchabstoßend, süßlichkein Geruchkein Geruch

Haben Sie die Hinweise dieser Tabelle auf die richtige Spur gebracht? Dann werfen Sie bitte einen Blick auf untenstehende Bilder. Die Abbildungen zeigen im Vergleich Bettwanzen, Milben und Flöhe. Vertiefende Informationen mit nützlichen Hinweisen für eine präzise Bestimmung des Ungeziefers können Sie in den folgenden Abschnitten nachlesen.

Bettwanzen erkennen

Bettwanzen (Cimex lectularius) sind nachtaktive Blutsauger und Meister der Tarnung. Die kriechenden Insekten haben eine flach-ovale Körperform und bewegen sich mit 6 behaarten Beinen vorwärts. Aktiviert werden die Parasiten durch die ausströmende Körperwärme schlafender Menschen sowie das ausgeatmete CO2. Auf der Suche nach einer Blutmahlzeit verlassen Bettwanzen ihr Versteck, krabbeln auf der Haut umher und beißen zu. Selten trifft die Bettwanze sofort ein Blutgefäß. Infolgedessen entstehen die charakteristischen Wanzenstraßen mit reihenförmig angeordneten Bisswunden. Betroffen sind unbedeckte und bedeckte Körperregionen:

  • Nacken, Schultern
  • Gesicht, Hals
  • Arme
  • Beine
  • Füße

Schmerzhaft sind die Bisse von Bettwanzen nicht. Allerdings leiden die Opfer am nächsten Tag unter roten Schwellungen und Juckreiz. Kommen als weitere Hinweise noch 0,5-1 mm kleine Kotpartikel im Bett, unter Teppichen oder hinter Tapeten hinzu, bestehen kaum noch Zweifel am Bettwanzen-Befall. Blutflecken und Häutungsreste sind ergänzende Indizien, können allerdings auch andere Ursachen haben. Nehmen Sie hingegen im Schlafraum einen abstoßenden, süßlichen Gestank wahr, besteht unmittelbarer Handlungsbedarf. Bettwanzen stinken zum Himmel. Je größer die Population, desto bestialischer der Geruch.

Milben erkennen

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Hausstaubmilben sind verschwindend klein

Weißes Ungeziefer im Bett ist zumeist eine Population von Hausstaubmilben (Dermatophagoides). Nehmen Sie eine Lupe zur Hand, um die Lästlinge zu bestimmen. Der weiße, winzige Körper ist übersät mit Borsten. Unter den Borsten ist eine fein gestreifte Körperhülle zu erkennen. In höchster Konzentration tummeln sich Milben in Matratzen und Kopfkissen. Die Kotkügelchen als Bestimmungshilfe erfordern ebenfalls den Blick durch ein starkes Vergrößerungsglas. In einem Gramm Hausstaub können sich bis zu 250.000 derartiger Kotpartikel befinden.

Hausstaubmilben im Bett stechen nicht und können auch nicht beißen. Auf dem Speiseplan der Lästlinge stehen menschliche Hautschuppen, die in Matratze, Kopfkissen und Bettdecke in großen Mengen zu finden sind. Auf der Nahrungssuche bei Nacht kommt es zum direkten Hautkontakt mit dem unfreiwilligen menschlichen Spender. Für die meisten Menschen geht das gut aus. Mitunter hat weißes Ungeziefer im Bett unangenehme Folgen. Allergiker leiden unter Asthma oder Dermatitis, wenn sie die ganze Nacht in Gesellschaft mit Milben verbringen müssen.

Flöhe erkennen

Raubt Ihnen springendes Ungeziefer im Bett die wohlverdiente Nachtruhe? Dann haben Sie es mit Flöhen zu tun. Hauptverdächtiger ist der Menschenfloh (Pulex irritans) aus der großen Familie der Flöhe. Weitere Kandidaten sind der Katzenfloh (Ctenocephalides felis) und der Hundefloh (Ctenocephalides canis). Charakteristisch für die blutsaugenden Parasiten ist eine beeindruckende Sprungkraft. Die flügellosen Körper sind ausgestattet mit kräftigen Hinterbeinen, die Sprungweiten von bis zu einem Meter erlauben.

