Märzenbecher – optimale Pflege für das Zwiebelgewächs

Märzenbecher wachsen in der freien Natur. In flussnahen, schattigen Wäldern sind sie anzutreffen. Keine menschliche Hand umsorgt sie, dennoch erblühen sie jedes Frühjahr wunderschön. Kommen sie in einem Kulturgarten auch allein zurecht? Oder ist ein Minimum an Pflege angebracht?

Märzenbecher im Garten
Märzenbecher sind sehr pflegeleicht

Der richtige Standort ist wichtig

Tun Sie sich und den Zwiebeln des Märzenbechers was Gutes. Lassen Sie sie so wachsen, als würden sie in der freien Natur gedeihen. Pflanzen Sie sie daher ausschließlich an geeigneten Standorten.

  • schattig bis halbschattig
  • feuchter Boden
  • Nähe zu Wasserstellen ist ideal
  • Teich, Bach, etc.

An einem Standort, der alle diese Kriterien erfüllt, wird Ihnen der Märzenbecher kaum Arbeit abverlangen. Ganz im Gegenteil, er wird sie seinerseits zur Blütezeit mit den zauberhaftesten Blüten erfreuen.

Tipps

Die Blütenpracht wird sogar von Jahr zu Jahr mehr, denn eine zufriedene Mutterzwiebel bildet fleißig kleine Blumenzwiebelchen aus. Diese sollten Sie nach der Blüte aufstöbern und umpflanzen.

Erstversorgung mit Nährstoffen

Machen Sie es sich einfach. Schenken Sie den Zwiebeln gleich bei der Pflanzung eine Portion Nährstoffe. Dann haben Sie diesbezüglich für Jahre Ruhe. Mischen Sie den Aushub mit Kompost. Das ist vollkommen ausreichend und zudem auch zu 100 % natürlich.

Erst wenn Sie bemerken, dass der Märzenbecher langsam etwas blühfaul wird, ist die Zeit gekommen, ihn im Frühjahr mit einem Volldünger zu versorgen.

Verblühtes entfernen oder begrüßen

Irgendwann im April neigt sich die Blütezeit ihrem Ende zu. Wenn jetzt die verwelkten Blüten dranbleiben, wird sich der Märzenbecher selbst aussäen. Meist ist das erwünscht, denn je mehr von diesen Frühblühern beisammen stehen, umso schöner kommt ihre Blüte zur Wirkung. Auf diese Art können Sie ihn “verwildern” lassen und Stück für Stück einen größeren weißen Blütenteppich weben.

Sorgen Sie dafür, dass die Fläche unkrautfrei bleibt. Sie dürfen den Boden jedoch nicht hacken, wenn der Samen keimen soll. Bei Bedarf können Sie im Spätsommer die Jungpflänzchen umpflanzen.

Wenn Sie die Aussaat nicht wünschen, sollte Sie die Blütenstände rechtzeitig abschneiden. Tragen Sie dabei Handschuhe, denn der Märzenbecher ist in allen Teilen hoch giftig. Der Hautkontakt mit dem Pflanzensaft kann zu Hautreizungen führen.

Vergilbtes Laub entsorgen

Kurz nach der Blütezeit zieht der Märzenbecher seine Energie aus den oberirdischen Pflanzenteilen ab. Sie beginnen zu welken. Schneiden Sie das welkende Laub noch nicht ab, auch wenn sein Anblick nicht gerade bewundernde Blick auf sich zieht. Entfernen Sie es erst dann, wenn es vollständig vertrocknet ist.

Text: Daniela Freudenberg

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