Spiraea
Schneeweiß oder zartrosa blüht der schöne Spierstrauch

Spierstrauch

Vom majestätischen Frühlingsblüher bis zum betörend duftenden Bodendecker, erfüllt die facettenreiche Gattung der Spiersträucher gärtnerische Gestaltungsträume. Fragen Sie sich, wie das winterharte, sommergrüne Ziergehölz in Ihrem Garten zu kultivieren ist? Hier lesen Sie alle Antworten auf oft gestellte Fragen.

Spierstrauch richtig pflanzen

Das optimale Zeitfenster für die Pflanzung ist geöffnet von August bis Oktober. Alternativ setzen Sie den Spierstrauch im Frühjahr in den aufgetauten Boden. Während das Erdreich penibel gejätet und geharkt wird, tränken Sie den Wurzelballen in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Heben Sie eine geräumige Pflanzgrube aus, um den Aushub anzureichern mit Kompost und Hornspänen. Daraufhin topfen Sie die junge Spiere aus und pflanzen sie mittig ein. Die bisherige Pflanztiefe sollte dabei möglichst bewahrt bleiben. Mit den Händen wird das Substrat verfestigt, um eine Laubschicht auszubreiten und anzugießen. Zum guten Schluss erhält die Spiere einen Pflanzschnitt. Hierzu kürzen Sie alle Triebe um die Hälfte bis zwei Drittel ein.
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Pflegetipps

Fachgerecht gepflanzt, verlangt ein Spierstrauch nur selten nach gärtnerischer Aufmerksamkeit. Damit sich die opulente Blütenfülle, das dichte Blätterkleid und der betörende Duft entfalten, kommt es auf folgende Kultivierung an:

  • Das Gehölz regelmäßig gießen bei Trockenheit
  • Im Anschluss an eine Startdüngung im Frühjahr, alle 2-3 Wochen mulchen mit Kompost, Laub oder Grasschnitt
  • Topfpflanzen von April bis August verwöhnen mit Flüssigdünger
  • Rückschnitt der Frühlingsboten unmittelbar nach der Blüte
  • Sommerblüher im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr schneiden
  • Winterschutz im Pflanzjahr sowie für Spieren im Kübel ratsam

Sofern Sie einen Spierstrauch im Frühling pflanzen, rückt eine ausreichende Wasserversorgung während des Sommers in den Fokus. Im Gegensatz zur Pflanzung im regenreichen Herbst, kommen Sie während der trockenen Jahreszeit um einen regelmäßigen Gang zu ihrem Zögling mit der Gießkanne in der Hand nicht herum.
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Welcher Standort ist geeignet?

Zu seinen herausragenden Attributen zählt die flexible Einstellung gegenüber den Standortbedingungen. Der Spierstrauch gedeiht prächtig in sonnigen bis halbschattigen Lagen und lässt Sie selbst im lichten Schatten nicht im Stich. Seine Wurzeln breitet das Ziergehölz in jeder normalen Gartenerde aus, die gerne kalkhaltig sein darf. Einzig mit Staunässe möchte das Prachtstück nicht behelligt werden.
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Der richtige Pflanzabstand

Um den idealen Pflanzabstand gekonnt zu bemessen, werfen Sie bitte einen Blick auf die zu erwartende Wuchshöhe und -breite. Da die Gattung aufwartet mit zierlichen Zwergsorten bis hin zu mächtigen Blütentürmen, haben wir empfehlenswerte Distanzen für beliebte Arten für Sie zusammengetragen:

  • Prachtspiere: 100-150 cm Pflanzabstand
  • Japanische Strauchspiere: 50-60 cm Pflanzabstand
  • Zwerg-Spiere: 30-40 cm Pflanzabstand

Bitte bedenken Sie bei der Bemessung des Pflanzabstandes, dass Spierstrauch-Arten mehrheitlich annähernd so breit wie hoch gedeihen. Darüber hinaus legen zahlreiche Gehölze eine rasante Wuchsgeschwindigkeit an den Tag von bis zu 50 cm jährlich, sodass scheinbare Lücken innerhalb kurzer Zeit gefüllt sind.
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Wann ist Blütezeit?

Clever kombiniert, zieren die verschwenderischen Spierstrauch-Blüten vom Frühling bis zum Herbst Garten und Balkon. Zu Ihrer Orientierung haben wir die Blütezeiten populärer Arten für Sie aufgelistet:

  • Brautspiere und Frühlingsspiere: Blütezeit von April bis Mai
  • Prachtspiere: Blütezeit von Mitte Mai bis Ende Juni
  • Japanische Strauchspiere: Blütezeit von Juni bis Juli
  • Rote Sommerspiere: Blütezeit von Juli bis September

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Spierstrauch richtig schneiden

