Tomaten ausdünnen

Tomaten ausdünnen – so locken Sie größere Früchte hervor

Es herrscht keine Einigkeit zwischen Tomatenpflanzen und Hobbygärtnern. Die Pflanzen wollen in die Breite verzweigen - Tomatenfreunde bevorzugen ein eintriebiges Wachstum mit großen Früchten. Durch richtiges Ausdünnen behalten Sie die Oberhand. So funktioniert es.

Warum tragen ausgedünnte Tomatenpflanzen größere Früchte?

Die meisten Tomatenpflanzen streben danach, möglichst üppig in die Breite zu verzweigen. Sie möchten viele Blüten und zahlreiche kleine Früchte produzieren, um sich zu vermehren. Tomatengärtner verfolgen hingegen das Ziel, voluminöse Früchte zu ernten. Ein gezieltes Ausdünnen ist folglich unumgänglich, um eine Tomatenpflanze in die gewünschte Richtung zu lenken. Überflüssige Seitentriebe sind zu entfernen; im Fachjargon als Ausgeizen bezeichnet.

Im Ergebnis verschwendet die Pflanze ihre Energie nicht in ein buschiges Wachstum, sondern in eine begrenzte Anzahl an Blüten und Früchten. Ausreichend versorgt mit Wasser und Nährstoffen, entwickeln sich stattliche und aromatische Tomaten. Während der gesamten Saison werden Tomatenpflanzen kontinuierlich ausgedünnt, weil sie sich so schnell nicht geschlagen geben. In der Pflege nimmt diese Tätigkeit somit eine zentrale Rolle ein.

Geiztriebe identifizieren und ausdünnen

Im Rahmen der Verzweigung entsprießen in den Blattachseln entlang des Haupttriebs unfruchtbare Seitentriebe, auch Geiztriebe genannt. Auf deren Beseitigung konzentriert sich das Ausdünnen. So gehen Sie dabei vor:

  • einen Geiztrieb von 3-5 Zentimetern Länge zwischen zwei Fingern ergreifen und ausknipsen
  • größere Seitentriebe hin und her bewegen, bis sie aus der Blattachsel ausbrechen
  • ausgedünntes Pflanzenmaterial zu Boden fallen lassen als wertvollen Mulch

Je mehr Tomaten Sie anbauen, desto schneller entgeht schon einmal ein Geiztrieb Ihrer Aufmerksamkeit. Besteht durch das Ausdünnen die Gefahr einer größeren Wunde, brechen Sie einzig die Triebspitze aus. Zumindest wird auf diese Weise eine kräftezehrende Blüte verhindert. Schneiden Sie Tomatenpflanzen möglichst nicht. Gegenüber einem Ausbrechen birgt diese Methode des Ausdünnens eine erheblich höhere Gefahr einer Infektion durch Krautfäule.

Tipps & Tricks

Den recht unangenehmen Geruch von Pflanzensaft an den Fingern verhindern erfahrene Hobbygärtner, indem sie während des Ausdünnens Einweg-Handschuhe tragen. Alternativ beugt eine dicke Schicht aus Niveacreme der unliebsamen Duftentwicklung wirksam vor.

Text: Paula Jansen

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