Tigerlotus vermehren – diese Möglichkeiten gibt es

In seiner Ursprungsheimat Afrika wächst der Tigerlotus in der freien Natur. Hierzulande steht ihm ein vergleichsweise kleiner Raum im Aquarium zur Verfügung. Dennoch können wir auch unter diesen Bedingungen den Tigerlotus mühelos vermehren.

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Der Tigerlotus lässt sich gut über Samen vermehren

Auf Selbstvermehrung setzten

Geht es darum, eine größere Fläche im Becken mit dem Tigerlotus zu bedecken, sollte ein darin eingesetztes Exemplar ideale Lebensbedingungen und eine gute Pflege bekommen:

  • Wassertemperatur um 23 °C
  • CO2 10-40 mg/l
  • pH-Wert 6-7
  • gute Beleuchtung
  • bedarfsgerechte Düngung (der Rote Tigerlotus benötigt mehr Nährstoffe)

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Schon bald nach dem Einpflanzen wird sich der Tigerlotus üppig entwickeln, sich mit Ausläufern ausbreiten und so seine eigene Vermehrung vorantreiben.

Knolle von der Pflanze abtrennen

Der Tigerlotus hat eine Knolle und zugleich Wurzeln. Findige Aquarianer lösen die Knolle vorsichtig vom Rest der Pflanze ab. Die Pflanze kann auch ohne Knolle weiter bestehen, während aus der “nackten” Knalle bald ein Neuaustrieb folgt. Schon hat die Pflanzenverdoppelung geklappt. Versuchen Sie jedoch nicht die Knolle zu teilen, das kann dazu führen, dass die Pflanze abstirbt.

Vermehrung durch Tochterpflanzen

Aus der Knolle der Mutterpflanze wachsen Triebe, die sich mit der Zeit zu eigenständigen Pflänzchen entwickeln. Diese bilden schließlich eigene Knollen aus. Trennen Sie diese Jungpflanzen von der Mutterpflanze ab, damit Sie sie an anderer Stelle des Beckens einpflanzen können. Die Tochterpflanzen sind identisch mit der Mutterpflanze und sind ideal für die Verjüngung geeignet.

Vor allem der Rote Tigerlotus kann reichlich Ausläufer bilden, wenn er viel Licht und reichlich Dünger bekommt. So lässt er sich einfach über Ausläufer vermehren.

Vermehrung über Samen

Samen zu gewinnen ist nicht schwer. Lassen Sie an einem Tigerlotus Schwimmblätter wachsen und warten Sie die Blüte an der Wasseroberfläche ab. Da der Tigerlotus ein Nachtblüher ist, müssen Sie entsprechend in der Nacht tätig werden:

  • erst in der zweiten Nacht handeln
  • Blüte leicht massieren
  • so erfolgt die Bestäubung (selbstvertil)

Nach dem die Frucht die Samen freigesetzt hat, schwimmen diese im Wasser, wo sie nach etwa acht Tagen keimen.

Tipps

Wenn Sie eine unkontrollierte Vermehrung verhindern möchten, sollten Sie die Samen selbst ernten und nur einen Teil davon ins Wasser geben.

Text: Daniela Freudenberg

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