So schneiden Sie Margeriten richtig – Anleitung mit praktischen Tipps

Sachkundiges Schneiden von Margeriten basiert primär auf der jeweiligen Wuchsform. Die Schnittpflege krautiger Garten-Margeriten und verholzender Margeriten-Hochstämmchen unterscheidet sich deutlich. Lesen Sie in dieser Anleitung, wann und wie Sie die kessen Blütenschönheiten richtig schneiden.

Verblühte Margeriten
Verblühte Margeriten sollten entfernt werden

Verwelkte Blüten regelmäßig ausputzen

Wenn Sie Ihren blühenden Garten durchstreifen, sollten Sie stets eine Gartenschere mitführen. Margeriten blühen ohne Unterlass, wenn Sie verwelkte Blüten kontinuierlich abschneiden. Daraufhin treffen die Sonnenstrahlen auf frische Knospen, die das Blütenfestival fortsetzen.

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Statt jede verwelkte Blüte einzeln auszuputzen, können Sie Margeriten nach dem ersten Flor in einem Durchgang um wenige Zentimeter zurückschneiden. Gestärkt mit einer guten Portion Blumendünger (13,37€ bei Amazon*) treiben die Margeriten innerhalb kurzer Zeit durch und legen ein frisches Blütenkleid an. Zu dieser floralen Meisterleistung sind einjährige und ausdauernde Sorten gleichermaßen befähigt.

Garten-Margeriten im Herbst schneiden

Verschwenderische Garten-Margeriten (Leucanthemum superbum), blühfleißige Sommer-Margeriten (Leucanthemum maximum) und wild-romantische Wiesen-Margeriten (Leucanthemum vulgare) gedeihen als winterharte Stauden. Nach dem ersten Frost ziehen sich die oberirdischen Triebe samt Blätter zurück. Es überwintert der frostfeste Wurzelballen. Pünktlich zu Beginn des Frühlings treiben frische, beblätterte Stängel aus, auf denen die aparten Blüten thronen. Daraus ergibt sich diese Schnittpflege:

  • Stauden-Margeriten im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr schneiden
  • Abgestorbene Triebe büschelweise mit einer Hand umfassen
  • Mit dem Schneidwerkzeug in der anderen Hand die Stängel bodeneben abschneiden

Der Rückschnitt Ihrer Garten- und Sommer-Margeriten geht problemlos vonstatten, wenn Sie sich einer Staudensichel bedienen. Das praktische Werkzeug ähnelt einer Bauernsense im Kleinformat und schneidet abgestorbene Triebe auf Zug ab.

Margeriten-Hochstämmchen schneiden und einräumen

Strauch-Margeriten verzaubern Garten und Balkon als malerische Hochstämmchen. Trotz einer botanischen Verwandtschaft mit heimischen Margeriten-Arten, sind die dekorativen Halbsträucher von den kanarischen Inseln nördlich der Alpen nicht winterhart. Hier gehen Schneiden und Einräumen Hand in Hand. So machen Sie es richtig:

  • Margeriten-Hochstämmchen vor dem Einräumen verschneiden
  • Geeignetes Werkzeug: scharfe Haushaltsschere, Rosen- oder Buchsbaumschere
  • Krone rundherum um bis zu zwei Drittel zurückschneiden
  • Hell und frostfrei überwintern
  • Vor dem Ausräumen bei Bedarf die runde Form nachschneiden

Wie für viele mediterrane Halbsträucher typisch, zielt die Schnittpflege darauf ab, die Verholzung der Triebe zu verhindern. Die Kronen von Margeriten-Hochstämmchen werden ähnlich geschnitten, wie Lavendel oder Rosmarin. Idealerweise schneiden Sie die Triebe zurück bis kurz vor dem verholzten Bereich. Ein Schnitt ins Holz ist nicht zu empfehlen, da sich dort keine oder wenige schlafende Augen befinden, aus denen Ihre Margerite das Wachstum fortsetzen kann.

Schnittgut als Stecklinge verwenden

Wenn Sie im Frühjahr die Krone Ihres Margeriten-Hochstämmchens in Form bringen, liefert das Schnittgut geeignetes Material für die Vermehrung. Triebe ohne Knospen mit einer Länge von 10 bis 15 Zentimetern haben das Potenzial zum Steckling. Eingepflanzt in einen Topf mit Anzuchterde und abgedeckt mit einer transparenten Haube, lässt die Bewurzelung nicht lange auf sich warten.

Tipps

Mehrjährige Margeriten im Topf verbringen die kalte Jahreszeit in einem frostfreien, hellen Winterquartier. Dort sollten die Temperaturen unter der 10-Grad-Marke bleiben, damit die Stauden nicht vorzeitig austreiben. Vor dem Einräumen schneiden Sie alle Triebe bis zwei Fingerbreit über dem Substrat zurück.

Text: Paula Jansen

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