Marder: Fortpflanzung und Paarung

Zur Paarungszeit werden besonders viele Marderschäden gemeldet, denn Marder verlassen ihr Revier und gehen auf Partnersuche. Wie die Fortpflanzung bei Mardern genau funktioniert und was es mit der Schonzeit auf sich hat, erfahren Sie hier.

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Steinmarder sind Einzelgänger und suchen nur zur Paarungszeit Gesellschaft

Wann ist Paarungszeit?

Die Paarungszeit der Marder ist im Hochsommer: Ab Ende Juli bis Ende August geht es hoch her. Marderfähen, die in diesem Jahr keine Jungen bekommen haben, sind schon ab Juni paarungsbereit. Marderfähen mit Jungen sind im Juni noch mit der Aufzucht beschäftigt, denn Marderjunge sind sechs Monate von ihrer Mutter abhängig!

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Marderschäden am Auto

Auf ihrer Partnersuchen übernachten Marder gern in warmen Motorräumen. Hier hat aber des Öfteren bereits ein anderer Marder geschlafen. Das wittert der fremde Marder und wird aggressiv, woraufhin er wütend in Kabel und Schläuche beißt.

Wie pflanzen sich Marder fort?

Marder zeigen bei der Fortpflanzung Ausdauer: Der Paarungsakt kann sich über 48 Stunden erstrecken, innerhalb derer sich die Partner mehrmals paaren. Die Eizelle geht nach ihrer Befruchtung in eine mehrmonatige Keimruhe, sodass die Marderfähe erst Anfang des nächsten Jahres sichtbar schwanger ist. Nur einen Monat später kommen Anfang März drei bis vier Junge zur Welt.

Geschlechtsreife

Marder sind bereits mit einem Jahr geschlechtsreif. Mit Duftspuren markieren Marderfähen ihre Bereitschaft zur Paarung.

Schonzeit

Für Steinmarder gilt in allen Bundesländern eine Schonzeit, die meist von Anfang März bis Mitte Oktober reicht. Die Schonzeit dient vor allem dazu, Marderjunge zu schützen, die verhungern würden, wenn ihre Mutter gefangen werden würde. Aber auch die Zeit der Fortpflanzung fällt in die Schonzeit.

Text: Sara Müller

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