Kompost

Pflege & Befüllung: Worauf achten bei einem Thermokomposter?

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Die Kompostierung von Pflanzenabfällen ist eine umweltfreundliche Methode, durch die organische Abfälle wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt und nährstoffreiche Erde erzeugt werden. Bei begrenztem Platzangebot bietet sich hierfür ein Thermokomposter an, der bereits nach einigen Monaten fertige Komposterde liefert.

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Thermokomposter sparen Platz

Die Vorteile eines Thermokomposters

  • Thermokomposter benötigen wesentlich weniger Platz als ein klassischer Komposthaufen oder eine Miete. Sie sind daher ideal für kleine Gärten und können sogar auf einem dem Balkon oder der Terrasse aufgestellt werden.
  • Da die Behälter geschlossen sind, wirkt alles angenehm aufgeräumt.
  • Durch den Deckel und die hohen Temperaturen im Inneren gibt es so gut wie keine Geruchsentwicklung.
  • Schutzgitter an der Unterseite verhindern, dass Mäuse und Ratten an den Inhalt des Komposters gelangen.
  • Den fertigen Dünger können Sie durch die große Klappe an der Unterseite bequem entnehmen.

Ein weiterer Vorteil ist die Qualität des Düngers: Im Thermokomposter entsteht Schnell- oder Mulchkompost. Dieser enthält deutlich mehr Nährstoffe als der in der offenen Rotte entstehende Reifekompost.

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Ideale Größe und Standortbedingungen

Die Behälter der Thermokomposter haben in der Regel ein Fassungsvermögen von 400 bis 900 Liter. Dieses Volumen ist optimal für Gärten zwischen 100 und 400 Quadratmeter.

Der Kompostbehälter sollte an einem halbschattigen Platz auf einer ebenen Fläche aufgestellt werden, damit die Unterseite guten Kontakt zum Gartenboden hat. Dadurch können Regenwürmer und andere nützliche Tiere problemlos in den Kompost einwandern.

Warum verrotten Gartenabfälle im Thermokomposter so rasch?

Durch den speziellen Aufbau dieser Behälter wird der Kompostierungsprozess beschleunigt:

  • Je nach Variante ist der Thermokomposter isoliert oder doppelwandig konstruiert. So wird die Wärme im Inneren gehalten und die Mikroorganismen finden optimale Bedingungen vor. Es entstehen Temperaturen von bis zu 70 Grad, bei denen selbst Samen und Unkräuter zuverlässig zersetzt werden.
  • Thermokomposter haben ein Belüftungssystem, das die Luftzirkulation fördert. So ist gewährleistet, dass ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht.

Die Nachteile des Thermokomposters

Die Kompostbehälter haben ein recht überschaubares Füllvolumen und eignen sich daher eher für kleinere Gärten. Fällt bei Ihnen viel organischer Abfall an, lässt sich der Thermokomposter aber sehr gut mit anderen Methoden kombinieren. Dies empfiehlt sich beispielsweise, wenn Sie regelmäßig größere Mengen Schnittgut kompostieren wollen.

Die meist aus witterungsbeständigem Kunststoff gefertigten Behälter sind in der Anschaffung teurer als andere Kompostierungsverfahren. Für eine gute Verrottung des Inhalts ist außerdem eine gewisse Überwachung erforderlich. Halten Sie sich bei der Befüllung und Pflege genau die Anweisungen des Herstellers, denn nur dann erfolgt die Zersetzung der organischen Stoffe in der gewünschten kurzen Zeit.

Tipp

Auch beim Füllen des Thermokomposters gibt es einiges zu beachten. Um Gärungen zu vermeiden, ist es wichtig, dass sich etwa gleich viel feuchtes und trockenes Material im Behälter befindet. Zerkleinern Sie alle Materialien gut, damit die Rotte schnell und problemlos ablaufen kann.

Bilder: M. Schuppich / stock.adobe.com