Kamelien überwintern: Die besten Tipps

Mit dem richtigen Winterschutz trotzen Kamelien draußen im Garten eisiger Kälte. Auf Balkon und Terrasse sind Camellia japonica im Winter fehl am Platz. Lassen Sie sich diese Tipps nicht entgehen, damit Sie Ihre Kamelien im Beet und Kübel wohlbehalten überwintern.

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Die Kamelie ist zwar winterhart, sollte aber trotzdem geschützt werden

Garten-Kamelien überwintern – nie ohne Schutzmaßnahmen

Im Beet ausgepflanzte Kamelien sind auf der sicheren Seite mit einem Winterschutz. Das ist in unseren Breiten immer sinnvoll angesichts winterlicher Wetterkapriolen. Unvermittelte Kälteeinbrüche stören sich nicht daran, in welcher Winterhärtezone sie zuschlagen. So machen Sie es richtig:

  • Wurzelscheibe 20 cm hoch anhäufeln mit Laub und Nadelreisig, Rindenmulch oder Komposterde
  • Strauch überziehen mit einem atmungsaktiven Frostschutzvlies

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Die Winterhaube erfüllt zwei wichtige Aufgaben. Angelegte Blütenknospen erfrieren bereits ab – 3° Celsius. Die Kombination aus frostigen Temperaturen und praller Wintersonne verursacht irreversible Risse in der Rinde und lässt die Blätter vertrocknen.

Kamelien im Kübel unter Glas überwintern

Im Kübel halten Kamelien auf Balkon und Terrasse bis – 3° Celsius tapfer durch. Bei stärkerem Frost wird die Überwinterung draußen zum Drahtseilakt, weil die Knospen erfrieren und der Wurzelballen im Topf angreifbar wird für Kälteschäden. Einräumen in ein Winterquartier löst das Problem. Dabei kommt es auf wichtige Rahmenbedingungen an, damit die immergrünen Sträucher pünktlich ihr spätwinterliches Blütenfestival starten. So überwintern Sie Kamelien im Topf richtig:

  • Im Herbst Standortwechsel in eine wind- und regengeschützte Ecke
  • Kamelien im Topf draußen lassen, bis der Gefrierpunkt erreicht ist
  • Kübel einräumen in einen hellen, frostfreien Raum ohne pralle Sonneneinstrahlung
  • Ideale Temperaturen zwischen 7° und 12° Celsius
  • Gerne mit Kamelien-freundlicher Luftfeuchtigkeit von 50 % bis 60 %

Frischluft-Zufuhr ist erwünscht und vorteilhaft. Allerdings sollten Ihre Kamelien dabei nicht in kalte Zugluft geraten. Weil alle immergrünen Blumen im Winter weiterhin Feuchtigkeit verdunsten, gießen Sie bitte ab und zu mit weichem Wasser. Praktisch ist ein Gießanzeiger, den Sie ins Substrat stecken. Ein Blick auf die übersichtliche Skala genügt, damit Sie Ihre Kamelien genau zum richtigen Zeitpunkt gießen.

Empfehlenswerte Winterquartiere

Am liebsten überwintern Kamelien im lichtdurchfluteten, temperierten Wintergarten oder auf einer verglasten Terrasse. Steht ein gläsernes Refugium nicht zur Verfügung, lohnt sich die Investition in ein Überwinterungszelt. Die praktischen Zelte bestehen aus Gewächshausfolie,(32,99€ bei Amazon*) sind kinderleicht aufzubauen und mit einem Frostwächter einfach zu temperieren.

Kamelien frühzeitig ausräumen

Je kürzer die Verweildauer im Winterquartier, desto prächtiger die Blütezeit Ihrer Kamelien. Räumen Sie die Blütenschönheiten im Kübel aus, sobald draußen der Gefrierpunkt überschritten wird. Eine Unterlage aus Holz oder Styropor verhindert, das Bodenkälte in den Wurzelballen aufsteigt.

Tipps

Bester Zeitpunkt für den Rückschnitt von Kamelien ist nach der Blütezeit. Zwischen Anfang Mai und Mitte Juni ist das Zeitfenster geöffnet, wenn Sie Camellia japonica im Beet oder Topf schneiden möchten. Im Frühsommer legen die Ziersträucher ihre Knospen für die nächste Blütezeit an. Dem spricht nicht entgegen, dass Sie den einen oder anderen störenden Trieb vor dem Einräumen zurückschneiden.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Girodiboa/Shutterstock

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