Mauerrisse mit Fugenprofil füllen

Verputzte Mauern im Garten werden mit der Zeit durch Hitze und Frost beansprucht, sodass es zu Rissen kommen kann. Eine gängige Methode zum Verschließen dieser Stellen ist das Einbringen von Fugenfüllprofilen.

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Risse in der Mauer sollten zeitnah repariert werden

Risstypen

Rissbildungen im Mauerwerk haben verschiedene Ursachen, die es zu erörtern gilt. Darunter fallen Mängel am Baugrund oder in der der Gründung. Es können außerdem Schwachstellen im Bauwerk oder konstruktive Fehler vorliegen. Kleine Beschädigungen werden oft durch extreme Witterungsbedingungen hervorgerufen.

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So wird es gemacht

Messen Sie die Ausmaße des Risses, um die benötigte Länge des Fugenfüllprofils zu definieren. Im Großteil aller Fälle reicht ein Durchmesser von fünf Millimeter zum Ausbessern aus, da die meisten Beschädigungen nicht breiter sind. Ist der Riss kleiner als der Füllstrang, erweitern Sie diesen mit Winkelschleifer oder Fugenfräse. Fegen Sie den Zwischenraum gut mit einer Bürste aus, damit die Füllung sauber abdichtet.

Beschädigungen ausbessern:

  • Riss mit PU-Schaum füllen
  • Fugenfüllprofil direkt in den Zwischenraum drücken
  • ausgehärtete Schaumreste nach einer Stunde abschneiden

Weitere Vorgehensweise

Kleben Sie den Mauerriss sorgfältig an beiden Seiten mit Malerkrepp ab und bepinseln Sie die ausgebesserten Stellen mit einem Haftgrund. Dadurch haftet der spätere Anstrich und die dichtende Acrylmasse besser auf dem Grund. Tragen Sie die Substanz so lange auf, bis der Untergrund gesättigt ist.

Tipps

Als Grundierung für stark saugende Materialien wie Gipskarton, Kalk- und Zementputz eignet sich ein eingefärbter Tiefengrund. Dieser verfestigt den Untergrund und verringert das Saugverhalten.

Nachbearbeitung

Mit Hilfe einer Auspresspistole füllen Sie sämtliche Hohlräume mit Acrylmasse auf. Ebnen Sie die Substanz mit Spachtel oder Fugenglätter ein. Als Alternative zu Acryl bietet sich Spachtelmasse an. Nachdem die Füllung ausgehärtet ist, ziehen Sie das Malerkrepp ab. Die Mauer ist nun bereit für einen neuen Anstrich.

Besondere Füllmaterialien

Sehr kleine Beschädigungen können mit speziellen Füllungen ausgebessert werden, sodass kein Füllprofil notwendig ist. Expoditharz dichtet und verbindet Risse mit einer Breite bis zu 0,1 Millimeter. Sind die Zwischenräume weniger als 0,2 Millimeter breit, bieten Zementsuspensionen eine kraftschlüssige Abdichtung. Polyurethanharze kommen bei Beschädigungen kleiner 0,3 Millimeter zum Einsatz. Experten verwenden bei Hohlräumen mit einer Rissbreite unter 0,8 Millimeter häufig Zementschleim.

Text: Christine Riel
Artikelbild: nataschen/Shutterstock
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