Tuberose überwintern – so erhalten Sie sie am Leben!

Der nächste Sommer kommt bestimmt! Ob sich der Garten dann ein erneutes Mal mit einer Tuberose schmücken darf, liegt in unserer Hand. Im Spätherbst bleibt einzig die Knolle übrig - und die verträgt keinen Frost! So bieten Sie ihr eine Wohlfühlumgebung.

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Die Tuberose muss im Winter nach drinnen umziehen

Tuberose hat keine Frosthärte entwickelt

Als ursprünglich mexikanische Zierpflanze hat die Tuberose eine Menge Schönheit zu bieten, jedoch keine nennenswerte Winterhärte im Gepäck. Obwohl die Pflanze laut einigen Anbietern durchaus Temperaturen von -5 bis -10 °C überleben soll.

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Für die oberirdischen Teile der Pflanze ist unsere winterliche Kälte eh keine Herausforderung, denn sie verwelken im Herbst. Für die übrig gebliebene Knolle ist in unseren Breitengraden das Blumenbeet keine sichere Zone. Sogar milde Winter sind ungünstig, denn Nässe lässt die Knollen faulen.

Die einzige Alternative: Ausgraben und Überwintern

Damit die Knollen auch im Folgejahr gesund austreiben und Sie ihre wundervollen, duftenden Blüten bewundern können, müssen Sie sie ausgraben und im Haus überwintern.

  • zunächst das Verwelken abwarten
  • Zwiebeln noch vor dem ersten Frost ausgraben
  • achtsam vorgehen, um Beschädigungen zu vermeiden
  • an einem luftigen Ort trocknen lassen
  • von Erdresten befreien
  • anschließend frostfrei, bei niedrigen Temperaturen lagern
  • dunklen und trockenen Raum wählen
  • beispielsweise eine Garage oder Keller
  • Zwiebeln regelmäßig wenden

Tipps

Eine Tuberose, die im Kübel gewachsen ist, kann damit in das Winterquartier gestellt werden. Entfernen Sie lediglich das welke Laub. Gießen Sie die Pflanze erst wieder, wenn sich im Frühjahr der erste Austrieb zeigt.

Ende der Winterruhe

Wann die Überwinterung enden kann und darf, hängt davon ab, ob Sie die Knollen direkt ins Beet pflanzen oder im Haus vortreiben wollen. Draußen können noch bis Mitte Mai Spätfröste auftreten. Ist die Witterung mild, kann das Einpflanzen ab Ende März beginnen und sollte idealerweise bis Ende April abgeschlossen sein. Bei späteren Pflanzungen ist nicht sicher, dass die verbleibende Vegetationszeit für eine üppige Blüte ausreicht.

Für das Vortreiben können die Knollen bereits ab Februar aus dem Winterquartier an einen hellen aber nicht zu warmen Platz geholt werden. Dort dürfen sie in Blumentöpfen mit nährstoffreicher, stets mäßig feuchter Erde austreiben. Ausgepflanzt werden sie jedoch erst im Mai oder Juni.

Text: Daniela Freudenberg

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