Hauswurz

Hauswurz-Ableger: Vermehrung & Pflege leicht gemacht

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Hauswurz, auch bekannt als Sempervivum, ist eine faszinierende Sukkulente, die sich durch einfache Vermehrung auszeichnet. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung zur erfolgreichen Vermehrung von Hauswurz-Ablegern, von der Auswahl der Rosetten bis zur Pflege der Jungpflanzen.

Hauswurz Tochterrosetten
Hauswurz lässt sich ganz einfach über Ableger vermehren

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Hauswurz-Ableger zu vermehren?

Die beste Zeit für die Vermehrung von Hauswurz-Ablegern liegt in der Wachstumsphase der Pflanze, also zwischen April und September. In dieser Zeit herrschen optimale Bedingungen für die Bewurzelung: Licht und Wärme fördern das Anwachsen und kräftige Entwicklung der Jungpflanzen. Unter milden und frostfreien Wetterbedingungen ist eine Vermehrung bis in den Herbst hinein möglich.

Auswahl und Vorbereitung der Ableger

Auswahl und Vorbereitung der Ableger

Kräftige Tochterrosetten sichern den Erfolg der Hauswurz-Vermehrung

Die Wahl gesunder und kräftiger Tochterrosetten ist entscheidend für eine erfolgreiche Vermehrung. Achten Sie auf folgende Merkmale:

  • Größe: Wählen Sie Rosetten mit einem Durchmesser von mindestens 2-3 cm, die bereits eine gewisse Reife für ein eigenständiges Wachstum aufweisen.
  • Gesundheit: Die Rosetten sollten frei von Krankheiten und Schädlingen sein. Kräftige, unversehrte Blätter sind ein Zeichen für eine gesunde Pflanze.
  • Wurzeln: Obwohl Hauswurz-Ableger auch mit wenigen Wurzeln gut anwachsen, ist ein kleines Wurzelwerk von Vorteil für eine schnellere Anpassung an den neuen Standort.

Entfernen der Ableger von der Mutterpflanze

Entfernen der Ableger von der Mutterpflanze

Behutsames Trennen der Rosetten ist wichtig für das erfolgreiche Vermehren von Hauswurz

Entfernen Sie die Tochterrosetten behutsam von der Mutterpflanze, um den Erfolg der Vermehrung zu sichern:

  1. Lösen Sie die Rosette vorsichtig mit den Fingern von der Mutterpflanze. Eine leichte Drehbewegung kann dabei hilfreich sein.
  2. Falls die Rosette festsitzt, trennen Sie die Verbindungsstellen mit einem sterilisierten Messer oder einer Schere, ohne die Pflanzen zu verletzen.
  3. Versuchen Sie, möglichst viele Wurzeln mit der Tochterrosette zu erhalten, da dies das Anwachsen erleichtert. Hauswurz bildet jedoch schnell neue Wurzeln, daher ist ein geringer Wurzelanteil kein Grund zur Sorge.
  4. Bevor Sie den Ableger einpflanzen, überprüfen Sie ihn auf Gesundheit und Vitalität.

Vorbereiten des neuen Standorts

Vorbereiten des neuen Standorts

Ein sonniger Platz und durchlässiges Substrat begünstigen das Wachstum der Hauswurz-Ableger

Die richtige Vorbereitung des Standorts ist wichtig für das erfolgreiche Anwachsen der Hauswurz-Ableger:

  1. Sonniger Standort: Hauswurze benötigen viel Sonne, um gesund zu wachsen und ihre charakteristische Rosettenform zu entwickeln. Wählen Sie daher einen vollsonnigen Platz.
  2. Durchlässiges Substrat: Ein mageres, gut drainiertes Substrat verhindert Staunässe und fördert das Wurzelwachstum. Mischen Sie Gartenerde mit Sand, Kies oder Blähton.
  3. Drainage in Töpfen: Verwenden Sie Töpfe mit Löchern im Boden und einer Drainageschicht aus Tonscherben oder Kieselsteinen.
  4. Nährstoffarmer Boden: Ein zu nährstoffreicher Boden kann das Wachstum beeinträchtigen. Wählen Sie daher ein mageres Substrat.

