Jiaogulan – so erfolgt das Trocknen der aromatischen Blätter

Jiaogulan versorgt uns im Sommer großzügig mit frischen Blättern. Auch bei einer warmen Überwinterung der Pflanze muss die Ernte nicht pausieren. Es gibt trotzdem Situationen, in denen das Trocknen seiner Blätter Sinn macht. Dann sollte das schonend geschehen, damit die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

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Getrocknet sind die Blätter von Jiaogulan lange haltbar und jederzeit für den Tee einsetzbar

Trockene Blätter als Wintervorrat

Frische Blätter sind erste Wahl, wenn es darum geht, die Wohltaten dieses Krauts zu genießen. An einer vitalen Pflanze werden auch reichlich Blätter sein, um regelmäßig einige davon abzuzupfen. Sei es um sich einen Tee aufzubrühen, für einen Smoothie oder als Gemüsebeilage.

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Wird das winterharte Kraut der Unsterblichkeit allerdings im Freien kultiviert, sterben die oberirdischen Teile im Herbst ab. Es überwintert nur das Rhizom, aus dem erst im Frühjahr neue Triebe austreiben. Für die Zeit des Winters sind trockene Blätter eine gute Alternative, will man mit der Nutzung der Pflanze nicht ganz pausieren.

Tipps

Verzichten Sie auf das Einfrieren der Blätter. Nach dem Auftauen sind sie nur noch matschig und ihr typischer Geschmack weitestgehend verschwunden.

Schonende Trocknung erhält die Inhaltsstoffe

Heilkräuter müssen schonend getrocknet werden, damit die darin innewohnenden Wirkstoffe nicht zerstört werden. Deswegen gilt auch für Jiaogulan:

  • an der Luft trocknen
  • im Schatten, nicht in der Sonne
  • Temperatur sollte nicht über 40 °C steigen

So trockenen Sie optimal

  1. Pflücken Sie die Jiaogulanblätter unmittelbar bevor Sie den Trocknungsvorgang starten. Junge Blätter sind aromatischer als alte. Schneiden Sie zudem die Stängel ab, da sie den Geschmack nachteilig beeinflussen.
  2. Waschen Sie verschmutzte frische Blätter unter fließendem Wasser ab. Trocknen Sie sie danach vorsichtig ab.
  3. Verteilen Sie die Blätter auf einem Gitterrost, damit von allen Seiten Luft herankommt. Die Blätter sollten sich nicht überlappen, damit sie schneller trocknen. Alternativ können Sie sie auch auf einem Backblech ausbreiten.
  4. Suchen Sie einen geeigneten Platz zum Trocknen. Entweder draußen oder im Haus.
  5. Wenden Sie die Blätter regelmäßig, bis sie ganz trocken sind. Sie lassen sich dann ganz leicht zerbröseln.
  6. Bewahren Sie die getrockneten Blätter in einem gut schließenden Gefäß.

Hinweis:
Der Tee aus getrockneten Blättern hat einen bittereren Geschmack als der aus frischen Blättern.

Mögliche Zeiträume für die Trocknung

Kurz vor der Blüte im Sommer sind die Blätter am aromatischsten. Die warmen Tage machen das Trocknen zudem einfach. Doch auch der Herbst ist eine gute Zeit, sich einen Wintervorrat anzulegen. Greifen Sie zur Schere, bevor bei einem Freilandexemplar die oberirdischen Triebe absterben. Sie können die Ranken bodennah abschneiden und alle Blätter trocknen.

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Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: anitasstudio/Shutterstock

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