Rote Bete einlegen und fein gewürzt aus dem Glas servieren

Wenn die Rote Bete mit ihren Knollen den Frischbedarf mehr als deckt, muss sie sich für später geduldig in die Gemüseschlange einreihen. Als Warteplatz kommt neben den Gefrierschrank auch ein Einmachglas infrage. Das Essigbad tut der erdig schmeckenden Wurzel gut.

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Rote Bete kann mit Gewürzen fürs Einlegen verfeinert werden

Die Saison für frische Knollen

Von September bis November geht die Erntesaison der roten Knollen. Wer früh im Jahr aussät, kann erste Exemplare sogar im Juli aus der Gartenerde rupfen. Die Rote Bete ist in jedem Wachstumsstadium essbar, junge Knollen sind jedoch besonders aromatisch und zart. Sie machen sich auch als eingelegtes Gemüse beliebt. Die Saisonzeit der Roten Bete ist gleichzeitig auch die beste Zeit, Gläser mit dieser gesunden Köstlichkeit zu füllen.

Tipps

Übrigens, Rote Bete darf nach der aktuell geltenden Rechtschreibung auch mit zwei “e” geschrieben werden. Also Rote Bete und Rote Beete.

Rote Bete vorbereiten

Rote Bete wird erst dann ins Einmachglas gegeben, wenn sie zuvor ausreichend durchgegart wurde. So bereiten Sie die Knollen richtig vor:

  1. Reinigen Sie die Knollen mit einer Gemüsebürste unter fließendem Wasser.
  2. Legen Sie die saubere Rote Bete in einen Kochtopf und geben Sie kaltes Wasser und etwas Salz dazu.
  3. Bringen Sie die Rote Bete zum Kochen und lassen Sie sie weitere 30 Minuten auf niedriger Stufe köcheln. Bei großen Knollen kann der Kochvorgang auch länger andauern.
  4. Der Garvorgang ist abgeschlossen, wenn sich die Schale leicht löst.
  5. Gießen Sie das Kochwasser ab, schrecken Sie die Knollen mit kaltem Wasser ab und lassen Sie sie danach abkühlen.
  6. Schälen Sie die Rote Bete und schneiden Sie sie in Stücke, Scheiben oder lassen Sie sie ganz, je nachdem was das Rezept verlangt.

Tipps

Tragen Sie beim Arbeiten mit Roter Bete lebensmittelgeeignete Handschuhe, denn der rote Saft hat eine stark färbende Wirkung. Die rote Farbe kann aber auch leicht mit einem Spritzer Zitrone wieder entfernt werden.

Essigsud selbst herstellen

Ein Essigsud hält die Rote Bete sauer und dadurch lange haltbar. Er wird für die meisten Rezepte ähnlich zubereitet. Die Basis bildet ein guter Essig, der mit der doppelten Menge Wasser verdünnt wird. Als Säuregeber ist der milde Weinessig bestens geeignet, doch auch ein geschmacksintensiver Balsamico darf die Rote Bete sauer machen. Der Essigsud wird mit der angegebenen Menge Salz aufgekocht und heiß über die Rote Bete gegossen, genau so, wie Oma das schon zu früheren Zeiten gemacht hat. Wenn die Stücke nicht nur sauer, sondern süß-sauer schmecken sollen, kommt in den Sud noch Zucker hinein.

Gewürze, Kräuter und andere Zutaten

Eingelegte Rote Bete ist nicht nur gern sauer oder süß-sauer, sie verträgt auch viele weitere Aromen neben sich. Es finden sich daher zahlreiche Rezepte, die unter anderem folgende Zutaten bei der Zubereitung mit einbeziehen:

  • Zwiebeln
  • Äpfel
  • Ingwer
  • Meerrettich
  • Lorbeerblätter
  • Nelken
  • Pfefferkörner
  • Piment
  • Orangenschale
  • Rosinen
  • u. A.

Sie können mit diesen Zutaten eigene Rezepte kreieren, indem Sie diese gemeinsam mit der Roten Bete in den Essigsud einlegen.

Geeignete Behälter

Der beste Aufenthaltsort für eingelegte Rote Bete sind Gläser. Diese sind säurebeständig, lassen sich gut verschließen und beeinflussen den Geschmack des Inhalts nicht. Ob Sie extra Gläser im Handel kaufen oder alte Gläser wieder verwenden, bleibt Ihnen überlassen. Auf alle Fälle müssen diese sauber und weitestgehend keimfrei sein. Die Temperatur im Geschirrspüler ist jedoch zu niedrig, um die Gläser darin zu sterilisieren.

