Platane

Platane Frucht: Alles über ihre Entstehung und Verwendung

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Die Ahornblättrige Platane ist ein beliebter Stadtbaum, der sich durch seine Widerstandsfähigkeit und sein charakteristisches Aussehen auszeichnet. Dieser Artikel befasst sich mit den Eigenschaften der Platane, von der Fruchtreife bis zur Borke und den Blättern.

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Im Winter wirken die Platanenfrüchte wie kleine Weihnachtskugeln

Fruchtreife und Verbleib am Baum

Die Früchte der Platane reifen etwa von September bis Oktober. Typisch für die Ahornblättrige Platane sind die sogenannten Wintersteher: Die Früchte bleiben über die kalte Jahreszeit am Baum. So prägen sie das Erscheinungsbild der kahlen Bäume im Winter und erfüllen gleichzeitig ökologische Funktionen. Erst im folgenden Frühjahr zerfallen die Früchte und fallen zu Boden. Dabei werden die einzelnen Bestandteile und die Samen freigesetzt.

  • Reifezeit: September bis Oktober
  • Verbleib: Die kugelförmigen Früchte mit ihren behaarten Stacheln bleiben über den Winter am Baum.
  • Zerfall: Im Frühjahr beginnt der Zerfall der Früchte. Die dabei freigesetzten feinen Härchen können beim Menschen zu Atemwegsreizungen führen.

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Auswirkungen auf den Menschen

Platanen sind grundsätzlich ungiftig. Dennoch gibt es einige Punkte, die für den Menschen relevant sein können. Während die Früchte selbst keine Gefahr darstellen, können die feinen Härchen beim Zerfall im Frühjahr zu Atemwegsreizungen führen, die oft als „Platanenhusten“ bezeichnet werden.

Neben dem Platanenhusten können die Härchen auch Augen- und Hautreizungen verursachen. Besondere Vorsicht ist bei direktem Kontakt oder längerer Exposition gegenüber den Härchen der Blätter und Früchte geboten. Personen, die beruflich mit der Pflege von Platanen zu tun haben, sollten auf Schutzmaßnahmen achten, da bei ihnen das Risiko von Haut- und Lungenreizungen erhöht ist.

Vermeiden Sie den direkten Kontakt mit den Härchen und treffen Sie bei Reinigungsarbeiten oder längeren Aufenthalten in der Nähe von Platanen im Frühjahr Schutzmaßnahmen. Dazu gehört das Tragen von Handschuhen beim Umgang mit abgefallenem Laub und Früchten sowie das Tragen einer Schutzmaske bei staubintensiven Tätigkeiten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Platane folgende Auswirkungen auf den Menschen haben kann:

  • Hustenreize und Atemwegsbeschwerden („Platanenhusten“)
  • Augenreizungen durch Kontakt mit den Härchen
  • Hautirritationen, insbesondere bei längerem Kontakt
  • Erhöhtes Risiko von Haut- und Lungenreizungen für Personen mit beruflichem Kontakt zu Platanen, Schutzmaßnahmen sind empfehlenswert.

Die Rolle der Früchte in der Fortpflanzung

Die kugeligen, nussartigen Früchte der Platane sind mehr als nur ein charakteristisches Merkmal des Baumes. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Ausbreitung und Fortpflanzung. Sobald die Früchte zwischen September und Oktober reifen, beginnt der Prozess der Samenverbreitung, der die Entstehung neuer Bäume ermöglicht.

Frucht:

Die Sammelfrucht besteht aus vielen einzelnen, kantig-zylindrischen Nüsschen, die jeweils einen Samen enthalten. Die Samen sind etwa im Frühjahr bereit für die Ausbreitung.

Ausbreitung:

Die Früchte bleiben meist als Wintersteher am Baum und beginnen dann zu faulen und auseinanderzufallen. Dieser natürliche Zerfall erleichtert die Freisetzung der Samen.

Verbreitungsmechanismen:

Wind, Wasser und teilweise auch Vögel tragen zur Verbreitung der kleinen, leichten Samen bei. Besonders effektiv ist die Verbreitung durch den Wind aufgrund der feinen Beschaffenheit der Samen.

Keimung:

Unter günstigen Bedingungen keimen die Samen und neue Platanenbäume wachsen heran. Die Früchte sind Lichtkeimer, d.h. die Samen benötigen ausreichend Licht für eine erfolgreiche Keimung.

