Weißbuche Rotbuche
Die Rotbuche färbt sich im Herbst orange, die Hainbuche eher gelb

Hainbuche oder Rotbuche – Worin liegen die Unterschiede?

Für die Anlage einer Hecke oder die Anpflanzung eines Einzelbaums im Garten kommen sowohl Hainbuchen als auch Rotbuchen oder Blutbuchen infrage. Doch welche Baumsorte ist besser geeignet? Unterschiede zwischen Hainbuche und Rotbuche.

Hainbuchen sind keine Buchen, sondern Birkengewächse

Auch wenn Hainbuchen oft zu den Buchen gerechnet werden, handelt es sich um Birkengewächse. Wegen ihres weißen Holzes werden sie auch Weißbuche genannt. Ein weiterer Name ist Steinbuche, weil Hainbuchen das stärkste Holz aller europäischen Bäume haben. Sie tragen grüne Blätter, die im Herbst gelb werden.

Rotbuchen und Blutbuchen sind echte Buchengewächse. Rotbuchen verdanken ihren Namen dem leicht rötlichen Holz, das gern für den Möbelbau verwendet wird. Blutbuchen werden wegen des rotbraunen Laubes so genannt.

Unterschiede zwischen Hainbuchen und Rotbuchen

Baum Pflanzenfamilie Standort Höhe Wachstum pro Jahr Laub Substrat
Rotbuche Buchengewächse sonnig, halbschattig bis 40 Meter 30 – 40 cm Grün, im Herbst orange nicht sauer, feucht, keine Staunässe
Blutbuche Buchengewächse sonnig, halbschattig bis 40 Meter 30 – 40 cm dunkelrot, im Herbst orangerot nicht sauer, feucht, keine Staunässe
Hainbuche Birkengewächse sonnig, schattig bis 20 Meter 20 – 40 cm Mittelgrün, im Herbst gelb anspruchslos, nicht zu trocken

Rotbuche oder Hainbuche pflanzen?

Ob Sie eine Rotbuche oder Hainbuche pflanzen, hängt von mehreren Faktoren ab. Buchen sind empfindlicher, was den Standort angeht. Sie bevorzugen mildere Lagen und brauchen viel Sonne. Außerdem sind sie Flachwurzler und damit für windige Lagen nicht so gut geeignet. Die Hainbuche hat eine Herzwurzel, die sich tief in den Boden gräbt. Der Baum kommt daher in ungeschützt Lagen besser zurecht.

Rotbuchen sind bezüglich des Substrats etwas heikler. Der Boden darf nicht zu sauer sein. Er sollte nahrhaft und gut durchlässig sein. Keinesfalls darf die Erde ganz austrocken. Staunässe vertragen Rotbuchen gar nicht.

Hainbuchen werden nicht ganz so groß wie Rotbuchen und sind deshalb für kleinere Gärten besser geeignet. Haben Sie jedoch genug Platz und einen windgeschützten Standort, wird eine Rotbuche, vor allem eine Blutbuche, zu einem echten Hingucker in jedem Garten.

Tipps

In der Pflege gibt es kaum Unterschiede zwischen den beiden Baumsorten. Beide brauchen in der Hecke zweimal jährlich einen Rückschnitt und kommen als Einzelbaum ganz ohne Schneiden aus.

Text: Sigrid Hestermann

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