So machen Sie Ihre Kamelie winterfest – Tipps und Tricks

Häufig ist einen Kamelie nicht so winterhart, wie gern angepriesen wird. Kein Wunder, wenn die Pflanze im ersten Winter eingeht. Mit der richtigen Strategie können Sie Ihre Kamelie aber sehr gut durch einen mitteleuropäischen Winter bringen.

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Die Kamelie ist bedingt winterhart

Trennen Sie sich vor allem erst einmal von dem Gedanken, dass eine Kamelie pflegeleicht ist. Kamelien sind etwas anspruchsvoll, brauchen für ein langes Leben und gutes Gedeihen jedoch vor allem Licht und ausreichend Wasser.

Welchen Winterschutz braucht eine Kamelie?

Soll Ihre Kamelie draußen im Garten oder auf dem Balkon überwintern, dann müssen Sie vor allem den Wurzelballen vor dem Erfrieren schützen. Im Freiland genügt eine dicke Schicht aus Reisig und Laub oder eine Kokosmatte. Blätter und Triebe können Sie locker mit einem speziellen Vlies für Pflanzen umwickeln. Achten Sie darauf, dass Ihre Kamelie noch ausreichend Luft bekommt.

Eine Kamelie im Topf braucht einen besonderen Schutz, denn hier kann der Frost von allen Seiten an den Wurzelballen herankommen. Stellen Sie den Topf auf eine dicke Holz- oder Styroporplatte und umwickeln Sie ihn dann mit einer alten Decke, ausgedienten Jutesäcken oder einer Luftpolsterfolie. Dann schützen Sie den Rest der Pflanze mit einem Pflanzenvlies, das Sie locker um diese herum legen.

Wie sollte eine junge Kamelie überwintern?

Eine junge Kamelie überwintert am besten frostfrei und hell. Wie viele andere immergrüne Pflanzen verträgt sie keine Dunkelheit. Eine Winterruhe tut ihr jedoch sehr gut. Idealerweise haben Sie einen Platz mit etwa 10 °C bis 15 °C, wo Ihre Kamelie für etwa sechs bis acht Wochen bleiben kann.

Das Wichtigste in Kürze:

  • spätestens im Juni pflanzen/aus- oder umpflanzen
  • frühestens mit 4 Jahren ins Freiland setzen
  • Wurzelballen mit einer Schicht Laub und/oder Reisig schützen
  • oberirdische Pflanzenteile locker mit Pflanzenvlies umwickeln

Tipps

Vergessen Sie nicht, Ihre Kamelie an frostfreien Tagen zu gießen, ihr Wurzelballen sollte das ganze Jahr über nicht austrocknen, dann kann sie mehr als 100 Jahre alt werden.

Text: Ursula Eggers
Artikelbild: Ioana Rut/Shutterstock

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