Tellerhortensie so wenig wie möglich schneiden

Die dekorativen und sehr üppig blühenden Tellerhortensien sind für jeden Garten eine Zierde. Damit der Blütenstrauch allerdings tatsächlich blüht, darf er nur wenig geschnitten werden.

Tellerhortensie Rückschnitt
Schneiden Sie Ihre Tellerhortensie möglichst sparsam
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Tellerhortensie möglichst im Frühjahr schneiden

Mit Ausnahme der Rispen- und der Schneeballhortensien sollten fast alle Hortensienarten möglichst wenig geschnitten werden. Auch die Tellerhortensie gehört zu diesen Arten, die ausschließlich an den älteren Trieben Blütenknospen ausbilden. Ein regelmäßiger Rückschnitt würde die bereits im vorjährigen Herbst angelegten Knospen entfernen und so eine Blüte verhindern. Aus demselben Grund sollten Gärtner die verblühten Blütenstängel übrigens an der Pflanze lassen, denn die sich neu bildenden Knospen sitzen direkt unter den alten Blütenständen. Zudem werden die abgeblühten Teile als Winterschutz für die neuen Knospen gebraucht. Deshalb ist es besser, erst im zeitigen Frühjahr zur Gartenschere zu greifen.

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Alljährliche Schnittmaßnahmen

Neben dem Entfernen abgeblühter Blütenstände können Sie zum selben Zeitpunkt weitere pflegerische Schnitte durchführen.

  • Entfernen Sie zunächst die abgeblühten Blütenstände.
  • Schneiden Sie dabei möglichst knapp oberhalb der neuen Knospen.
  • Achten Sie darauf, diese nicht versehentlich abzuschneiden.
  • Es werden sich nämlich in diesem Jahr keine neuen mehr bilden.
  • Kappen Sie nun erfrorene Triebspitzen.
  • Totholz wird direkt über dem Boden herausgeschnitten.
  • Lichten Sie den Strauch aus, indem Sie sich überkreuzende Triebe entfernen.
  • Ebenso sich überkreuzende Zweige.
  • Lassen Sie möglichst keine Stummel stehen, sondern schneiden Sie direkt am Ansatz.
  • Die Zweige und Triebe dürfen nicht gequetscht werden, da sonst ihre Versorgung mit Wasser und Nährstoffen leidet.
  • Verwenden Sie zum Schneiden nur scharfes und sauberes Werkzeug.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob ein Trieb tatsächlich tot ist oder nicht, machen Sie sicherheitshalber die Nagelprobe: Ritzen Sie die Rinde des betreffenden Zweigs mit dem Fingernagel leicht an. Ist das Holz darunter grün, lebt der Zweig und braucht nicht geschnitten zu werden. Braunes, verdorrtes Holz kann dagegen weg.

Alle drei Jahre einen Verjüngungsschnitt durchführen

Den oben beschriebenen Erhaltungsschnitt können Sie jedes Jahr durchführen und sparen sich in dem Fall den sonst alle Jahre fälligen Verjüngungsschnitt. Ohne diesen würde die Tellerhortensie vergreisen, immer weniger Blüten ausbilden und schließlich einen nur noch kümmerlichen Anblick bieten. Im Grunde genügt es aber, den notwendigen Schnitt zur Verjüngung etwa alle zwei bis drei Jahre durchzuführen, wobei Sie ungefähr die Hälfte der ältesten Triebe direkt am Boden herausschneiden sollten.

Tipps & Tricks

Stark vergreiste und sehr lange nicht mehr geschnittene Tellerhortensien (sozusagen “hoffnungslose” Fälle) werden auf etwa 15 bis 20 Zentimeter über dem Boden radikal herunter geschnitten. In der Regel erholen sich diese Exemplare nach etwa zwei bis drei Jahren und treiben neu aus. Helfen Sie mit reichlich Wasser und einer guten Düngung kräftig nach, auch der Winterschutz sollte nicht fehlen.

Text: Ines Jachomowski

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