Monstera erfolgreich vermehren – So gelingt es

Haben Sie in Ihrem Heim weitere Nischen entdeckt, denen ein Fensterblatt grünes Leben einhauchen sollte? Dann können Sie sich den Kauf neuer Pflanzen sparen. Indem Sie ein Blatt oder eine Stammsprosse opfern, züchten Sie sich ganz einfach eine ganze Schar junger Monstera heran. Wie das geht, verrät Ihnen diese Anleitung.

Fensterblatt vermehren
Die Monstera lässt sich am besten über Stecklinge vermehren
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Vom Blatt zur fertigen Monstera – Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ein adultes Fensterblatt verkraftet es problemlos, wenn es eines seiner imposanten Blätter als Ableger für die Vermehrung opfern muss. Im Frühjahr ist der beste Termin, um einen Kopfsteckling zu schneiden. Steht der Beginn der neuen Vegetationsperiode kurz bevor, schreitet die Bewurzelung umso zügiger voran. Ein Blatt alleine macht am Fensterblatt freilich noch keinen Steckling. So gehen Sie fachgerecht vor:

  • Ein Blatt einschließlich Stiel und mindestens einer Luftwurzel abschneiden
  • Die Schnittstelle für 30 bis 60 Minuten am luftigen Platz antrocknen lassen
  • Derweil einen großen Topf mit Kokosfasersubstrat, Pikiererde oder Torf-Sand füllen
  • Den Kopfsteckling mit Luftwurzel einsetzen und angießen

Stecken Sie am Ende noch rechts und links vom Trieb ein Holzstäbchen ins Substrat und stülpen eine Plastiktüte darüber. Bis ein frischer Austrieb den erfolgreichen Verlauf der Bewurzelung signalisiert, leistet das feucht-warme Mikroklima unter der Haube einen vitalisierenden Beitrag.

Eine ganze Schar Monstera züchten aus einem Stammsteckling – So geht es

Als Stammsteckling bezeichnet wird ein Stück nicht verholzte, blattlose Sprossachse. Statt der Blätter verfügt dieser Steckling über mehrere schlafende Augen. Hierbei handelt es sich um ruhende Blattknospen, die als runde Vegetationspunkte zu erkennen sind. Indem Sie einen Stammsteckling zwischen diesen Vegetationspunkten zerschneiden, halten Sie geeignetes Material für die Vermehrung in Händen. So verfahren Sie richtig:

  • Für jedes Teilstück einen Topf füllen mit magerer Anzuchterde
  • Das Substrat mit kalkfreiem Wasser besprühen
  • Darauf den Stammsteckling waagerecht legen und andrücken
  • Das schlafende Auge weist nach oben

Idealerweise platzieren Sie die Anzuchttöpfe in einem beheizbaren Zimmergewächshaus. Alternativ stülpen Sie eine Plastiktüte oder eine Glashaube darüber. Am halbschattigen, warmen Fensterplatz lüften Sie die Abdeckung täglich. Für die Versorgung mit Wasser gießen Sie vorzugsweise von unten. Zu diesem Zweck stellen Sie den Topf für einige Minuten in weiches Wasser, das aufgrund der Kapillarkraft nach oben steigt.

Aus den Vegetationspunkten entwickeln sich Wurzeln und Blätter. Im Gegensatz zu Kopfstecklingen nimmt dieser Vorgang längere Zeit in Anspruch. Hat ein Stammsteckling seinen Anzuchttopf vollständig durchwurzelt, topfen Sie ihn um in einen größeren Kübel. Ab diesem Zeitpunkt mündet die Phase der Vermehrung in das normale Pflegeprogramm für ein adultes Fensterblatt.

Tipps

Eine Monstera-Frucht gedeiht als Sammelfrucht, die sich aus unzähligen Beeren zusammensetzt. Eine einzelne Beere enthält dabei 1 bis 3 Samen, die kein Endosperm besitzen. Fehlt einem Samen dieses Nährgewebe, gestaltet sich seine Verwendung für die Aussaat ähnlich kompliziert, wie bei Orchideen.

Text: Paula Jansen

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