Platane – beliebt auch bei Schädlingen

Schön wäre es, endlich eine Baumart ausfindig zu machen, die niemals einen Schädling blattnah erlebt hat. Die Platane scheidet als Kandidat allerdings aus! Gleich mehr als vier Schädlingsarten werden wir nachfolgend beschreiben, die den armen Baum arg beuteln.

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Die Miniermotte macht vor der Platane nicht Halt

Die vier Übeltäter

Eine gut gepflegte Platane ist zwar robust, doch das Auftreten folgender Schädlingsarten lässt sich nicht sicher vermeiden:

  • Gallmilben
  • Miniermotten
  • Platanennetzwanzen
  • Rebenschmierläuse

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Gallmilben

Gekräuselte Blätter, die später braun werden und vertrocknen, sind das zerstörerische Werk von Gallmilben. Die Schädlinge selbst sind so winzig, dass sie auch aus der Nähe mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Entsorgen Sie umgehend alle erkrankten Blätter über die Restmülltonne. Lassen Sie sich zudem im Gartencenter über geeignete Pflanzenschutzmittel beraten.

Miniermotten

Die Raupen des Schädlings hinterlassen auf den Blattunterseiten etwa 2-3 cm lange Platzminen. Sie entstehen dadurch, dass sich die Raupen durch das Innere des Blattes durchfressen. Wir nehmen diese Minen als gelblichbraune Flecken wahr. Auf der Blattoberseite sind kleine, eher unscheinbare Sprenkeln zu sehen. Befallene Pflanzenteile sollten Sie zeitnah entfernen und entsorgen.

Hinweis:
Der Befall mit Miniermotten tritt gelegentlich zeitgleich mit der Pilzkrankheit Blattbräune auf. Die Ähnlichkeit der Symptome kann zu einer voreiligen, falschen Diagnose führen. Halten Sie ein Blatt gegen das Licht, so werden Sie die Minen deutlich erkennen.

Platanennetzwanzen

Platanennetzwanzen sind in wärmeren Regionen des Landes und mit Vorliebe auf Platanen in Innenstädten zu finden. Sie treten meist in Maßen auf und lassen sich nur mit einem Pflanzenschutzmittel bekämpfen. Umso wichtiger, dass ein Befall frühzeitig erkannt wird. Das sind die Anzeichen:

  • zahlreiche helle Punkte nah an Blattadern
  • zum späteren Zeitpunkt bronzefarbene Blätter
  • schwarze Larven

Rebenschmierläuse

Rebenschmierläuse vermehren sich stark und können an der Platane einen großen Schaden anrichten. Sie saugen ihren Pflanzensaft aus, hinterlassen dafür einen klebrigen Honigfilm. Zum Glück lassen sich die vergleichsweise großen Läuse bei näherer Betrachtung der Platane leicht entdecken:

  • Läuse sind mehrere Millimeter lang
  • sie sind mit einem weißen Belag versehen
  • sie tummeln sich überall auf der Platane

Mit der gezielten Ansiedlung von Nützlingen wie Florfliegen, Marienkäfern und Schlupwespen haben wir ein natürliches, erprobtes Mittel zur Hand, diesen Schädling zurückzudrängen.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Radu Bercan/Shutterstock
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