Ausgestattet mit einer robusten Schnittverträglichkeit, halten Sie das Wachstum eines Spierstrauches mit der Gartenschere problemlos unter Kontrolle. Die Blütezeit definiert den idealen Zeitpunkt. Frühlings-blühende Arten schneiden Sie unmittelbar nach der Blütezeit zurück, während die Sommerblüher im Spätwinter einen Rückschnitt erhalten. Scheuen Sie nicht, zu lange Triebe während der Vegetationsperiode einzukürzen. Die Schnittführung selbst folgt diesem Ablauf:

  • Triebe wahlweise um bis zu zwei Drittel einkürzen
  • Den gesamten Strauch gründlich auslichten
  • Nach innen gerichtete sowie sich reibende Triebe abschneiden
  • Für den Vasenschmuck vollständig erblühte Zweige schneiden

Setzen Sie die Schere 1-2 mm oberhalb eines nach außen gerichteten Knotens an. Ein solcher Knoten ist als leichte Erhebung unter der Rinde zu erkennen. Diese Schnittführung animiert die Pflanze dazu, an dieser Stelle munter zu verzweigen für einen buschigen Habitus.
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Spierstrauch gießen

Wenngleich der Spierstrauch kurzzeitige Trockenheit toleriert, fördert eine gleichmäßige Bodenfeuchte das Wachstum und die Blühfreudigkeit. Trocknet die Erdoberfläche an, gießen Sie die Pflanze in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend. Um die Blütenpracht nicht zu beeinträchtigen, sollte von einer Überkopf-Beregnung Abstand genommen werden. Sofern Sie die herrlich duftende Blütenschönheit im Kübel kultivieren, prüfen Sie alle paar Tage per Daumenprobe den Feuchtigkeitsgehalt des Substrats. Fühlen sich die oberen 2-3 cm trocken an, wird unmittelbar auf die Wurzelscheibe gegossen..
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Spierstrauch richtig düngen

Eine Startdüngung im März/April bringt das Wachstum auf Trapp. Arbeiten Sie etwas Kompost mit Hornspänen oberflächlich in die Erde ein. Wahlweise kommt ein Stickstoff-betonter mineralisch-organischer Dünger zur Anwendung. In der Folge erweist sich der genügsame Spierstrauch dankbar für eine Mulchschicht aus Laub, Rasenschnitt oder Kompost. Für eine Spiere im Kübel empfehlen wir regelmäßige Gaben von Flüssigdünger von April bis August.
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Überwintern

Der Spierstrauch ist vollkommen winterhart und bedarf keiner Vorkehrungen für die Überwinterung. Einzig im Pflanzjahr empfehlen wir die Ausbreitung einer Laubschicht auf der Wurzelscheibe, da sich die Frosthärte noch nicht vollständig ausgebildet hat. Für Exemplare im Kübel sind folgende Maßnahmen sinnvoll:

  • Im Herbst das Pflanzgefäß umhüllen mit Noppenfolie, Jute oder Vlies
  • Einen Holzblock oder eine Styroporplatte unterschieben
  • Das Substrat abdecken mit Stroh, Herbstlaub oder Nadelreisig

Wo genügend Platzkapazität zur Verfügung steht, siedelt eine Spiere im Topf um ins frostfreie Winterquartier. Gießen Sie die Pflanze ab und zu, damit der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet.
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Spierstrauch vermehren

Die lange Liste seiner überzeugenden Vorzüge, setzt der Spierstrauch in Bezug auf die Vermehrung nahtlos fort. Bewährte Methoden haben wir hier für Sie zusammengetragen:

  • Im Frühsommer Absenker zu Boden ziehen, den mittleren Teil eingraben, bis ein eigenständiges Wurzelsystem entsteht
  • Während des Sommers Kopfstecklinge abschneiden und im Topf mit magerem Substrat pflegen
  • Im September Steckhölzer schneiden, in den Boden pflanzen und bewurzeln lassen
  • Aussaat der Samen hinter Glas oder unmittelbar im Beet

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Ist Spierstrauch giftig?

Der bezaubernde Spierstrauch hat einen besonderen Platz in jedem Familiengarten verdient. Da das opulente Ziergehölz nicht giftig ist, geht von ihm keinerlei gesundheitliche Gefahr aus. Gutmütig so manchen Anfängerfehler verzeihend, gilt die Spiere idealer Kandidat, um bei interessierten Kindern die Freude an der Hobbygärtnerei zu wecken.
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Schöne Sorten

  • Brautspiere: Traumhaft schöner Frühlingsblüher in leuchtendem Weiß und beeindruckender Präsenz; Wuchshöhe 150-200 cm
  • Triumphans: Die leuchtend roten Kolbenblüten zieren das Gehölz von Juni bis Juli; Wuchshöhe 150-200 cm
  • Anthony Waterer: Atemberaubende Sommerspiere mit rubinroten Doldenblüten bis September; Wuchshöhe 60-100 cm
  • Albiflora: Zierliche Zwerg-Spiere, die sich in weiße Blütenwolken hüllt von Juli bis September; Wuchshöhe 50-70 cm
  • Golden Princess: Wunderbares Farbenspiel dank rosa Sommerblüten über gold-gelben Blättern; Wuchshöhe 40-50 cm
Text: Paula Jansen

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