Maronen rösten – ein süßer und nussiger Herbstgenuss

Auf Weihnachtsmärkten strömt uns an jeder Ecke der Duft gerösteter Maronen entgegen. Die kleinen Stücke schmecken auch noch köstlich: so nussig und leicht süß. Diesen Duft und dieses Aroma können wir auch daheim haben, wenn wir die edle Kastanie selbst rösten.

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Esskastanien können in der Pfanne oder im Ofen geröstet werden

Die Saison frischer Maronen

Im Handel sind vorgegarte Maronen ganzjährig erhältlich. Doch diese sind geschmacklich kein Vergleich zu gerösteten frischen Maronen. Frische Maronen gibt es aber nur in der kalten Jahreszeit. Ab September purzeln die grünen, leicht stacheligen Kugeln vom Baum und geben beim Aufplatzen die braunen Maronen frei. Auch der Handel hat sie dann im Angebot, bis in den März sind sie dort zu bekommen.

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Tipps

Verwechseln Sie beim Sammeln nicht Maronen mit ungenießbaren Rosskastanien. Die grüne Umhüllung von Edelkastanien ist weicher, die der Rosskastanien viel härter und stacheliger.

Richtig einkaufen und sammeln

Maronenbäume sind nicht so häufig verbreitet, weswegen Supermärkte die Hauptbezugsquellen für die heimische Rösterei sind. Doch da warten nicht nur frische Exemplare, sondern zwischendurch einige unbrauchbare. Achten Sie bei jeder Marone, die in die Tüte kommt, auf folgende Merkmale

  • die Frucht ist prall
  • die Schale der Marone glänzt
  • sie weist keine Beschädigungen auf
  • es sind kleine Wurmlöcher sichtbar

Tipps

Zur Sicherheit können Sie die Maronen daheim in einer Schale mit Wasser legen. Schlechte Maronen schwimmen oben auf und können getrost in den Mülleimer wandern.

Zwischenlagerung frischer Maronen

Frische Maronen keimen schnell. Kaufen Sie daher immer nur so viel, wie Sie zeitnah rösten können. Wenn mal eine Zwischenlagerung sein muss, sollte sie so erfolgen:

  • kühl und trocken
  • in einem luftigen Korb
  • alternativ im Kühlschrank

Rösten daheim im Ofen

  1. Legen Sie die frischen Maronen für eine Stunde in Wasser, damit sie nach dem Rösten leichter zu schälen sind.
  2. Ritzen Sie jede Marone auf der gewölbten Schalenseite mit einem scharfen Messer kreuzweise ein. Schneiden Sie dabei nicht nur die Schale, sonder auch ein wenig von der darunter liegenden Frucht.
  3. Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor.
  4. Verteile Sie die Maronen flach auf ein Bachblech, so, dass die eingeritzten Seiten nach oben liegen.
  5. Schieben Sie das Blech in die Mitte des Ofens.
  6. Der Röstvorgang dauert etwa 20 bis 25 Minuten. Achten Sie zum Ende der Garzeit auf das Aussehen der Maronen.
  7. Holen Sie die Maronen aus dem Ofen, wenn die eingeritzte Schale aufgeplatzt ist und die Schale sich zudem dunkler verfärbt hat.
  8. Bedecken Sie die heißen Maronen mit einem nassen Küchentuch, damit die Schale noch mehr aufspringt.
  9. Lassen Sie die Maronen nur leicht herunterkühlen und lösen Sie dann die Schale ab, solange diese noch warm sind.

Maronen in der Pfanne rösten

Sie können Maronen auch in einer Pfanne rösten. Alle Vorbereitungsschritte wie Einritzen müssen hier ebenfalls sein.

  • geeignet für kleinere Mengen
  • bei mittlerer Hitze langsam rösten
  • Maronen zwischendurch wenden

Verwendung

Geröstete Maronen schmecken pur, solange sie warm sind, aber auch erkaltet.
Sie bereichern viele winterliche Gerichte, lassen sich zu einer Cremesuppe pürieren und harmonieren besonders gut mit Wild.

Fazit für Schnell-Leser

  • Saison: September bis März
  • Frischemerkmale: prall; glänzend; ohne Löcher und Beschädigungen
  • Tipp: Beschädigte Exemplare schwimmen im Wasser oben auf
  • Zwischenlagerung: kühl; trocken; luftig in einem Korb oder Kühlschrank
  • Rösten: Im Backofen bei 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze
  • Vorbereitung: Die gewölbte Seite kreuzweise einritzen
  • Backblech: Maronen verteilen; eingeritzte Seite nach oben; mittlere Schiene
  • Röstzeit: 20 bis 25 Minuten; Schale sollte aufspringen und dunkler verfärbt sein
  • Schälen: Maronen rausholen; mit nassem Tuch abdecken; noch warm schälen
  • Pfanne: für kleinere Mengen; mittlere Hitze; gelegentlich wenden
  • Verwendung: Pur als Snack; für winterliche Speisen; zu Wild

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: KarepaStock/Shutterstock

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