Der Schwimmteich: Ein kleines Biotop mit hohem Freizeitwert

Schwimmteiche liegen voll im Trend. Das liegt unter anderem daran, dass bei dieser Variante der eigenen Badegelegenheit vollständig auf Chemie verzichtet werden kann. Gleichzeitig ist der Badeteich ein Ökosystem, das ganzjährig eine ästhetische Bereicherung für den naturnah gestalteten Garten darstellt.

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Der Schwimmteich bietet Mensch und Tier ein Vergnügen

Was ist ein Schwimmteich?

Im Unterschied zu einem klassischen Pool ist der Schwimmteich in zwei Zonen aufgeteilt:

  • Ein etwa 150 Zentimeter tiefer Schwimmbereich ohne Pflanzen. Dieser ist meist rechteckig angelegt, sodass möglichst viel Platz zum Schwimmen bleibt.
  • Eine mindestens doppelt so große Pflanzzone, welche die biologische Reinigung des Wassers übernimmt. Sie ist flacher als die Badezone und gliedert sich in Uferzone, Sumpfzone, Flachwasserzone und Tiefwasserzone auf.

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Eine Trennwand, die bis knapp unter die Wasseroberfläche reicht, trennt beide Bereiche voneinander ab und verhindert, dass die Pflanzen in den Schwimmbereich hineinwachsen.

Damit dieses in sich geschlossene Ökosystem gut funktioniert, muss ein Schwimmteich deutlich größer geplant werden als ein klassischer Pool. Es gibt allerdings auch Varianten, bei denen zusätzlich zu den Gewächsen Pumpen oder Filteranlagen für klares Wasser sorgen.

Ein Badeteich kann theoretisch ohne Fische angelegt werden. Dessen ungeachtet werden sich im Laufe der Zeit verschiedenste Tiere wie Frösche, Molche und Insekten einfinden und das Gewässer mit Ihnen teilen.

Welcher Standort eignet sich?

  • Zunächst benötigen Sie einen ausreichend großen Garten. Experten empfehlen, mindestens 60 Quadratmeter freie Fläche. Soll sich der Schwimmteich vollständig selbst reinigen, sollte er besser 100 Quadratmeter umfassen. Diese Fläche unterteilt sich in 60 Quadratmeter Pflanz- und 40 Quadratmeter Schwimmzone.
  • Idealerweise wird der Platz zumindest teilweise durch eine Hauswand beschattet, denn Pflanzen und Fische vertragen volles Sonnenlicht schlecht. Zudem erwärmt sich ein schattig gelegener Teich im Sommer nicht so stark, was übermäßiger Algenbildung vorbeugt.
  • Gleichzeitig sollte nur wenig herabfallendes Laub in dem kleinen Gewässer landen. Zu viel von außen eingebrachtes Pflanzenmaterial würde für einen Nährstoffüberschuss sorgen, der eine Algenblüte zur Folge haben kann.

Kann ich einen Schwimmteich selbst bauen?

Es ist durchaus möglich, einen Badeteich selbst anzulegen. Da es wichtig ist, dass alle Bereiche in einem ausgewogenen Verhältnis stehen und dass auch ein eventuelles Filtersystem auf das Kleingewässer abgestimmt ist, empfiehlt es sich jedoch, einen Fachbetrieb zurate zu ziehen.

Insbesondere die harmonische Bepflanzung ist von Bedeutung:

  • Seerosen und Schwimmblattpflanzen dienen als Schattenspender und reduzieren das Algenwachstum.
  • Unterwasserpflanzen entziehen dem Gewässer Nährstoffe und hemmen dadurch den Algenbewuchs.

Was kostet die Anlage eines Schwimmteiches?

Lassen Sie den Teich von einer Firma anlegen, müssen Sie je nach Gelände und Aufwand mit Kosten zwischen 200 und 500 EUR je Quadratmeter Teichfläche rechnen. Durch Eigenleistung können Sie diese Aufwendungen jedoch spürbar reduzieren. Es lohnt sich zudem, mit mehreren Unternehmen vor Ort zu sprechen und die Angebote zu vergleichen.

Tipps

Bei der Bepflanzung eines Schwimmteichs sollten Sie darauf achten, dass sich die Gewächse im Bezug auf den Nährstoffverbrauch gut ergänzen. Nur so ist sichergestellt, dass das Ökosystem in heißen Sommern gut funktioniert und ein übermäßiges Algenwachstum ausbleibt. Dies gilt im Übrigen auch für alle Gartenteiche ohne Schwimmzone.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: 2M media/Shutterstock

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