Einpflanzen der Ableger

Einpflanzen der Ableger

Sanftes Andrücken sichert den Ablegern festen Kontakt zum Boden.

So pflanzen Sie Ihre Hauswurz-Ableger optimal ein:

  1. Wählen Sie einen sonnigen Platz aus.
  2. Stellen Sie sicher, dass das Substrat durchlässig ist (z. B. eine Mischung aus Gartenerde und Sand oder Kies).
  3. Legen Sie die Rosetten flach auf das Substrat und drücken Sie sie sanft an, um einen guten Bodenkontakt zu gewährleisten.
  4. Halten Sie einen Abstand von etwa 5-10 cm zwischen den einzelnen Ablegern ein, um ihnen ausreichend Platz zum Wachsen zu geben.
  5. Gießen Sie die Ableger leicht an, vermeiden Sie jedoch Staunässe.

Pflege nach dem Einpflanzen

Pflege nach dem Einpflanzen

Gleichmäßiges Gießen fördert die Wurzelbildung ohne Staunässe zu riskieren

Die richtige Bewässerung und das Vermeiden von Staunässe sind entscheidend für das Anwachsen der Ableger:

  • Nach dem Einpflanzen: Gießen Sie die Ableger leicht an, damit kein Wasser in den Rosetten stehen bleibt.
  • In den Folgetagen: Halten Sie das Substrat leicht feucht, um die Wurzelbildung zu unterstützen. Vermeiden Sie jedoch eine ständige Wasserversorgung.
  • Im Hochsommer: Bei anhaltender Trockenheit können Sie gelegentlich sparsam gießen.
  • Drainage: Sorgen Sie für eine gute Drainage, um Staunässe zu vermeiden.

Weitere Vermehrungsmethoden für Hauswurz

Weitere Vermehrungsmethoden für Hauswurz

Aussaat von Hauswurz ermöglicht Entdeckung neuer Sorten und Farben

Neben der Vermehrung durch Ableger können Sie Hauswurz auch durch Aussaat vermehren. Diese Methode erfordert mehr Zeit und Geduld, bietet aber die Möglichkeit, eine größere Vielfalt an Variationen und Farben zu entdecken.

Vermehrung durch Aussaat

  1. Samen vorbereiten: Streuen Sie die Samen auf die Oberfläche eines nährstoffarmen, gut durchlässigen Substrats (z. B. eine Mischung aus Sand und Anzuchterde). Bedecken Sie sie nicht mit Erde, da sie Licht zur Keimung benötigen.
  2. Aussaatgefäße vorbereiten: Verwenden Sie flache Schalen oder Töpfe, die Sie mit dem Substrat füllen und leicht anfeuchten.
  3. Samen aussäen: Streuen Sie die Samen gleichmäßig aus und drücken Sie sie sanft in die Oberfläche. Decken Sie das Gefäß mit Folie oder Glas ab.
  4. Standort: Stellen Sie die Aussaatgefäße an einen hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung.
  5. Pflege: Halten Sie das Substrat feucht, aber nicht nass.
  6. Weiterkultur: Sobald die Sämlinge eine Größe von 1-2 cm erreicht haben, können Sie sie vorsichtig in einzelne Töpfe oder ein Beet umpflanzen.

Vergleich der Vermehrungsmethoden

Vergleich der Vermehrungsmethoden

Ableger ermöglichen schnelle Vermehrung, während Aussaat Vielfalt verspricht

Die Vermehrung durch Ableger ist einfach und schnell. Sie eignet sich besonders, um viele neue Pflanzen einer bestimmten Sorte zu gewinnen. Die Aussaat hingegen ermöglicht die Kultivierung seltener oder neuer Sorten, erfordert aber mehr Zeit und Geduld. Beide Methoden haben ihren Reiz und bieten spannende Möglichkeiten für Hauswurz-Liebhaber.

Bilder: mustafahacalaki / iStockphoto