Platane – wie geht sie mit Trockenheit um?

Unser Klima gilt als gemäßigt, ist ohne nennenswerte Extreme. Doch während eines langen Lebens werden Platanen die eine oder andre Trockenperiode erleben müssen. Werden sie diese unbeschadet überstehen oder Spuren davontragen? Und gibt es etwas, was der Besitzer tun kann?

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Andauernde Trockenheit begünstigt Krankheiten

Platanen kommen gut mit Trockenheit klar

Platanen mögen feuchte Erde, doch sie zeigen sich zugleich hitze- und trockenheitsverträglich. Als sogenannte Herzwurzler besitzt die Platane ein Wurzelsystem, welches sowohl in die Tiefe als auch in die Breite geht. So können ihre Wurzeln selbst in heißen Sommern immer noch Wasser aufspüren.

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Unterstützung benötigen nur frisch ausgepflanzte bzw. noch junge Exemplare, deren Wurzelwerk noch nicht zur vollen Entfaltung gelangt ist. Wässern Sie auch ältere Bäume, wenn es viele Tage oder gar Wochen heiß ist, ohne dass es zwischendurch regnet.

Trockenheit kann Krankheiten begünstigen

Herrscht eine trockene und heiße Witterung können insbesondere Platanen im mittleren Alter an der Massariakrankheit erkranken. Im schlimmsten Fall können Äste faulen und abbrechen. Diese Gefahr muss rechtzeitig erkannt und durch gezielte Entfernung der Äste gebannt werden. Hier muss jedoch genau hingeschaut werden, denn viele Äste sind auf der schlecht einsehbaren Oberseite befallen. Das sind weitere Anzeichen, die auf diese Pilzkrankheit hinweisen:

  • rötlich bis rosa verfärbte Rindenteile
  • im Folgejahr mit dunklen Pilzsporen
  • absterbende und abfallende Rinde
  • das Laubkleid wird immer schütterer

Aufgeplatzte, sich lösende Rinde

In heißen Sommern fällt auf, dass die Rinde der Platane in großem Maße aufplatzt und sich vom Baumstamm bzw. den Ästen löst. Begleitend dazu sind auch laute Platzgeräusche zu vernehmen. Sind das tatsächlich die Folgen von Trockenheit, wie häufig vermutet wird?

Auch wenn es auf den ersten Blick danach ausschaut, ist Trockenheit keine Ursache dafür, dass Platanen ihre Rinde verlieren. Bei der Platane ist das ein natürlicher Vorgang. Während der Baum ein Wachstum von bis zu 70 cm pro Jahr hinlegt, wächst die Rinde nicht. Der Stamm nimmt an Umfang und „sprengt“ irgendwann das enge Rindenkorsett.

Anzeichen für Wassermangel

Die einfachste Möglichkeit zu erkennen, ob eine Platane akut unter der Trockenheit leidet, besteht darin, auf ihre Blätter zu achten. Sie verlieren zuerst Feuchtigkeit und hängen in der Folge kraftlos herab. Spätestens dann muss ein so leidender Baum ausgiebig gewässert werden.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Ankita16/Shutterstock

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