Raupen an Tomaten biologisch bekämpfen

Der Anblick erschüttert Hobbygärtner bis ins Mark: Da kriechen große Raupen über die Tomaten, fressen die Früchte und Blätter an. Um welche Schädlinge es sich handelt und wie Sie die Brut vertreiben, erfahren Sie hier.

Raupen an Tomaten

Gemüse-Eule verantwortlich für Raupenfraß an Tomaten

Die Gemüse-Eule ist ein Nachtfalter, dessen Beutespektrum vorzugsweise Tomaten im Gewächshaus umfasst. Die Weibchen legen ihre grünen Eier auf den Tomatenpflanzen ab, aus denen bereits nach einer Woche die Raupen schlüpfen. Diese machen sich im Sommer bis in den Herbst hinein über die Früchte und Blätter her.

Mit einer Länge von 45 Millimetern, sind die Schädlinge gut zu erkennen. Gleichwohl fallen die Fraßschäden zuerst ins Auge, weil die Raupen sich tagsüber verbergen. Wer bei den ersten Anzeichen eines Befalls nicht gegensteuert, riskiert eine explosionsartige Vermehrung der gefräßigen Brut. Verlief der Tomatenanbau bis dahin mustergültig, ist die Ernte so kurz vor dem Saisonende doch noch in Gefahr.

Mit Duftfallen geht es den Faltern an den Kragen

Für verantwortungsbewusste Hobbygärtner verbietet sich der Griff zu chemischen Präparaten von selbst. In der biologischen Schädlingsbekämpfung wurde eine Methode entwickelt, nach der die Gemüse-Eule mit ihren eigenen Waffen geschlagen wird. Die Rede ist von Pheromonfallen, die einen Duftstoff simulieren, der paarungswillige Falter anlockt und einfängt. Im Hobbygewächshaus genügt bereits eine Falle, um dem Spuk ein Ende zu setzen.

Wichtig zu beachten ist, dass Duftfallen ausschließlich für die Bekämpfung von Raupen an Tomaten im Gewächshaus geeignet sind. Im Freiland laden die Pheromone sämtliche Gemüse-Eulen der Umgebung in Ihren Garten ein.

Raupen an Tomaten bekämpfen im Einklang mit der Natur

Wo die Verwendung von Pheromonfallen nicht sinnvoll ist, bieten sich folgende natürlichen Bekämpfungsmethoden an:

  • am frühen Morgen die Raupen absammeln
  • biologische Repellent-Präparate auf der Basis von Neem-Öl anwenden
  • die Raubwanze Macrolophus pygmaeus nimmt es mit den Raupen auf
  • Beete mit engmaschigen Insektennetzen schützen

Darüber hinaus fanden Forscher heraus, dass der Bacillus thuringiensis ein natürliches Mittel gegen Raupen darstellt. In der ökologischen Landwirtschaft hat sich das Bakterium bestens bewährt, weil es ausschließlich auf die Schädlinge wirkt.

Tipps & Tricks

Werden die Duftfallen mit UV-Licht oder einer Lampe aufgerüstet, erhöht diese Maßnahme die Effizienz deutlich. Die nachtaktiven Falter werden auf diese Weise von zwei Seiten in die Zange genommen: Pheromone und Licht.

Text: Paula Jansen

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.