Schwimmende Klärmeister im Gartenteich

Sogenannte Schwimmpflanzen haben im Gartenteich nicht nur einen schmückenden, sondern gleichzeitig einen intensiv wasserklärenden Effekt. So profitieren Sie von den schwimmenden Sympathen in gleich zweifacher Hinsicht.

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Der Froschbiss ist eine schöne, einheimische Schwimmpflanze

Das Besondere an Schwimmpflanzen

Schwimmpflanzen sind Wasserpflanzen, die sich an eine eigentlich sehr prekäre Nische des Wassermilieus angepasst haben: sie gedeihen nämlich sozusagen zwischen Wasseroberfläche und Gewässergrund, also quasi mittendrin. Ihre Blätter und Blüten schwimmen auf oder knapp unter der Wasseroberfläche, ihre Wurzeln sind aber nicht wie bei Seerosen im Gewässergrund verankert. Sie schwimmen also wirklich und können deshalb nur in vollkommen stehenden Gewässern leben.

Außerdem muss das Wasser nährstoffreich sein. Denn ihre Nahrung nehmen Schwimmpflanzen mangels Bodenverankerung nur über das Wasser direkt auf. Aus diesem Grund sind Schwimmpflanzen für Gartenteiche sehr interessant. Die Bedingung des stehenden Gewässers ist ja vollkommen erfüllt, sodass Froschbiss und Co. nach Herzenslust zur Teichgestaltung genutzt werden können.

Gleichzeitig entsteht zwischen Schwimmpflanzen und Gartenteichbesitzer in Sachen Nährstoffregulation eine Win-win-Situation: Während erstere dankbar für den meist sowieso schwer niedrig zu haltenden Nährstoffgehalt im Wasser sind, freuen sich zweitere über dessen kostenlose Verwertung.

Was Schwimmpflanzen also so attraktiv für Sie macht:

  • Schöner, natürlicher Schmuckwert
  • Sind optimal an die Bedingungen des Gartenteichs angepasst
  • Verwerten nur allzu gern überschüssige Nährstoffe direkt aus dem Wasser

Schwimmpflanzen mit unterschiedlichen Eigenschaften

Zu den besonders ansehnlichen und klärfreudigen Schwimmpflanzen gehören zum Beispiel:

  • Froschbiss – sehr hübsche, heimische Schwimmpflanze mit kleinen, seerosenartigen Schwimmblättern und weißen Blütchen. Sie nimmt sehr viele Nährstoffe über ihre feinen Wurzelhaare auf
  • Algenfarn – aus den Tropen stammend und deshalb nicht winterhart – dafür aber mit äußerst hübschen, flachschuppigen Blättern gesegnet, die sich im Herbst tiefrot färben
  • Kleine Wasserlinse – heimische Schwimmpflanze, die einen dichten, frischgrünen Teppich aus kleinen, linsenförmigen Blattgrüppchen bildet. Wegen dessen abschattendem Effekt muss sie aber regelmäßig ausgelichtet werden. Sie hat eine äußerst klärende Wirkung.
  • Muschelblume – sehr dekorative, muschelförmig aufgehöhlte Blattrosetten auf der Wasseroberfläche. Intensiv nährstoffverwertend, allerdings nicht winterhart
  • Wasserhyazinthe – kann sehr hübsch blühen, allerdings nur bei warmen, luftfeuchten Bedingungen. Außerdem muss die Tropenpflanzen drinnen überwintert werden
  • Sternlebermoos – eine sehr attraktive, winterharte, submerse Strukturpflanze mit aparter gabeliger Verzweigung. Lässt sich allerdings leicht von wüchsigen Nachbarn wie der Wasserlinse verdrängen

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: Lorant Matyas/Shutterstock

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