Typisches Erkennungsmerkmal ist ein robustes Exoskelett. Der gelblich-braune Körper trägt eine Rüstung aus schindelförmig angeordneten Chitinplatten. Aus diesem Grunde können Sie einen Floh selten zwischen den Fingern zerdrücken. Stechendes Ungeziefer im Bett sind in der Regel Flöhe, weil die Parasiten zustechen und nicht zubeißen, wie Bettwanzen es praktizieren.

Woher kommt Ungeziefer im Bett?

Der Kampf gegen Ungeziefer im Bett wird zum Teufelskreis, wenn Sie die Ursache nicht ermitteln und beseitigen. Insbesondere beißendes und stechendes Ungeziefer können Sie vermeiden, wenn Ihnen die folgenden drei häufigsten Ursachen bekannt sind:

Ursache Nr. 1 – Reisefreudigkeit

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Bettwanzen reisen gern als blinde Passagiere mit

Bettwanzen sind in unseren Regionen nicht heimisch und dennoch weit verbreitet. Grund ist die ausgeprägte Reisefreudigkeit. Regelmäßig liefern sich Deutschland und China ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des Reiseweltmeisters. Kehrseite der Medaille ist, dass Heimkehrer häufig Bettwanzen als blinde Passagiere im Gepäck haben. Eingefangen haben sie sich die Biester in Hotels, Ferienhäusern oder Schlafwagen. Insbesondere bei Rucksack-Touristen, die jede Nacht an einem anderen Ort schlafen, sind Bettwanzen häufig ungebetene Reisebegleiter.

Ursache Nr. 2 – Gebrauchtwaren

Gebrauchte Möbel, antiquarische Bücher, alte Teppiche und Second-Hand-Kleidung sind häufig von Ungeziefer kontaminiert. Fatalerweise können Flöhe viele Wochen und Monate hungern, ohne Schaden zu erleiden. Bettwanzen kommen sogar bis zu 1,5 Jahre ohne Blutmahlzeit aus. Geduldig warten die Parasiten, bis ein sorgloser Käufer die Gebrauchtwaren unkontrolliert und ohne Reinigung mit nach Hause nimmt.

Ursache Nr. 3 – Haustiere, Vogelnester, Nistkästen

Springendes Ungeziefer im Bett ist in der Regel ein Mitbringsel Ihrer Haustiere. Listige Flöhe nutzen Hunde und Katzen als bequemes Transportmittel ins Haus. Menschen können sich die Plagegeister einfangen bei der Gartenarbeit, denn Vogelnester und Nistkästen sind für Bettwanzen, Flöhe und Milben beliebte Rückzugsorte.

Tipps

Der Großflughafen Frankfurt macht es vor. Für besorgte Reisende stehen geschulte Spürnasen auf vier Beinen bereit, um eingeschleppten Bettwanzen auf die Schliche zu kommen. Auf Wunsch kommt Hundeführer Larry Hudson mit seinem Spürhund-Team. Mit vereinten Kräften suchen die Spezialisten verdächtige Gepäckstücke sorgfältig ab. In Berlin hat Schädlingsbekämpfer Adam Tesmer seinen Terrier Taylor im Schlepptau, der mit untrüglichem Gespür die Präsenz von Bettwanzen anzeigt.

Wie kann man Ungeziefer im Bett bekämpfen?

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Absaugen reduziert die Zahl an Milben signifikant

Ungeziefer im Bett zu bestimmen, ist lediglich der Prolog für eine erfolgreiche Bekämpfung. Haben Sie die Übeltäter entlarvt, die Ihnen die Nachtruhe rauben? Dann stehen Ihnen spezifische Methoden als Gegenoffensive zur Verfügung. Folgende Tabelle gibt einen Überblick, wie Sie Bettwanzen, Milben und Flöhe erfolgreich bekämpfen:

BettwanzenMilbenFlöhe
KammerjägerLüftenSaugen mit HEPA-Filter
Hitze (50° Celsius)Waschen bei 60° CelsiusWaschen mit Waschpulver, Salz, Essig
Kälte (-18° Celsius)Kissen einfrierenMatratze mit Dampfreiniger säubern
 Saugen mit HEPA-FilterHaustiere behandeln
 Matratze mit Dampfreiniger behandelnFloh-Falle aufstellen
 Alle 7 Jahre neue Matratze 
 Wasserbett 

Die genannten Bekämpfungsmaßnahmen verzichten bewusst auf den Einsatz von Pestiziden aller Art. Ein chemisches Spray gegen Ungeziefer im unmittelbaren Lebensumfeld birgt gesundheitliche Risiken für Sie und Ihre Familie, die weit hinausgehen über Rötungen, Schwellungen und Juckreiz.

