Mandeln und ihr giftiger Ruf: Was wirklich dahinter steckt

Schlagzeilen verunsichern immer wieder beim Genuss der wertvollen Mandelfrucht. Tatsächlich gelten Mandeln jedoch nur in Einzelfällen und unter bestimmten Voraussetzungen als giftig. Die Süßmandel geht dabei mit bestem Beispiel voran.

Mandeln giftig

Empfehlungen für den täglichen Genuss

Für den täglichen Verzehr werden Erwachsenen circa 20 Gramm Süßmandeln empfohlen. Roh oder in Speisen verarbeitet sind sie wichtige Lieferanten für Nährstoffe und Vitamine.

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Für Schwangere bietet diese Sorte sogar in noch größeren Mengen einen potentiellen Lieferanten für die lebenswichtige Folsäure.

Vorrangig in Amerika und Südeuropa blüht der Anbau von Mandeln in einem herrlichen Rampenlicht der Wirtschaft. Jede Generation genießt dabei den süßlich, nussigen Geschmack.

Achtung: Bittermandel

Zurecht kommen beim Verzehr dieser Köstlichkeiten immer wieder Zweifel auf. Tatsächlich ist jedoch ausschließlich in Bittermandeln vor. Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, dass die nur in ihrer unbehandelten Form giftig sind. Der Verursacher ist die befürchtete Blausäure.

Bei Erwachsenden werden selten Vergiftungen durch den Genuss roher Bittermandeln verzeichnet. Dazu wäre der Verzehr von 50 bis 60 Mandeln dieser Art notwendig.

Im Gegensatz dazu führen jedoch 5 bis 10 Bittermandeln zu einer tödlichen Vergiftung bei Kindern. Die Menge ist vom Körpergewicht abhängig.

Ein paar Fakten bringen Licht in die befürchtete Mandelwelt:

  • Blausäure ist sehr flüchtig und überaus hitzeempfindlich.
  • In gekochten Speisen zubereitet, haben Bittermandeln einen winzig geringen Blausäureanteil.
  • Bittermandeln werden durch ausreichendes Erhitzen genießbar.

Tipps & Tricks

Im heimischen Kleingarten erweist es sich als ratsam, zum Schutz von Mensch und Tier ausschließlich Süßmandeln anzubauen. Eine farbenprächtige Auswahl bietet eine hervorragende Augenweide im Frühling.

FT

Text: Burkhard

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