Die Gartenmauer aus Schalsteinen richtig verputzen

Schalsteinmauern lassen sich auch von Laien problemlos aufstellen. Durch die Füllung mit Beton sind sie stabil und langlebig. Allerdings müssen Sie beim abschließenden Verputzen einige wichtige Punkte beachten, auf die wir in diesem Artikel näher eingehen möchten.

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Beim Verputzen von Schalsteinen muss sauber und logisch vorgegangen werden

Was sind Schalsteine?

Klassische Hohlsteine, wie Sie Bau einer Gartenmauer zum Einsatz kommen, bestehen aus Beton oder Leichtbeton. Mit diesen können selbst Laien eine sehr funktionale Mauer errichten. Sie verfügen über einen hohlen, nach oben und unten offenen Kern aus Luftkammern, der mit Beton verfüllt wird.

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Die Verarbeitung ist denkbar einfach: Die Steine werden durch das Nut und Federsystem passgenau aneinander gestellt. Sofern die frei stehende Gartenmauer eine gewisse Höhe überschreitet, sollten Sie für bessere Stabilität Bewehrungsstäbe einbringen. Die Hohlräume der fertigen Mauer werden von oben mit Fließbeton aufgefüllt. Zuletzt decken Sie die letzte Steinreihe mit Mauerabdeckplatten ab.

Lassen Sie den Beton vor dem Verputzen unbedingt ausreichend lange Aushärten, da das Material durch das schlechte Kapillarsystem langsam trocknet.

Wie wird verputzt?

Da Zementputz wegen der mangelnden Saugfähigkeit auf Betonsteinen nicht gut haftet, sollten Sie die Gartenmauer entsprechend vorbereiten. Diese muss vor dem Aufbringen des Putzes völlig frei von Rückständen wie Staub und Trennmittel sein.

Materialliste

  • Haftgrund
  • Armierungsmörtel und -gewebe
  • Dekorputz
  • Fassadenfarbe

Werkzeugliste

  • Bohrmaschine (51,00€ bei Amazon*) mit Rührquirl oder Betonmischer
  • Mörteleimer
  • Maurerkelle
  • Traufel (Glättkelle)
  • Reibebrett
  • Malereimer
  • Rolle und Pinsel
  1. Tragen Sie zunächst den Haftgrund auf. Dieser sorgt für eine sichere Verbindung zwischen den Betonsteinen und dem aufgetragenen Putz.
  2. Armierungsputz genau nach Herstellerangaben anrühren.
  3. Armieren Sie die Fläche mit Armierungsmörtel und dem entsprechenden Gewebe.
  4. Glätten Sie die Gartenmauer mit dem Reibebrett und lassen Sie alles gut durchtrocknen.
  5. Anschließend können Sie einen dekorativen Strukturputz aufbringen.
  6. Auf Wunsch können Sie die Mauer mit einem Anstrich Ihrer Wahl versehen.

Tipps

Sehr empfehlenswert ist ein widerstandsfähiger, mineralischer Silikatputz. Dieser hat den Vorteil, dass sich Moose, Flechten, Algen und Pilze nicht mehr auf der Gartenmauer festsetzen können. Diesen Spezialputz erhalten Sie in einer attraktiven Farbpalette. Zudem kann das Material einfach überstrichen werden.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: tawin bunkoed/Shutterstock
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