Exkurs

Bettwanzen übertragen keine Krankheiten

Die gute Nachricht für Betroffene ist: Bettwanzen sind keine Krankheitsüberträger. Bisswunden, Hautschwellungen und Juckreiz sind zwar sehr unangenehm. Allerdings haben die Biester keine Viren im Gepäck, wie Zecken. In der Regel lassen sich die Bisswunden von Bettwanzen gut behandeln mit rezeptfreien Salben. Quälender Juckreiz wird gelindert durch Wirkstoffe, wie Cortison. Treten hingegen massive Schwellungen und unerträglicher Juckreiz auf, kann es sich um eine allergische Reaktion handeln. In diesem Fall sollte der Hausarzt kontaktiert werden.

Bettwanzen bekämpfen

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Bei einem starken Befall sollte ein Kammerjäger gerufen werden

Konnten Sie Bettwanzen als Ungeziefer im Bett bestimmen? Dann haben Sie es mit hartgesottenen Kontrahenten zu tun. Die Experten vom Bundesumweltamt raten dringend ab von privaten Experimenten mit Hausmitteln oder Pestiziden. Anerkannte Forscher haben herausgefunden, dass Bettwanzen gegenüber zahlreichen, handelsüblichen Insektiziden mittlerweile resistent sind. Erschwerend kommt hinzu, dass die unzähligen Eier in Ihrem Bett durch kein bekanntes Mittel zerstört werden können. Gegenüber einer solch hartnäckigen Schwadron stehen Laien auf verlorenem Posten.

Im Ernstfall nehmen Sie bitte Kontakt auf mit einem zertifizierten Schädlingsbekämpfer oder Kammerjäger. Die Profis gehen mit einem ausgeklügelten Kombinationsverfahren gegen Bettwanzen vor. Mithilfe einer speziellen Apparatur wird die Raumtemperatur im Schlafraum auf bis zu 55° Celsius aufgeheizt. Schon ab 45° Celsius brechen die Stoffwechsel von Bettwanzen zusammen und das Ungeziefer geht ein.

Schwer aufheizbare Bereiche im Schlafzimmer, wie Teppiche, Laminat oder PVC, werden zunächst auf 35° Celsius erwärmt, um versteckte Bettwanzen zu mobilisieren. Dieser Trick nutzt den reflexartigen Mechanismus, mit dem das Ungeziefer auf gemäßigte Temperaturerhöhungen reagiert, weil es einen menschlichen Blutspender wittert. Statt einer Blutmahlzeit wartet vor dem Versteck allerdings der Kammerjäger mit einem speziellen Spray, das auf Bettwanzen tödlich wirkt.

Kehrseite der Medaille ist, dass die verborgenen Eier mit dem Kombinationsverfahren nicht zu vernichten sind. Es ist daher einige Zeit abzuwarten, bis die Larven schlüpfen und die Bekämpfung erneut zum Einsatz zu bringen. Das ist der Grund, warum sich die Vernichtung von Ungeziefer im Bett viele Wochen und Monate hinziehen kann.

Professionelle Schädlingsbekämpfung unterstützen

Mit effektiven Sofortmaßnahmen können Betroffene einer Bettwanzen-Plage den Profi bei der Bekämpfung unterstützen. Das ist sinnvoll, weil Sie auf diese Weise einen Beitrag leisten für einen geringeren Einsatz von Insektiziden und eine schnellere Beseitigung der Plage. Die Fachleute vom Bundesumweltamt empfehlen in einem umfangreichen Flyer unter anderem folgende Methoden:

  • Einfrieren: befallene Gegenstände für 3 Tage bei -18° Celsius einfrieren
  • Aufheizen: verseuchte Matratzen, Kopfkissen und Bettwäsche für 1 Stunde bei 50° Celsius in die Sauna legen
  • Saugen: Bettwanzen mit Staubsauger einsaugen, Beutel fest verschließen, 24 Stunden einfrieren und entsorgen

Wichtig zu beachten ist, dass Sie keine Gegenstände aus dem Schlafzimmer in benachbarte Räume bringen. Auf diese Weise verschlimmern Sie den Wanzenbefall, weil sich das Geschmeiß dort explosionsartig ausbreiten kann.

