Schimmel im Blumentopf

Hin und wieder kommt es vor, dass sich auf der Erdoberfläche von Kübelpflanzen oder auch Zimmerpflanzen weißer Schimmel bildet. Diese Veränderung der Erde kann jedoch mit einfachen Mitteln behoben werden.

schimmel-im-blumentopf
Bei Schimmel im Blumentopf ist Umtopfen die richtige Maßnahme

Schimmel auf Blumenerde entfernen und verhindern

Schimmel auf der Blumenerde ist nicht nur für die Pflanze schlecht. Menschen, die zu Allergien neigen, können durch die umher schwirrenden Sporen krank werden. Riechen Sie also nicht an der Blumenerde, sondern verlassen sich auf Ihr Auge. Schimmel hat eine flaumige Struktur und breitet sich flächig aus. Weiße Kalkablagerungen, die ebenfalls vorkommen können, sind krümelig und trocken.
Bei einem starken Schimmelbefall kommt es unter Umständen zu Erkrankungen wie

  • Hautreizungen
  • Atemwegserkrankung
  • Konzentrationsstörungen
  • Hustenreiz
  • Asthmaanfälle
  • erhöhte Anfälligkeit für Infekte

Lesen Sie auch

Auch Haustiere können durch Schimmelsporen erkranken.

Bildet sich Schimmel auf der Blumenerde, sollte sofort gehandelt werden. Sie müssen davon ausgehen, dass bereits die gesamte Erde im Topf mit Schimmelsporen durchsetzt ist. Ein einfaches Abkratzen der befallenen Oberfläche reicht in keinem Fall aus.

Erste Hilfe bei schimmelnder Blumenerde

Entdecken Sie die verräterischen weißen Beläge auf Ihrer Blumenerde, handeln Sie sofort. Bringen Sie die befallene Pflanze nach draußen. Sind Sie anfällig für Allergien, tragen Sie bei der Arbeit Handschuhe und eine Atemmaske, damit Sie keine Sporen einatmen.

  • Topfen Sie Ihre Pflanzen um
  • Verwenden Sie frische Erde
  • Entfernen Sie alte Erde gründlich von Ihrer Pflanze, waschen Sie die Wurzeln ab
  • Säubern Sie den Blumentopf mit heißem Wasser, Seifenlauge oder Essigwasser

Offenporige Töpfe aus Ton oder Terracotta sollten Sie entsorgen, da sich die Sporen gern tief in das poröse Material einnisten.

  • Kontrollieren Sie alle anderen Pflanzen auf einen möglichen Befall

Schimmelbefall vorbeugen

Wenn Sie Ihre Pflanze in frische Erde umgetopft haben, sollten Sie unbedingt einem erneuten Schimmelbefall vorbeugen. Sorgen Sie für lockere Blumenerde und achten Sie darauf, dass keine Staunässe entsteht. Gegen einen zu feuchten Boden hilft maßvolles Gießen und eine Drainage aus Kies oder Blähton.(18,86€ bei Amazon*)
Achten Sie darauf, dass die Pflanzen viel Licht bekommen, Schimmel liebt Dunkelheit!
Wenn Sie den Geruch mögen, können Sie einige Tropfen Teebaumöl unter die Erdoberfläche mischen. Das Öl schadet den Pflanzen nicht, es hilft jedoch gegen einen Schimmelbefall.
Sollte eine bestimmte Pflanze immer wieder durch Schimmelbefall auffallen, muss sie entsorgt werden. Der Schimmel wird sich weiter ausbreiten und auch andere Pflanzen befallen. Entsorgen Sie die Pflanze sowie die Erde im Restmüll. Auf dem Kompost werden sich die Schimmelsporen weiter entwickeln und ausbreiten.

Einsatz von Fungiziden

Fungizide sind chemische Mittel, die Schimmelpilze abtöten. Sie werden auf die Erde gegeben, gelangen aber auch in die Pflanze.
Diese „Chemische Keule“ sollte in jedem Fall das allerletzte Mittel zur Bekämpfung sein, denn mit der Chemikalie bringen Sie oftmals noch gefährlichere Schadstoffe in Ihren Garten oder Ihre Wohnung. Bei Verwendung in der Wohnung muss das Mittel offiziell für Wohnräume zugelassen sein.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: matuska/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.