Mandel enthalten geringe Mengen an Blausäure

Immer wieder sind böse Geschichten über die nahrhaften Mandeln zu lesen. Was steckt jedoch genau dahinter? Wir lüften das große Geheimnis mit Hilfe ein paar Fakten.

Mandeln Blausäure

Wichtige Inhaltsstoffe der Mandel

Mandeln gehören zu einzigartigen Energielieferanten. SIe sind von unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken. In besonders hohen, gesundheitlich förderlichen Konzentrationen enthalten sie:

  • Kalzium
  • Vitamine, vor allem Vitamin E
  • ungesättigte Fettsäuren

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Fundierte Studien zeigen, dass der tägliche Genuss von Mandeln Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann.

Mandel ist nicht gleich Mandel

Es ist wichtig, klar zwischen Süßmandeln und Bittermandeln zu unterscheiden. Dank einer langen Geschichte erfolgreicher Züchtung enthalten süße Mandeln keine Spuren von Amygdalin.

Süßmandeln enthalten nur in Einzefällen einen schwindend geringen Anteil an Amygdalin. Dieser kann sich jedoch nicht negativ auf den menschlichen Organismus auswirken. Aus diesem Grund finden sie reichlich Anklang bei der Zubereitung von kulinarischen Köstlichkeiten.

Im Gegensatz dazu enthalten Bittermandeln drei bis fünf Prozent Amygdalin. Während des Verdauungsprozesses wird dieses unter anderem in hochgiftige Blausäure verwandelt.

Achtung: Bittermandel

Als Faustregel gilt:

  • Eine rohe Bittermandel pro Kilogramm Körpergewicht ist sehr schädlich.
  • Bei Erwachsenen kann der Verzehr von 50 bis 60 Bittermandeln zum Tod führen.
  • Für Kinder sind bereits 5 bis 10 Bittermandeln lebensgefährlich.

Natürliche Schutzfunktion

Diese Fakten können erschrecken. Dennoch hat die Natur auch hier mit einem quasi integrierten Schutzsystem vorgesorgt. Im Normalfall sind wir Menschen, ob groß oder klein, nicht besonders angetan von sehr bitteren Nahrungsmitteln. Unser Körper hat diese Abwehrmechanismen bewusst integriert.

Nun liegt es vor allem an uns, auf diese Zeichen zu hören. Unseren Kinder sollten wir diese wertvollen, natürlichen Kompetenzen erhalten.

Bittere Süßmandeln sind gefährlich?

Beim genauen Hinsehen, begegnen uns immer wieder Süßmandeln, die sehr bitter schmecken. Das liegt daran, dass trotz erfolgreicher Züchtung jedes Mandelbäumchen bei seinen Früchten einen „schwarzen Peter“ dabei hat. Dieser enthält einen geringen Anteil an Amygdalin.

Auf Grund des Geschmacks vermeiden wir meist instinktiv den Genuss dieser etwas bitteren Mandel.

Tipps & Tricks

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Kleingärten gänzlich auf den Anbau von Bittermandeln verzichten. Zudem kann die Natur gemeinsam mit Kindern auf „gut und böse“ erforscht werden. Aufklärung hilft dabei, sich selbst und andere zu schützen.

FT

Text: Burkhard
Social Media Manager

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