Milben im Bett bekämpfen

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Ein regelmäßiges Auslüften reduziert Hausmilben im Bett

Frische Luft ist Milben im Bett ein Gräuel. Tägliches Lüften zählt daher zum Pflichtprogramm, wenn Sie das Ungeziefer loswerden wollen. Gemacht werden darf das Bett erst nach dem Lüften, damit angesammelte Feuchtigkeit der Nacht erst einmal entweichen kann. In der Praxis gut bewährt haben sich folgende Maßnahmen, wenn Sie das kleine Ungeziefer im Bett ohne giftiges Spray bekämpfen wollen:

  • Bett regelmäßig frisch beziehen
  • gebrauchte Bettwäsche bei 60° waschen
  • morgens Bett nur aufdecken, gut lüften, anschließend erst aufschütteln
  • Zierkissen, Kuscheltiere waschen oder in die Tiefkühltruhe legen
  • Schlafzimmer täglich saugen mit Staubsauger und Schwebstoff-Filter (HEPA-Filter)

Wird es den Milben in Bettwäsche und Kopfkissen zu unruhig, ziehen sich die Schädlinge zurück in die Matratze. Um dem Gesindel hier beizukommen, können Sie die Matratze jedes Vierteljahr reinigen lassen. Diese Maßnahme dämmt Milbenbefall freilich nur ein. Experten gehen davon aus, dass in einer Matratze nach fünf bis sieben Jahren ein Höchststand von bis zu 1,5 Millionen Milben erreicht ist, was einen Austausch ratsam macht. Effektiver und letzten Endes günstiger lösen Sie das Problem mit einem Wasserbett.

Flöhe im Bett loswerden

Springendes Ungeziefer im Bett als Flöhe zu bestimmen, ist in wenigen Minuten geschehen. Sehr viel länger dauert die Prozedur, um die Blutsauger erfolgreich und ohne Chemie zu bekämpfen. Obige Tabelle nennt praxiserprobte Methoden, die Sie in sinnvoller Schrittfolge und in kurzen Zeitintervallen anwenden sollten. So werden Sie Flöhe im Bett wieder los:

  1. Waschpulver mischen mit 1 Teelöffel Salz und 1 guten Schuss Essig
  2. Bettwäsche abziehen und bei 60° waschen mit der Waschpulver-Mischung
  3. Matratze aus dem Bett nehmen und mit Dampfreiniger behandeln
  4. Bettgestell, Vorleger, Boden, Wände und Vorhänge saugen mit Staubsauger
  5. Staubsauger-Beutel aus dem Gerät nehmen, fest zubinden, eine Nacht einfrieren und in der Restmülltonne entsorgen

Diesen Vorgang wiederholen Sie im Abstand von 3 bis 5 Tagen für die Dauer von 8 Wochen. Ein derart langer Zeitraum stellt sicher, dass aus vorhandenen Eiern die Larven schlüpfen und von der Bekämpfung erfasst werden.

Unterstützende Maßnahmen

Teilen Sie Ihr Leben mit Hund oder Katze? Dann haben Sie die blutsaugenden Bettgenossen wahrscheinlichen Ihrem vierbeinigen Liebling zu verdanken. Parallel zum Bekämpfung vom Ungeziefer im Bett, sollten Sie daher Ihr Haustier mit einem Anti-Flohmittel vom Tierarzt behandeln. Hunde- und Katzendecke waschen Sie bitte ebenfalls alle paar Tage mit der Mixtur aus Waschpulver, Salz und Essig.

