Die Knospen der Hainbuche

Hainbuchen legen ihre Knospen bereits im Sommer an. Bis zum Austrieb im Frühjahr wirken sie wie kleine Verdickungen. An der Stellung der Knospen lässt sich die Hainbuche auch von der Rotbuche unterscheiden. Wissenswertes zu den Knospen der Hainbuche.

Hainbuche Blüte
Die Hainbuche hat männliche und weibliche Knospen

Die Hainbuche trägt Winter- und Blütenknospen

  • Winterknospen 5 – 8 Millimeter lang
  • von Schuppen umschlossen
  • Farbe braun oder rotbraun
  • länglich, spitz zulaufend
  • Blütenknospen etwas länger und rundlicher

Die Knospen der Hainbuche, aus denen später die Blätter und Blüten wachsen, werden bereits im Sommer angelegt. Sie sind braun oder rotbraun und haben kleine Härchen an der Seite. Die Anordnung am Zweig ist wechselständig. Sie liegen sehr dicht am Trieb an.

Diese sogenannte Winterknospe verkapselt sich mit Schuppen und legt bis zum Austrieb eine Ruhephase ein. Sie ist sehr hart und lässt sich kaum ablösen.

Im Frühjahr springt der Schuppenpanzer auf und wird abgeworfen. Darunter liegt die eigentliche Knospe, aus der das Blatt sprießt.

Blatt- oder Blütenknospen?

Die Blattknospen sind circa 5 bis 8 Millimeter lang und laufen spitz zu. Die Blütenknospen sind etwas länger als die Blattknospen. Sie sind dafür nicht ganz so spitz.

Die Schuppen der Blattknospen sind deutlich größer als die der Blütenknospen. Diese wirken sehr filigran und lassen die spätere Blüte in Form eines Kätzchens erahnen.

Die Knospen spielen auch beim Schneiden eine Rolle. An jedem Trieb müssen mindestens drei Knospen, auch Augen genannt, verbleiben, wenn sich die Hainbuche gut verzweigen soll.

Knospen öffnen sich mit dem Blattaustrieb

Die Blütenknospen öffnen sich zur gleichen Zeit, zu der der Austrieb der Blätter beginnt. Die Hainbuche trägt sowohl weibliche als auch männliche Blüten, sie ist damit einhäusig und braucht für die Bestäubung keine zweite Hainbuche in der Nähe.

Die Bestäubung erfolgt über Wind und Insekten.

An den Knospen Hainbuchen und Rotbuchen unterscheiden

Bei der Rotbuche befinden sich die Endknospen an der Spitze des jeweiligen Triebes. Eine Hainbuche hat nur Schein-Endknospen. Sie liegen etwas seitlich versetzt am Trieb.

Tipps

Hainbuchen, die als Hecke häufig geschnitten werden, blühen selten, da die Blütenknospen beim Schneiden entfernt werden. Alleinstehende Hainbuchen, die ungehindert wachsen dürfen, bringen im Winter männliche Blüten in Kätzchenform und die unscheinbaren weiblichen Blüten hervor.

Text: Sigrid Hestermann
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