Methoden, mit denen Sie Seidelbast vermehren könne

Seidelbast kommt mit nahezu jedem Standort zurecht. Er lässt sich sogar in Naturhecken anbauen. Die Pflanzen sind im Gartenfachhandel teuer - Grund genug, es selbst einmal zu versuchen, Seidelbast zu vermehren. Hilfreiche Tipps zur Vermehrung.

Seidelbast Vermehrung
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Seidelbast zu vermehren

Die verschiedenen Methoden der Vermehrung von Seidelbast

  • Aussaat
  • Absenker
  • Veredelung
  • Triebstecklinge

Seidelbast aussäen

Die Aussaat ist die einfachste Möglichkeit, Seidelbast zu vermehren. Wenn Sie schon eine hübsche Sorte im Garten pflegen, sammeln Sie einfach die vollreifen Steinfrüchte im August. Dass die Früchte reif sind, erkennen Sie an der leuchtend roten Farbe.

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Streuen Sie die Früchte gleich nach dem Pflücken auf einen geeigneten Standort im Garten oder in kleine Töpfe, die Sie aber im Winter draußen stehen lassen müssen.

Die Samen benötigen eine Kältephase (Stratifizierung), bevor sie im nächsten Frühjahr keimen.

Durch Absenker vermehren

Die meisten Seidelbaststräucher bilden ganz von allein Absenker. Graben Sie diese Ableger einfach aus, wenn die Neuaustriebe groß genug sind.

Um selbst Absenker zu gewinnen, biegen Sie im Frühjahr einen oder mehrere Triebe auf den Boden. Ritzen Sie die Stiele in Abständen von circa 20 bis 30 Zentimetern leicht an.

Anschließend bedecken Sie die Absenker mit Erde und befestigen sie mit Steinen oder Zeltheringen. Dass die Absenker angewurzelt sind, erkennen Sie, wenn Neutriebe aus der Erde wachsen.

Seidelbast veredeln

Einige Seidelbast-Züchtungen lassen sich nur durch Veredeln vermehren. Diese Methode ist sehr aufwendig und gelingt meist nur Gärtnern, die über viel Erfahrung mit der Veredelung von Gehölzen verfügen.

Vermehrung durch Triebstecklinge klappt selten

Sie können natürlich auch versuchen, den Seidelbast über Triebstecklinge zu vermehren. Schneiden Sie dafür nach der Blüte oder im Frühherbst einige, nur leicht verholzte Triebe ab und stecken sie in vorbereitete Pflanzerde.

Seien Sie aber nicht enttäuscht, wenn die meisten Versuche fehlschlagen. Die Vermehrung über Stecklinge wird von Gartenexperten nicht empfohlen, da sich nur aus den wenigsten Stecklingen neue Seidelbast-Pflanzen entwickeln.

Tipps

Beim Pflegen von Seidelbast ist Vorsicht geboten. Die hübsche Zierpflanze ist stark giftig. Schon der Hautkontakt kann leichte Vergiftungserscheinungen auslösen. Tragen Sie deshalb prinzipiell Handschuhe, wenn Sie Seidelbast berühren müssen.

Text: Sigrid Hestermann

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