Eine Floh-Falle dient als Kontrollinstrument und reduziert zugleich den Befallsdruck. Sie können die Falle selber bauen. Zu diesem Zweck füllen Sie eine flache Schale mit Wasser, geben ein bis zwei Esslöffel Spülmittel hinzu und rühren die Flüssigkeit um. Stellen Sie die Schale auf den Boden neben Ihrem Bett und richten eine Lampe darauf aus. Die Flöhe werden vom Licht angezogen, hüpfen in die Falle und versinken, weil das Spülmittel die Oberflächenspannung des Wassers reduziert hat. Die Erfahrung hat erwiesen, dass Lampen mit gelbgrüner Leuchtquelle deutlich mehr Ungeziefer anlocken.

Häufig gestellte Fragen

Wie erkennt man Ungeziefer im Bett?

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Juckreiz am Morgen hat möglicherweise bei Ungeziefer seine Ursache

Bisswunden, Stiche und Juckreiz sind die ersten Hinweise auf Ungeziefer im Bett. Da Bettwanzen und Konsorten nachtaktiv sind, werden Sie die Schädlinge selten auf frischer Tat ertappen. Einen Befall können Sie erkennen, indem Sie Bett und Schlafzimmer einer sorgfältigen Kontrolle unterziehen. Halten Sie Ausschau nach Kotkrümeln, roten Blutflecken, kleinen Schuppen und winzigen Eiern oder cremefarbenen Larven an allen verborgenen, dunklen Orten.

Gibt es ein Spray gegen Ungeziefer im Bett?

Insektizide gegen Ungeziefer im Bett hält der Fachhandel in zahlreichen Varianten bereit. Zu bedenken bei einer Anwendung in Bett und Schlafzimmer sind die teilweise unklaren, chemischen und gesundheitsgefährdenden Bestandteile. Insbesondere ein Spray gegen Bettwanzen wirkt nur, wenn es unmittelbar auf die Insekten aufgesprüht wird. Das teure Mittel auf Verstecke, Nester und Laufwege zu applizieren, erzielt keinen Erfolg, sondern verpestet lediglich die Raumluft. Fernerhin sind die Eier immun gegen jegliches Spray.

Wie lange dauert es, bis mein Bett frei von Bettwanzen ist?

Die Bekämpfung eines Befalls mit Bettwanzen erfordert zumeist mehrere Behandlungen in zeitlichem Abstand von jeweils zwei Wochen. Abhängig von der Intensität des Befalls und Ihrer Mitarbeit, kann es drei bis sechs Monate dauern, bis Ihr Bett zur Wanzen-freien Zone erklärt wird.

Was kann ich tun, um aus dem Urlaub keine Bettwanzen in mein Schlafzimmer einzuschleppen?

Bei der Ankunft in Ihrem Hotelzimmer sollten Sie Ihr Reisegepäck keinesfalls in unmittelbarer Nähe zum Bett auspacken. Eventuell vorhandene Bettwanzen warten nur darauf, in Ihren Koffer zu krabbeln. Bewahren Sie Ihr Gepäck während des Urlaubs fest verschlossen auf. Untersuchen Sie regelmäßig Bett und Zimmer auf Hinweise, wie Kotkrümel oder tote Wanzen in Ritzen. Lagern Sie Ihre Koffer nach der Rückkehr daheim idealerweise in möglichst weiter Entfernung zum Schlafzimmer.

Ist Ungeziefer im Bett ein Zeichen für mangelhafte Hygiene?

Nein. Befall mit Ungeziefer im Bett steht in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der Sauberkeit. Bettwanzen gelangen über den Weg von Reisegepäck, alten Möbeln und Trödel ins Haus. Milben sind auch dort präsent, wo täglich geputzt und gesaugt wird. Lästige Flöhe dringen frech in Wohnräume ein, unabhängig vom hygienischen Zustand.

Tipps

Beidseitige Klebestreifen sind ein gutes Hilfsmittel, wenn Sie Ungeziefer im Bett bestimmen wollen. Befestigen Sie Klebestreifen am Bettrahmen, Kopfteil und den Standfüßen. Auf ihren nächtlichen Streifzügen bleiben die Parasiten kleben und können zweifelsfrei identifiziert werden.

Text: Paula Jansen

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