Lampenputzergras

Ist Lampenputzergras giftig? Alles Wissenswerte zum Ziergras

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Lampenputzergras ist zwar ungiftig, seine scharfkantigen Halme bergen jedoch Verletzungsrisiken, insbesondere für Kinder und Haustiere. Dieser Artikel beleuchtet die Gefahren und gibt Tipps zum sicheren Umgang mit der Pflanze.

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Lampenputzergras ist zwar ungiftig, hat aber sehr harte Halme

Giftigkeit von Lampenputzergras

Lampenputzergras ist nicht giftig für Menschen oder Haustiere. Es enthält keine toxischen Stoffe, die beim Verzehr oder Kontakt zu Vergiftungserscheinungen führen könnten. Allerdings können die harten, scharfkantigen Halme bei Verschlucken zu Verletzungen führen.

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Verletzungsgefahr durch Lampenputzergras

Obwohl ungiftig, birgt Lampenputzergras Verletzungsgefahren:

  • Scharfe Kanten: Die Blätter haben scharfe Kanten, die bei Berührung oder beim Pflücken Schnittverletzungen verursachen können.
  • Innere Verletzungen: Verschluckte Blattstücke können die Schleimhaut in Mund, Rachen, Speiseröhre und Magen verletzen. Besonders gefährdet sind Kinder und Haustiere, die zum Spielen oder Knabbern an dem Gras animiert werden könnten.
  • Darmverschluss: Verschluckte Grashalme können im Verdauungstrakt einen Klumpen bilden und einen Darmverschluss verursachen.

Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit Lampenputzergras

Um Verletzungen zu vermeiden, beachten Sie diese Vorsichtsmaßnahmen:

  • Handschuhe tragen: Verwenden Sie Gartenhandschuhe beim Pflanzen, Schneiden oder Teilen des Lampenputzergrases, um Schnittverletzungen zu vermeiden.
  • Kinder beaufsichtigen: Achten Sie darauf, dass kleine Kinder beim Spielen im Garten nicht an den Halmen knabbern oder diese in den Mund nehmen.
  • Haustiere fernhalten: Halten Sie Haustiere wie Hunde, Katzen und Nager vom Lampenputzergras fern. Ein Zaun oder eine Barriere kann hilfreich sein.
  • Alternativen anbieten: Verwenden Sie ungiftige Pflanzen wie Katzengras, um das Knabbern von Haustieren am Lampenputzergras zu verhindern.

Symptome von Verletzungen durch Lampenputzergras

Beobachten Sie bei Verdacht auf Verletzungen durch Lampenputzergras folgende Symptome:

  • Schnittverletzungen: Blutungen, Schmerzen und Rötungen an den betroffenen Stellen.
  • Innere Verletzungen: Würgen, Husten, Schluckbeschwerden, Erbrechen, Bauchschmerzen und Blut im Stuhl oder Erbrochenen.
  • Darmverschluss: Blähungen, starke Bauchschmerzen, Verstopfung und Erbrechen.

Maßnahmen bei Verletzungen durch Lampenputzergras

Bei Verdacht auf innere Verletzungen durch Lampenputzergras sollte unverzüglich ein Arzt oder Tierarzt aufgesucht werden. Äußere Schnittverletzungen können wie folgt versorgt werden:

  1. Wunde reinigen: Betroffene Stelle gründlich mit klarem Wasser spülen, um Schmutz und Pflanzenreste zu entfernen.
  2. Desinfizieren: Eine geeignete Desinfektionslösung auftragen, um Infektionen vorzubeugen.
  3. Verbinden: Die Wunde mit einem sterilen Pflaster oder Verband abdecken.
  4. Heilung beobachten: Innerhalb der nächsten Tage die Wunde auf Anzeichen einer Infektion wie Rötung, Schwellung oder unangenehme Wärme überwachen und bei Bedarf ärztlichen Rat einholen.

Bei tiefen oder großflächigen Verletzungen sowie anhaltenden oder sich verschlimmernden Symptomen sollte sofort medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Bilder: Natalia van D / Shutterstock