Diese natürliche Vorgehensweise sichert das Fortbestehen der Platanen und ermöglicht es ihnen, ihre Präsenz in städtischen und natürlichen Landschaften zu erhalten.

Die Ahornblättrige Platane: Ein robuster Baum

Die Ahornblättrige Platane, eine Kreuzung aus der Morgenländischen und der Amerikanischen Platane, zeichnet sich durch ihre Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit aus. Seit ihrer Entstehung Mitte des 17. Jahrhunderts hat sie sich als beliebter Straßenbaum etabliert. Ihre Toleranz gegenüber Umweltstressoren wie Luftverschmutzung macht sie ideal für städtische Umgebungen.

Charakteristisch für die Ahornblättrige Platane sind ihre wuchtige Statur und die ausladende Krone, die ihr ein majestätisches Erscheinungsbild verleihen. In voller Größe erreicht der Baum Höhen zwischen 20 und 30 Metern und entwickelt eine Kronenbreite von bis zu 25 Metern. Die Lebensdauer der Platane kann bis zu 300 Jahre betragen, und mit zunehmendem Alter prägt sie das Stadtbild immer stärker. Die Borke, die sich in dünnen Platten ablöst und eine gelblichgraue bis dunkelbraune Färbung aufweist, verleiht ihr ein unverwechselbares Aussehen.

Die Ahornblättrige Platane bevorzugt frische und tiefgründige Böden. Ihr Herzwurzelsystem spielt eine wichtige Rolle für ihre Widerstandsfähigkeit. Die Kombination aus dem herzförmigen Wurzelwerk und der symbiotischen Beziehung mit verschiedenen Wurzelpilzen versorgt den Baum mit Nährstoffen und erhöht seine Stabilität gegenüber widrigen Umweltbedingungen. Insgesamt ist die Ahornblättrige Platane ein Paradebeispiel für Resilienz und Anpassungsfähigkeit, sowohl in städtischen als auch in ländlichen Landschaften.

Besonderheiten der Borke

Die Borke der Ahornblättrigen Platane ist ein wahres Naturkunstwerk. Ihr charakteristisches Merkmal ist das jährliche Ablösen in großen Platten, was ihr ein einzigartiges, geflecktes Aussehen verleiht.

  • Farbpalette: Die Borke entwickelt sich von einem hellbraunen Farbton zu einem Spektrum aus gelblichgrünen bis graubraunen Tönen.
  • Ablösungsprozess: Im Laufe eines Jahres löst sich die Borke in großen Platten ab, wodurch ein Muster aus hellen und dunklen Flecken entsteht. Dies spiegelt den natürlichen Wachstums- und Erneuerungsprozess des Baumes wider.
  • Ökologische Bedeutung: Die abblätternde Borke bietet verschiedenen Mikroorganismen und Insekten Lebensraum.
  • Mistelfestigkeit: Die Platane ist immun gegen Befall durch die Weißbeerige Mistel, was sie in städtischen und natürlichen Umgebungen besonders widerstandsfähig macht.

Die Borke mit ihrem dynamischen Wechselspiel aus Ablösen und Erneuern unterstreicht die Fähigkeit der Ahornblättrigen Platane, sich anzupassen und zu regenerieren.

Die Blätter der Platane

Das Laub der Ahornblättrigen Platane bereichert das Stadtbild nicht nur im Sommer, sondern beeindruckt auch im Herbst mit seiner Farbenpracht.

  • Form und Ähnlichkeit: Die drei- bis fünflappigen Blätter erinnern stark an das Blattwerk des Ahorns.
  • Größe: Jedes Blatt erreicht eine stattliche Größe von 12 bis 25 cm.
  • Farbe und Textur: Im Austrieb zeigen sich die Blätter in einem lebhaften Grün, im Sommer entfalten sie ihre volle Kraft in einem satten Dunkelgrün. Die Oberseite ist glänzend und glatt, während die Unterseite, besonders entlang der Adern und in den Achseln, eine markante Behaarung aufweisen kann.
  • Blattstiel: Die bis zu 10 cm langen Blattstiele verstärken den Eindruck durch ihre robuste Struktur.
  • Herbstfärbung: Im Herbst verwandelt sich das Blattwerk teilweise in lebendige Gold- oder warme Brauntöne.

Dieses bemerkenswerte Blattwerk trägt nicht nur zur Ästhetik des Umfeldes bei, sondern spielt auch eine ökologische Rolle, indem es im Sommer Schatten spendet und zur Luftreinigung beiträgt.

Bilder: Oleksandra Petrovska / Shutterstock