Pastinaken richtig einfrieren und lange haltbar machen

Pastinaken sind vielseitig einsetzbar. Sie können die "blassen Möhren" kochen, braten oder backen, köstliche Suppen und Eintöpfe, knackige Salate oder auch alternative Pommes aus und mit ihnen zubereiten. Um eine größere Menge des vitaminreichen Gemüses haltbar zu machen, empfiehlt es sich, die Pastinaken einzufrieren. Dabei gilt es manches zu beachten, damit die guten Inhaltsstoffe und der leckere Geschmack bleiben.

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Es ist eine gute Option, Pastinaken bereits zubereitet einzufrieren

Pastinaken roh einfrieren – geht das?

Prinzipiell ja. Allerdings sollten Sie die Pastinaken dafür klein schneiden. Frieren Sie ganze Stücke des Wurzelgemüses ein, haben Sie es nach dem Auftauen höchstwahrscheinlich mit lätschigen Stücken zu tun, die bitter schmecken und nicht mehr sonderlich genießbar sind.

Woran das liegt? Beim Einfrieren werden die Zellmembranen durch das enthaltene Wasser gesprengt. In der Folge haben die Wurzeln sozusagen keinen Halt mehr. Dies fällt bei einem großen Stück natürlich stärker auf als bei einem kleiner geschnittenen.

Wichtig: Bedenken Sie, dass beim rohen Einfrieren von Pastinaken viele Vitamine verloren gehen – pro Monat etwa 16 Prozent (dies gilt für jedes roh eingefrorene Gemüse!). Um dies zu verhindern, sollten Sie andere Methoden des Einfrierens anwenden.

Pastinaken einfrieren – gute Alternativen

Glücklicherweise gibt es zwei andere Methoden, Pastinaken einzufrieren:

  • Pastinaken erst pürieren und dann einfrieren
  • Pastinaken erst blanchieren und dann einfrieren

Pastinaken püriert einfrieren

Möchten Sie für Ihren Nachwuchs einen Babybrei aus Pastinaken zaubern, lohnt es sich, das Gemüse zunächst zu pürieren. In der Form ist es abgekocht, kann nicht lätschig werden und hält länger als roh eingefrorene Pastinaken.

Blanchieren rettet die guten Stoffe

Die ideale Methode ist, die Pastinaken erst zu blanchieren und anschließend einzufrieren. Durch das Blanchieren senken Sie den Vitaminverlust erheblich – er reduziert sich von 16 auf nur vier Prozent.

Woran das liegt? Beim rohen Einfrieren bauen die Gewebsenzyme der Pastinaken Vitamine auch bei sehr niedrigen Temperaturen ab. Diese Enzyme werden beim Blanchieren jedoch weitestgehend zerstört und können demnach keinen Schaden anrichten.

Kurzum: Wollen Sie Pastinaken (oder andere Gemüsesorten) länger als drei bis vier Wochen einfrieren, ist das vorherige Blanchieren sinnvoll – zumal dabei auch Mikroorganismen und toxische Inhaltsstoffe abgetötet werden. Außerdem praktisch: Das Blanchieren lockert die Gewebestrukturen. Dies sorgt dafür, dass die Pastinaken später schneller gar werden.

Pastinaken blanchieren – Anleitung

Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Blanchieren und Einfrieren von Pastinaken:

  1. Putzen und waschen Sie das Gemüse.
  2. Schälen Sie die Pastinaken dünn.
  3. Schneiden Sie jeweils das obere und untere Ende ab.
  4. Zerkleinern Sie die Rüben nach Bedarf.
  5. Legen Sie das Gemüse zwei bis fünf Minuten in kochendes Wasser.

Tipps

Blanchieren Sie kleine Stücke zwei bis drei, große vier bis fünf Minuten.

  1. Lassen Sie die Pastinaken in einem Sieb abtropfen.
  2. Füllen Sie das vorbereitete Gemüse in Gefrierbeutel oder sonstige Behältnisse, die sich zum Einfrieren eignen.

Bei Temperaturen von mindestens -18°C sind blanchierte und eingefrorene Pastinaken rund ein Jahr haltbar. Denken Sie dennoch daran, das Gemüse möglichst bald zu verzehren, um den Vitaminverlust zu minimieren.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: mubus7/Shutterstock

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