Mandel

Mandelbaum: Süße und winterharte Sorten für Hobbygärtner

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Mandelbäume bestechen durch ihre Blütenpracht und die schmackhaften Früchte. Erfahren Sie alles über beliebte Mandelbaum-Sorten, ihre Verwendung in der Küche und Kosmetik sowie Wissenswertes rund um die Kultivierung.

Mandelbaum Sorten

Mandelbaum-Sorten

Mandelbäume erfreuen sich aufgrund ihrer schönen Blüten und schmackhaften Früchte großer Beliebtheit. Zu den bekanntesten Sorten zählen:

  • Mandel ‚Dürkheimer Krachmandel‘: Diese selbstbefruchtende Sorte hat eine flach-breite, ausladende Krone. Die süßen, mittelgroßen, braunen Früchte reifen von Ende September bis Mitte Oktober.
  • Mandel ‚Ferragnes‘: Spätblühend mit großen, süßen Früchten und einer breiten Krone. Die Reifezeit liegt zwischen September und Oktober.
  • Mandel ‚Mandelkönigin‘: Selbstbefruchtend und sehr früh blühend, mit einer breiten, flachen Krone und süßen, mittelgroßen, braunen Früchten.
  • Mandel ‚Nut Me Almond‘: Diese kompakt wachsende Sorte eignet sich gut für die Kübelhaltung. Sie bringt süße, nussige, braune Früchte hervor, die von August bis September reifen.
  • Mandelbaum ‚Palatina‘ (Pfälzer Fruchtmandel): Selbstfruchtend mit überhängendem Wuchs. Die süßen, mittelgroßen und braunen Früchte reifen im September und Oktober.
  • Mandel ‚Robijn‘: Bekannt für ihre reiche Blüte und große Mandeln. Der Baum weist einen aufrechten Wuchs und nussig-aromatische, grün-braune Früchte auf.
  • Mandel ‚Säulenmandel‘: Diese säulenförmige Sorte ist gut für die Kübelhaltung geeignet. Die süßen, mittelgroßen, braunen Früchte reifen von September bis Oktober.
  • Mandel ‚Weiße Krachmandel‘: Diese selbstfruchtende Sorte bringt große Früchte hervor. Sie hat eine flach-breite, ausladende Krone und trägt süß-würzige, mittelgroße, braune Früchte.

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Verwendung

Mandeln sind vielseitig einsetzbar und finden sowohl in der Küche als auch in der Kosmetikindustrie Verwendung.

  • Süße Mandeln: Diese Mandeln sind reich an Fetten und enthalten nur geringe Mengen an Amygdalin. Sie eignen sich hervorragend als Backzutat, zur Dekoration und zur Herstellung von Marzipan.
  • Bittere Mandeln: Diese Mandeln enthalten Amygdalin, das in der Magensäure hochgiftiges Zyanid freisetzt. Sie werden hauptsächlich zur Gewinnung von Bittermandelöl verwendet, welches als Aromazutat in der Küche sowie bei der Herstellung von Parfüms und Likören eingesetzt wird.
  • Grüne Mandeln: Diese unreif geernteten Mandeln werden in der orientalischen Küche sowohl roh als auch gekocht gegessen.
  • Mandelmehl: Als Nebenprodukt bei der Herstellung von Mandelöl fällt Mandelmehl an, das glutenfrei ist und sich hervorragend für glutenfreie Backwaren eignet.
  • Mandelmilch: Durch das Vermengen von Mandeln und Wasser entsteht eine vegane Milchalternative, die vielseitig in der Ernährung genutzt wird.

Besonderheiten

  • Bestäubung: Die meisten Mandelsorten sind selbststeril und benötigen daher eine zweite Sorte zur Bestäubung, um Früchte zu tragen. Auch Pfirsichsorten können als Befruchter dienen. Es gibt jedoch auch selbstbefruchtende Sorten, wie die ‚Dürkheimer Krachmandel‘ und die ‚Mandelkönigin‘.
  • Winterhärte: Mandelbäume sind bedingt winterhart und empfindlich gegenüber Frost, insbesondere Spätfröste sind problematisch. In kälteren Regionen empfiehlt sich die Kübelhaltung, sodass die Bäume im Winter geschützt untergebracht werden können.
  • Schnitt: Ein regelmäßiger Rückschnitt ist erforderlich, um die Blütenbildung zu fördern und den Baum buschig wachsen zu lassen. Dies ist besonders wichtig, da die Blüten an den Kurztrieben erscheinen.
Bilder: ChrisBoswell / iStockphoto