Das Silberblatt – giftig oder nicht?

Das sogenannte Einjährige Silberblatt (Lunaria annua) wird aufgrund seiner attraktiven Blüten und Samenstände in immer mehr Gärten gezielt kultiviert. Daher stellt sich auch immer häufiger die Frage, ob die Pflanze denn giftig ist und damit eine Gefahr für Kinder und Haustiere darstellt.

Silberblatt gefährlich
Das schöne Silberblatt ist ungiftig

Der Unterschied zwischen Blättern und Samen

Im Gegensatz zum tatsächlich giftigen und gelegentlich ebenfalls als Silberblatt bezeichneten Weißfilzigen Greiskraut (Senecio biscolor) ist das Silberblatt der Gattung Lunaria an sich nicht sehr gefährlich. Immerhin können die Pflanzenteile wie Stengel und Blätter sogar auf die folgenden Arten in der Küche genutzt werden:

  • wie Kresse auf dem Butterbrot
  • als Bestandteil in Gemüsebeilagen
  • in Kräutersalaten

Dies gilt aber nur für die grünen Pflanzenteile und nicht für die Samen, die verschiedene Alkaloide enthalten. Die Samenkörner enthalten zu etwa 70 % den Giftstoff Lunarin, daneben aber auch andere Alkaloide.

Vorsicht bei der Verwendung als Dekorationsmaterial

Besonders gerne wird das Silberblatt im Garten ausgesät, um nach der erfolgreichen Vermehrung die haltbaren Samenschötchen mitsamt den Stengeln abzuschneiden und als herbstliche Dekoration im Haus zu verwenden. Dies sollte aber nur geschehen, wenn herausgefallene Samenkörner nicht versehentlich durch Haustiere oder kleine Kinder verzehrt werden können.

Tipps

Das grüne Kraut des Silberblatts ist nicht nur für Menschen ungefährlich, sondern kann auch als Abwechslung auf dem Speiseplan an Schildkröten und andere Kleintiere im Garten verfüttert werden.

Text: Alexander Hallsteiner

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