Kräuterseitlinge ganz einfach mit dem Gemüsehobel schneiden

Die in deutschen Supermärkten erhältlichen Kräuterseitlinge sind Zuchtpilze, die Sie im Grunde - und mit ein bisschen Sachkenntnis - auch zu Hause selbst züchten können. Der Aufwand lohnt sich, denn Kräuterseitlinge sehen nicht nur optisch dem edlen Steinpilz ähnlich, sie schmecken auch fast genauso. Zudem lassen sich die Pilze ganz leicht verarbeiten und zubereiten.

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Kräuterseitlinge werden am besten mit einem scharfen Messer in feine Streifen geschnitten

Beim Kauf auf Frische achten

Bei Supermarktware kann man nie so genau wissen, wie lange diese schon unterwegs ist bzw. in der Auslage liegt. Aus diesem Grund finden Sie an dieser Stelle ein paar Kriterien, mit deren Hilfe Sie die Frische der angebotenen Kräuterseitlinge beurteilen können. Natürlich sollten Sie ausschließlich die beste Qualität mit nach Hause nehmen:

  • Gute Qualität wird nicht abgepackt in Plastikbehältern angeboten.
  • Wählen Sie stattdessen lieber lose Ware, die locker und luftig in der Kühlung liegt.
  • Frische Kräuterseitlinge riechen angenehm-mild nach Pilzen.
  • Sie haben eine gleichmäßige, nicht verwässerte Farbe.
  • Auch der Hutrand weist dieselbe Farbe wie der Rest des Hutes auf.
  • Das Fleisch an Hut und Stiel ist elastisch.
  • Es sind keine dunklen Stellen oder Flecken erkennbar.

Können Sie diese Punkte bejahen, nehmen Sie die Pilze – natürlich bevorzugt aus ökologischem Anbau – gleich mit nach Hause.

Kräuterseitlinge putzen und schneiden – So geht’s

Wie alle Pilze schmecken auch Kräuterseitlinge ganz frisch am besten. Deshalb werden sie zu Hause gleich geputzt und, sofern sie sofort in die Pfanne sollen, auch geschnitten. Wollen Sie die Pilze dagegen noch einige Tage im Kühlschrank aufbewahren, lassen Sie sie am besten ganz und schlagen sie einfach in ein feuchtes Tuch ein. Ansonsten putzen und schneiden Sie die Kräuterseitlinge wie folgt:

  • Schneiden Sie das vertrocknete Ende des Stiels ab.
  • Waschen Sie die Kräuterseitlinge auf keinen Fall, sie ziehen sehr viel Wasser.
  • Putzen Sie sie nun vorsichtig mit einem kleinen Gemüsemesser.
  • Schneiden Sie dunkle Stellen weg und entfernen Sie den Schmutz.
  • Reiben Sie Hut und Stiel mit einem feuchten Tuch ab.
  • Schneiden Sie die Kräuterseitlinge nun der Länge nach in dünne Scheiben.
  • Am besten gelingt dies mit einem Gemüsehobel.

Anschließend können Sie die Pilze gleich zubereiten – beispielsweise mit Butter in einer Pfanne braten – oder sie durch Einfrieren, Trocknen bzw. Einlegen haltbar machen.

Tipps

Manchmal ist auf frischen Kräuterseitlingen ein weißer, spinnwebartiger Flaum zu erkennen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um Schimmel, sondern um das Pilzmyzel. Befallene Pilze können noch gegessen werden.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: warat42/Shutterstock

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