Frühjahr: Zeit für den Heckenschnitt

Hecken gehören zu den schönsten Elementen, mit denen sich ein Garten umfrieden oder gliedern lässt. Damit die Bäume in Form bleiben, müssen sie allerdings regelmäßig zurückgeschnitten werden. Wann das erlaubt ist und wie Sie hierbei vorgehen sollten, erläutern wir in diesem Artikel.

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Zwischen März und Oktober sind nur leichte Schnittarbeiten an der Hecke erlaubt

Wann dürfen Hecken geschnitten werden?

Das ist im Bundesnaturschutzgesetz genau geregelt: In der Zeit vom 1. März bis zum 30. September ist es verboten, Hecken knapp über dem Boden zu kappen und diese auf den Stock zu setzen. Möchten Sie die Sträucher also verjüngen, muss das außerhalb dieses Zeitraums geschehen.

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Einen „schonenden Form- und Rückschnitt“ erlaubt das Gesetz hingegen ganzjährig. Dennoch sollten Sie auch bei diesem auf brütende Vögel und Kleintiere achten. Kontrollieren Sie, ob einer unserer gefiederten Freunde schon mit dem Nestbau begonnen hat. Verschieben Sie die Arbeiten gegebenenfalls, bis der Vogelnachwuchs flügge geworden ist.

Wann sollte geschnitten werden?

Viele Hobbygärtner schwören darauf, Hecken um den Johannistag am 24. Juni herum zurückzuschneiden.

Experten raten jedoch dazu, für dichten und gleichmäßigen Wuchs bereits im Februar in Form zu schneiden. Zu diesem Zeitpunkt können die Gehölze diese Pflegemaßnahme besser verkraften, da sie noch nicht im Saft stehen. Zum Sommeranfang erfolgt dann ein zweiter, vorsichtiger Erhaltungsschnitt.

Je nach Wüchsigkeit behält die Hecke ihre Form sogar bis in den Sommer hinein und muss erst im August oder September erneut eingekürzt werden.

Wie sollten Hecken geschnitten werden?

Der Heckenschnitt ist nicht kompliziert, halten Sie sich an einige grundlegende Dinge:

  • Schneiden Sie stets so, dass die Hecke eine Trapezform erhält und unten etwas breiter ist. So bekommen alle Bereiche Licht und verkahlen nicht.
  • Orientieren Sie sich bei der Schnittform zusätzlich an der natürlichen Wuchsform der Pflanzen.
  • Spannen Sie eine Schnur in der Höhe, die Ihre Hecke nach dem Schnitt haben soll. Dadurch wird die obere Fläche schön gerade.
  • Halten Sie die elektrische Heckenschere,(149,00€ bei Amazon*) die nur bei kleinblättrigen Sträuchern zum Einsatz kommen sollte, mit nahezu gestreckten Armen parallel zu den Bäumen.
  • Die mechanische Heckenschere wird waagerecht gehalten und mit leichten Schwenkbewegungen aus dem Rücken heraus geführt. Dies sorgt für ein ebenes Schnittbild ohne Beulen.
  • Nadelbäume niemals zu stark zurückschneiden, denn aus nadellosen Stummeln treiben diese nicht mehr aus.

Tipp

Bezüglich des Schnittzeitpunkts bestätigen Ausnahmen die Regel. Kiefern- und Fichtenhecken sollten Sie stets im Mai schneiden, Forsythien- oder Blutpflaumenhecken hingegen direkt nach der Blüte.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: nazarovsergey/Shutterstock

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