Diese Pfaffenhütchen-Arten eignen sich für die Hecke

Pfaffenhütchen bereichern jede Hecke, denn sie überzeugen nicht nur mit einem auffälligen Fruchtschmuck. Im Herbst bringen sie den Garten mit goldgelben und karminroten Blättern zum Leuchten. Nicht alle Arten eignen sich für die Heckengestaltung. Die richtigen Schnittmaßnahmen sind von Bedeutung.

Spindelstrauch Hecke
Besonders im Herbst sind Pfaffenhütchenhecken eine Augenweide

Euonymus fortunei

Diese Kriechspindel wird auch als Kletter-Spindelstrauch bezeichnet. Ihre Triebe sind kriechend bis aufsteigend. Sie eignen sich als Bodendecker und können für die Gestaltung von Hecken genutzt werden. Besonders ästhetisch sind Sorten mit gelb-grün panaschierten Blättern. Wegen ihrer geringen Wuchshöhe lassen sich Kriechspindeln nur zu kniehohen Hecken formen.

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Euonymus europaeus

Das Gewöhnliche Pfaffenhütchen ist in Mitteleuropa heimisch und wächst in der Natur als zwei bis vier Meter hoher Strauch. Beliebt ist das Gehölz wegen der auffälligen Früchte in naturnahen Gärten, aber auch in öffentlichen Parkanlagen. Zur Gestaltung von Sichtschutzhecken ist dieser Spindelstrauch sehr gut geeignet. Er lässt sich durch Schnittmaßnahmen in Form bringen und verträgt auch radikale Rückschnitte. Besonders ästhetisch wirkt der Strauch in gemischten Hecken, wenn sich im Herbst die Blätter verfärben.

Der ideale Standort für Pfaffenhütchen:

  • direkte Sonne oder Halbschatten
  • warme Bedingungen
  • hohe Durchlässigkeit
  • humoser Boden

Heckenschnitt

Pfaffenhütchen können während der Vegetationsperiode in Form gehalten werden. Radikale Rückschnitte sind nur zu bestimmten Zeiten erlaubt, damit Sie keine brütenden Vögel stören. Entfernen Sie im Frühjahr störende und kranke Äste an ihrer Basis. Der Strauch entwickelt rund um die Schnittstelle neue Triebe, sodass er immer dichter wächst.

Tipps zum Schneiden:

  • Schnüre spannen, um die Heckenform nicht aus den Augen zu verlieren
  • bereits in jungen Jahren regelmäßig schneiden und auslichten
  • aneinander scheuernde Äste befreien

Krankheiten vorbeugen

Das Pfaffenhütchen ist anfällig für Mehltau und Rostpilze. Die Sporen verbreiten sich bevorzugt unter feuchter Witterung. Ein Film aus Wassertropfen auf den Blättern begünstigt die Ausbreitung des mikroskopisch kleinen Sporenpulvers. Damit es nicht zu einem Befall kommt, sollten Sie die Sträucher regelmäßig mit Pflanzensuden aus Ackerschachtelhalm und Brennnessel besprühen. Das stärkt die Pflanzen und macht sie widerstandsfähiger gegen einen Pilzbefall. Gießen Sie die Sträucher an der Stammbasis, damit sich zwischen den Blättern kein feuchtes Mikroklima entwickeln kann.

Text: Christine Riel

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