Sauerkirschen einfrieren – Anleitung und wertvolle Tipps

Sauerkirschen sind pur oder auch im Müsli ein wahrer Genuss. Um die Gourmet-Zeit über den Sommer hinaus zu verlängern, können Sie die Früchte einfrieren. Alles zur adäquaten Vorgehensweise erfahren Sie in unserem Beitrag!

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Werden Sauerkirschen zunächst getrennt eingefroren, kleben sie nicht zusammen

Eignen sich alle Sauerkirschen zum Einfrieren?

Nein. Wählen Sie möglichst dunkle Exemplare aus, die reif, aber nicht überreif sind. Ideal ist es, die Sauerkirschen direkt nach der Ernte vorzubereiten und einzufrieren.

Tipps

Früchte mit Druckstellen oder anderen Makeln sollten Sie gleich aussortieren. Solche Sauerkirschen würden nach dem Einfrieren und Auftauen sehr wahrscheinlich matschig.

Sauerkirschen einfrieren – Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Waschen und säubern Sie die Sauerkirschen gründlich, beispielsweise in einem Eimer, der mit frischem und klarem Wasser gefüllt ist.
  2. Gießen Sie die Kirschen in ein Sieb ab und lassen sie gut abtropfen. Sie können auch mit Küchenpapier nachhelfen. Tupfen Sie die Früchte dann aber ganz vorsichtig ab, um sie nicht zu beschädigen. Wichtig ist, dass die Kirschen vor dem Einfrieren komplett trocken sind.
  3. Befreien Sie die Sauerkirschen von ihren Stielen.
  4. Bei Bedarf können Sie die Kirschen nun noch entkernen – dieser Schritt muss aber nicht zwingend sein. Mehrere Experten raten sogar dazu, die Früchte samt Stein einzufrieren, um den Saftverlust zu reduzieren. Außerdem ist es auch später noch gut möglich, die Kirschen zu entsteinen (in leicht angetautem Zustand).
  5. Verteilen Sie die Sauerkirschen auf einem Backblech, das mit Folie oder mit Backpapier ausgelegt ist. Die Früchte sollten sich nicht berühren. Haben Sie kein Backblech, das in den Gefrierschrank passt, können Sie auch ganz flache Teller nehmen.
  6. Schieben Sie das Backblech oder die Teller mit den Sauerkirschen in Ihren Gefrierschrank. Dieser Schritt nennt sich Schockgefrieren oder Schockfrosten. Dadurch frieren die Kirschen nicht zusammen, bleiben also einzeln portionierbar, und sind nach dem Auftauen weiterhin schön knackig und frisch.
  7. Lassen Sie die Kirschen ein bis zwei Stunden auf höchster Stufe anfrieren.
  8. Holen Sie die Sauerkirschen aus dem Tiefkühler, um sie nun in Gefrierbeutel oder -dosen zu portionieren. Wichtig ist, die Behältnisse nicht übermäßig zu füllen – die Früchte sollten sich entfalten können. Zudem müssen Sie die Luft aus Gefrierbeuteln herausziehen, ob mit einem Vakuumiergerät oder mit dem Mund.
  9. Verschließen Sie die Beutel oder Dosen luftdicht.
  10. Geben Sie die Behälter mit den Sauerkirschen in den Gefrierschrank.

Hinweis: Eingefroren halten sich die Sauerkirschen bis zu zehn Monate.

Genauere Erklärung zum Schockgefrieren

Beim Einfrieren bildet das in den Sauerkirschen enthaltene Wasser Kristalle. Frieren Sie die Früchte langsam ein, werden diese Kristalle größer und verteilen sich ungünstig, was die Zellwände der zarten Kirschen zerstört und folglich die Konsistenz in Mitleidenschaft zieht sowie die kostbaren Vitamine vernichtet. Dies lässt sich durch Schockfrosten verhindern. Es sorgt dafür, dass sich nur sehr kleine Kristalle entwickeln, die sich gleichmäßig außerhalb und innerhalb der Zellen verteilen. So behalten die Sauerkirschen ihre Knackigkeit und auch den Großteil ihrer Vitamine.

Sauerkirschen richtig auftauen – so geht’s

Legen Sie die gefrorenen Kirschen auf ein Tuch und lassen sie langsam an der Luft antauen.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Noval/Shutterstock
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