Gartenmauer

Gartenmauer verputzen: So geht’s richtig

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Eine Gartenmauer bietet nicht nur Sichtschutz und Struktur, sondern kann durch Verputzen auch optisch aufgewertet und vor Witterungseinflüssen geschützt werden. Dieser Artikel führt Sie durch die Grundlagen des Verputzens, von der Materialauswahl bis zur fachgerechten Ausführung.

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Der Putz schützt die Mauer vor Umwelteinflüssen

Unterputz und Oberputz: Eine solide Basis und ein attraktives Finish

Beim Verputzen Ihrer Gartenmauer legen Sie zunächst mit dem Unterputz eine solide Basis. Dieser gleicht Unebenheiten aus, verschließt kleinere Risse und Löcher und sorgt für eine optimale Haftung des Oberputzes. In der Regel wird der Unterputz 10 bis 15 mm dick aufgetragen.

Ist der Unterputz getrocknet, folgt der Oberputz, der Ihrer Gartenmauer ihr endgültiges Aussehen verleiht. Mit einer Stärke von 3 bis 10 mm sorgt er für eine ansprechende Optik und zusätzlichen Schutz. Verschiedene Auftragstechniken und Materialzusammensetzungen ermöglichen eine Vielzahl von Texturen und Oberflächenstrukturen, ganz nach Ihren Wünschen.

Kalkzementputz oder Zementputz: Die richtige Wahl für Ihre Mauer

Die Wahl des richtigen Putzes ist entscheidend für die Langlebigkeit und Ästhetik Ihrer Gartenmauer. Kalkzementputz vereint die Vorteile von Kalk und Zement und bietet Flexibilität sowie Widerstandsfähigkeit. Er eignet sich sowohl für den Außenbereich als auch für Innenräume, da er das Raumklima positiv beeinflusst. Zementputz hingegen ist die robustere Variante und bietet optimalen Schutz in stark beanspruchten Bereichen.

  • Kalkzementputz: Diese Mischung aus Kalk, Zement und Sand verleiht Ihrer Mauer eine moderate Flexibilität und ist daher ideal für wärmedämmende Untergründe geeignet. Die geringe Rissbildung, die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten durch Körnung und Farbe sowie die positive Wirkung auf das Raumklima machen ihn zu einer beliebten Wahl für Innen- und Außenbereiche.
  • Zementputz: Die Kombination aus Zement und Sand macht diesen Putz extrem widerstandsfähig und hart. Er ist die beste Wahl für stark beanspruchte Oberflächen und Bereiche, die eine hohe Feuchtigkeitsresistenz erfordern. Zementputz dient auch als solide Grundierung für weitere Verkleidungen wie Holz oder Naturstein.

Berücksichtigen Sie bei der Wahl des Putzes die spezifischen Eigenschaften und Anforderungen Ihres Mauerwerks, um eine sowohl ästhetische als auch langlebige Gartenmauer zu schaffen.

Putz auftragen: Schritt für Schritt zum Erfolg

Bevor Sie mit dem Verputzen beginnen, ist die Vorbereitung des Untergrunds und die Bereitstellung der notwendigen Werkzeuge entscheidend für ein gelungenes Ergebnis.

  1. Untergrund vorbereiten: Sorgen Sie für eine saubere, trockene und tragfähige Oberfläche. Entfernen Sie lose Teile und bessern Sie eventuelle Schäden aus. Ein Haftgrund sorgt für eine optimale Verbindung zwischen Putz und Mauerwerk.
  2. Putz anmischen: Mischen Sie den Putz sorgfältig und gemäß den Herstellerangaben an, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen.
  3. Putz auftragen: Tragen Sie den Putz mit einer sauberen Maurerkelle schwungvoll auf die Wand auf, um sicherzustellen, dass er auch in kleinere Unebenheiten und Risse gelangt.
  4. Putz glätten: Verwenden Sie eine Glättkelle oder Kartätsche, um den Putz glattzuziehen und eine gleichmäßige Oberfläche zu schaffen. Arbeiten Sie in Abschnitten und glätten Sie den Putz, bevor er anzieht.
  5. Kontrolle und Nachbearbeitung: Prüfen Sie die getrocknete Oberfläche auf Unebenheiten oder Fehler. Bessern Sie bei Bedarf mit dünnen Putzschichten nach oder schleifen Sie die Oberfläche sanft.

Arbeiten Sie kontinuierlich und verwenden Sie rostfreie Werkzeuge, um ein professionelles und gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen.

Dekorputz: Kreative Gestaltungsmöglichkeiten

Mit Dekorputz verleihen Sie Ihrer Gartenmauer eine individuelle Note. Verschiedene Verarbeitungstechniken ermöglichen vielfältige Oberflächeneffekte – von fein bis rustikal.

  • Körniger Reibeputz: Dieser Putz wird mit einer Traufel aufgetragen und anschließend verrieben, wodurch eine strukturierte Oberfläche entsteht.
  • Streichputz: Streichputz lässt sich mit einem Pinsel auftragen und ermöglicht eine feine Textur.
  • Rollputz: Mit einer Strukturrolle aufgetragen, bietet dieser Putz eine schnelle und effektive Methode, um Ihrer Gartenmauer ein einzigartiges Profil zu verleihen.

Besonders empfehlenswert ist mineralischer Silikatputz. Seine alkalische Einstellung schützt die Oberfläche Ihrer Gartenmauer nicht nur vor Moosen, Algen und Pilzen, sondern bietet auch eine breite Palette an Farben für eine kreative Gestaltung. Ein abschließender Anstrich intensiviert die Farbwirkung und verleiht Ihrer Mauer einen individuellen Charakter.

Fachmännische Unterstützung: Innungsmaler für ein perfektes Ergebnis

Die Zusammenarbeit mit einem qualifizierten Innungsmaler garantiert fachgerechte Ergebnisse beim Verputzen Ihrer Gartenmauer. Diese Experten verfügen über umfassendes Know-how in Bezug auf Materialien und Techniken und stehen für Qualität und Zuverlässigkeit.

Ein Innungsmaler bereitet den Untergrund gründlich vor, wählt die richtige Grundierung und trägt Unter- und Oberputz strategisch auf, um Unebenheiten auszugleichen, Schutz zu bieten und das gewünschte Erscheinungsbild zu erzielen. Spezielle Techniken ermöglichen dekorative Oberflächengestaltungen ganz nach Ihren Vorstellungen.

Die Beauftragung eines Innungsmalers ist eine Investition in Qualität und Beständigkeit und minimiert das Risiko von Fehlanwendungen und daraus resultierenden Schäden.

Bilder: thechatat / Shutterstock