Kochen Sie die Gläser 10 Minuten in Wasser aus. Alternativ kann das Sterilisieren auch im Backofen bei 140 Grad Celsius erfolgen. Auch hier müssen die Gläser 10 Minuten lang die Hitze aushalten, um die Keime effektiv abzutöten.

Rezept für würzige Rote Bete wie bei Oma

Für eine Kilogramm Rote Bete benötigen Sie zusätzlich noch folgende Zutaten:

  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 in Stücke zerkleinerte Lorbeerblätter
  • 10 getrocknete Nelken
  • 100 Gramm Zucker
  • 1 TL Salz
  • 700 ml Wasser
  • 350 ml Weißweinessig

Wenn Sie mehr rote Knollen zu verarbeiten haben, passen Sie einfach die Menge der übrigen Zutaten an.

Zubereitung

  1. Kochen Sie die Rote Bete gar, wie zuvor beschrieben.
  2. Schneiden Sie die Knollen nach dem Abkühlen bzw. Schälen in kleinere Stücke.
  3. Befreien Sie die Zwiebeln von der Schale und schneiden Sie sie in feine Ringe.
  4. Schichten Sie abwechseln Rote Bete und Zwiebeln in die Gläser.
  5. Kochen Sie aus den übrigen Zutaten einen Essigsud.
  6. Füllen Sie die Gläser mit dem noch heißen Sud auf.
  7. Verschließen Sie die Gläser und stellen Sie sie bis zum Abkühlen auf den Deckel.

Lagerung und Haltbarkeit

Die süß-sauer eingelegte Rote Bete wie bei Oma hat eine Haltbarkeit von mehreren Monaten. Dafür müssen die Gläser allerdings an einen kühlen und trockenen Ort gelagert werden. Wenn Sie eine noch längere Haltbarkeit wünschen, könne Sie die Rote Bete auch einkochen.

Ein angebrochenes Glas gehört in den Kühlschrank, bis der komplette Inhalt verzehrt ist. Damit sollte nicht zu lange gewartet werden.

Fazit für Schnell-Leser:

  • Einlegezeit: Die Erntesaison von Juli bis November ist gleichzeitig auch die beste Zeit für das Einlegen
  • Geeignete Knollen: Alle gesunden Knollen sind geeignet, junge Knollen sind aber aromatischer und zarter
  • Der Name: Rote Bete und Rote Beete, beide Schreibvarianten sind nach den Rechtsschreibregeln korrekt
  • Säubern: Knollen mit einer Gemüsebürste unter fließendem Wasser reinigen.
  • Kochen: Vor dem Einlegen muss Rote Bete etwa 30 Minuten in Salzwasser gar gekocht werden
  • Schälen: Gekochte Bete mit kaltem Wasser abschrecken, abkühlen lassen und dann von der Schale befreien
  • Scheiden: Die Knollen können ganz bleiben oder in Stücke bzw. Scheiben geschnitten werden
  • Essigsud: Essigsud macht die Bete sauer und somit haltbar. Essig mit doppelter Wassermenge aufkochen
  • Essigsorten: Weinessig ist ideal, doch auch der geschmacksintensive Balsamico kann verwendet werden
  • Süß-sauer: Wer eine süße Note mag, kann dem Sud noch Zucker zufügen
  • Mögliche Zutaten: Zwiebeln, Ingwer, Äpfel, Meerrettich, Lorbeerblätter, Pfefferkörner, Orangenschalen und viele andere
  • Geeignete Behälter: Gereinigte und keimfreie Gläser, die luftdicht verschließbar sind
  • Rezept: 1 kg Rote Bete, 2 mittelgroße, in Ringe geschnittene Zwiebeln
  • Für den Sud: 350 ml Weißweinessig, 700 ml Wasser, 100 Gramm Zucker, 1 TL Salz, 2 Lorbeerblätter, 10 Nelken
  • Schritt 1: Knollen kochen, schälen und in Stücke schneiden; aus übrigen Zutaten einen Sud aufkochen
  • Schritt 2: Rote Bete und Zwiebelringe in Gläser schichten; mit heißem Sud auffüllen; fest verschließen
  • Schritt 3: Gläser auf den Deckel stellen und auskühlen lassen; danach kühl und trocken lagern
  • Haltbarkeit: Eingelegte Rote Bete ist mehrere Monate haltbar; angebrochene Gläser werden im Kühlschrank aufbewahrt.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: alisafarov/Shutterstock

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