Quitte

Erntezeit der Quitte: So erkennen Sie reife Früchte

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Der optimale Erntezeitpunkt für Quitten ist entscheidend für ihre Lagerfähigkeit und den späteren Genuss. Dieser Artikel erläutert die wichtigsten Erntemerkmale und gibt Tipps zur Lagerung und Verarbeitung.

Quitte Erntezeit

Reifeprüfung: Wann sind Quitten erntereif?

Ob eine Quitte bereit für die Ernte ist, können Sie an folgenden Merkmalen erkennen:

  • Farbwechsel: Die Quittenfarbe wechselt von Grün zu einem satten Goldgelb.
  • Flaumverlust: Der flaumige Pelz auf der Schale verschwindet, und die Oberfläche wird glatt.
  • Duft: Reife Quitten verströmen einen intensiven und aromatischen Geruch.
  • Kernfarbe: Die Kerne der vollreifen Früchte sind dunkelbraun gefärbt.
  • Leichte Ablösbarkeit vom Baum: Die Früchte lassen sich ohne großen Kraftaufwand vom Baum drehen oder pflücken.

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Optimaler Erntezeitpunkt für die Lagerung

Quitten, die für die Lagerung vorgesehen sind, sollten in einem fast reifen Zustand geerntet werden. Der ideale Zeitpunkt ist erreicht, wenn die Früchte von Grün zu Gelb wechseln und beginnen, ihren flaumigen Pelz zu verlieren. In diesem Stadium können Quitten an einem kühlen und gut belüfteten Ort für bis zu drei Monate gelagert werden.

Optimaler Erntezeitpunkt für die Verarbeitung

Für die direkte Verarbeitung sollten Quitten vollreif geerntet werden, um ihr volles Aroma zu entfalten. Vollreife Quitten sind an ihrer goldgelben Farbe, ihrem intensiven, würzigen Duft und den dunkelbraunen Kernen zu erkennen. Diese Früchte lassen sich ebenfalls leicht vom Baum pflücken.

Ernteverfahren: So ernten Sie Quitten richtig

Das Ernten von Quitten ist einfach, wenn Sie einige Grundregeln beachten:

  • Drehen: Drehen Sie die Früchte vorsichtig vom Ast, damit sie an der natürlichen Sollbruchstelle brechen.
  • Druckstellen vermeiden: Achten Sie darauf, die Quitten nicht zu drücken, um Druckstellen und damit schnelle Fäulnis zu vermeiden.
  • Lagerung: Legen Sie die geernteten Quitten locker in luftige Kisten, damit sie nachreifen können.

Lagerung von Quitten: Tipps und Hinweise

  • Kühl und frostfrei: Lagern Sie Quitten an einem kühlen, frostfreien Ort, idealerweise bei Temperaturen zwischen 0 und 2 Grad Celsius. Alte Keller bieten oft geeignete Bedingungen.
  • Getrennt lagern: Lagern Sie Quitten wegen ihres intensiven Aromas getrennt von anderen Früchten, um Geschmacksübertragungen zu vermeiden.
  • Verfärbungen: Längere Lagerung kann zu braunen Verfärbungen im Fruchtfleisch führen, was darauf hinweist, dass die Früchte bald verarbeitet werden sollten.
  • Regelmäßige Kontrolle: Überprüfen Sie einmal wöchentlich die gelagerten Früchte und sortieren Sie angefaulte Exemplare aus, um die Verbreitung von Fäulnis zu verhindern.

Verarbeitung von Quitten: Vielfältige Möglichkeiten

Quitten können auf verschiedenste Weise verarbeitet werden:

  • Quittengelee: Eine der beliebtesten Arten, Quitten zu verarbeiten. Aus klarem Quittensaft hergestellt, benötigt es dank des hohen Pektingehalts der Früchte weniger Gelierzucker.
  • Quittenmarmelade: Sie besticht durch ihre feine Konsistenz und den intensiven Geschmack.
  • Quittenkompott: Eignet sich als Dessert oder Beilage zu Fleischgerichten aufgrund seiner Vielseitigkeit.
  • Quittenmus: Kann als Brotaufstrich oder zum Verfeinern von Joghurt und Desserts verwendet werden.
  • Quittensaft: Der würzige Saft eignet sich hervorragend als erfrischendes Getränk oder zur Verfeinerung von Apfel- und Birnensäften.
  • Quittenlikör und -schnaps: Quitten können auch zu Likör und Schnaps verarbeitet werden.
  • Quittenbrot: Ein traditionelles Konfekt aus den Rückständen der Quittensaftgewinnung, auch bekannt als Fruchtleder.
  • Fruchtleder: Eine gesunde und natürliche Alternative zu Gummibärchen, hergestellt durch Dünnausstreichen und Trocknen von Quittenpüree.
Bilder: Veronika111 / iStockphoto